Der Coburger Zwiebelmarkt 2017

vom Donnerstag, 14. bis Freitag, 15. September
Der bekannteste von den Jahrmärkten in Coburg

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Zwiebelrispen
Foto:
© Ulrich Göpfert

Das Angebot beim Zwiebelmarkt hat Tradition. So gibt es auf dem Marktplatz, der Spitalgasse und dem oberen Steinweg neben Strümpfen, Bürsten oder Gewürzen eben auch alles um die Zwiebel zu kaufen - eine Mischung wie sie typisch für einen Jahrmarkt und Anziehungspunkt für viele Interessierte ist.

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Zwiebeln in allen Variationen
Foto: © Ulrich Göpfert

Der Zwiebelmarkt im September ist der bekannteste von den Jahrmärkten die in der Stadt stattfinden. Seine Tradition hat sich bis heute erhalten. Früher war dieser Markt noch ein größerer Anziehungspunkt als in der heutigen Zeit. Bereits am Vorabend kamen zahlreiche Bauern in der Stadt an, die weitesten kamen aus der Gegend von Bad Königshofen. Lange Wagenreihen standen in den Gassen und in der Nähe der Brunnen, aus denen die Pferde getränkt wurden. In den frühen Morgenstunden des Markttages waren die Zugangsstraßen zur Stadt sehr belebt. Pferdegespanne und Gruppen von Marktfrauen mit ihren runden Marktkörben auf dem Rücken strömten zur Stadt. Mit der Eisenbahn kamen Männer und Frauen, besonders aus dem Thüringer Wald herunter, aus Eisfeld, Schalkau und Sonneberg. Obst- und Gemüsehöken (Kleinhändler) waren u.a. dabei. An ihren viereckigen Tragekörben waren die Markteinkäufer aus Thüringen leicht zu erkennen.

Die Budenreihen des "Krammarktes“ nahmen einen großen Teil des Marktplatzes ein. Beim "Albert" spielte sich der Obst- und Butterverkauf ab, an der Ecke zur Herrengasse begann der "Hafenmarkt", der Viehverkauf erfolgte am Albertsplatz und in der unteren Ketschengasse der "Säumarkt".

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Der Sturmsbrunnen in der Oberen Ketschengasse
Repro: Ulrich Göpfert 


In der Oberen Ketschengasse, dem eigentlichen Zwiebelmarkt, gab es fast kein Durchkommen. Links und rechts lagen, in der ohnehin nicht breiten Gasse, die Zwiebelsäcke aufgetürmt. "Gängs hä, Madam, kaufens ma a Metz`n Zwiebel ab". Verschiedene Mundarten verrieten die Herkunft der Marktfrauen. Sie kamen vorwiegend aus der Bamberger und Schweinfurter Gegend. Für die Kinder war ebenfalls bestens gesorgt. Die "Bamberger Zwiebeltreter" hatten Süßholzwurzeln für diese Käuferschicht dabei.

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Ein Blech mit Zwiebelkuchen - da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen!
Jetzt fehlt nur noch ein "Federweißer" dazu!
Foto: Archiv
© Ulrich Göpfert

Ein unbeschreiblicher Duft erfüllte die Marktstraßen - die Pferde und die Ledergeschirre und die Zwiebeln und ..., all dies erzeugte ein unbeschreibliches Aroma, noch bereichert durch den Zwiebelkuchen, der "damals" nur zum Zwiebelmarkt gebacken wurde. Dieser Zwiebelkuchen wurde in Unmengen "verspeist". Auch heute gehört es zum guten Ton, dazu einen so genannten "Federweißen", "Bremser" oder "Sauser" zu trinken.

Eine alte Volksweisheit:
"Beim Verzehr der Bratwürste wird eine alte Volksweisheit beherzigt, nach der man ab und an seinem Körper etwas anbieten muss. Diese Erkenntnis erweitert sich jedoch mit dem Genuss von Zwiebelkuchen, dass man ab und zu seinem Körper in Erstaunen versetzen sollte".

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"Coburger Bratwurst“ -  Man kann den köstlichen Duft bis hierher riechen!
Foto: © Ulrich Göpfert

Zur Abrundung der ganzen Festivität gehört natürlich auch die "Coburger Bratwurst" deren bläulicher Rauch und köstliche Duft aus den Bratwurstbuden über den Markt zog. Er zieht ja nicht nur an den Markttagen über den Markt und die Straßen in Coburg, sondern gehört dazu an jedem Tag des Jahres.

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