Lebenswege jüdischer Frauen

Lebenswege jüdischer Frauen
sind Thema des Monats Juni im Digitalen Stadtgedächtnis


„Keine Juden brauchen wir net“ – dieser Satz, den eine Mitschülerin zu ihr sagte, verfolgte Erna Goldbluhm ein Leben lang. Welche Schikanen jüdische Frauen unter der Regierung der Nationalsozialisten in Coburg erleiden mussten, erzählen betroffene Zeitzeuginnen im Digitalen Stadtgedächtnis der Stadt Coburg.

 

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Foto: 2010 © Ulrich Göpfert

 

 „Lebenswege jüdischer Frauen aus Coburg“ ist das Thema des Monats. Unter www.stadtgeschichte-coburg.de erfahren Interessierte auch, wie den Frauen und ihren Familien die Flucht aus Coburg gelang und wie ihr Leben fernab der Heimat weiterging.

 

Eine der Frauen, deren Schicksal von Gaby Franger, der Autorin der Berichte, dargestellt wird, ist Berta Hirsch. Sie war die Ehefrau des Predigers, Kantors und Lehrers Hermann Hirsch der israelitischen Kultusgemeinde von Coburg. Berta Hirsch erinnert sich zurück an die „braune Zeit“ in der Vestestadt: „Klirren von Glas, Weinen der Kinder und Schreie um Hilfe. Bevor ich erkannte, was los war, standen schon 2 Nazis vor mir, die ich nicht kannte. Der eine hatte eine Reiterpeitsche in der Hand und beide trieben mich mit wüster Beschimpfung aus dem Haus. Da flogen auch schon schwere Steine durch die Fenster meiner Villa… Es wurde geschrieen und zerstört. Tausende Glasscherben, die immer noch zu höheren Haufen anwuchsen, lagen herum.“

 

Die Berichte der jüdischen Frauen basieren auf veröffentlichten und unveröffentlichten Forschungen im Rahmen des Buchprojekts „Seien Sie doch vernünftig! Frauen der Coburger Geschichte“ – herausgegeben von Gaby Franger, Edmund Frey und Brigitte Maisch.

 

2008 fand eine Ausstellung zum Thema statt. Die einzelnen Plakate können im Digitalen Stadtgedächtnis als pdf herunter geladen werden.

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