Rosengarten Bamberg

Rosengarten Bamberg
5.000 Rosen in 50 Sorten

Jährlich zieht es etwa 2 Millionen Touristen in die oberfränkische Stadt Bamberg. Eine erste Runde absolvieren viele Besucher auf dem Wasser. Vorbei an der Fischer-Siedlung, die seit dem 19. Jahrhundert unter dem Namen "Klein-Venedig" bekannt ist.

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Bamberg
Foto: 2013 © BR

Jeden August findet hier das traditionelle Fischerstechen statt, bei dem Fischer versuchen, sich gegenseitig mit langen Stangen von ihren Booten zu werfen. Mit zahlreichen Eindrücken der Stadt im Gepäck geht es anschließend auf den Domberg, zum Bamberger Dom und zur Neuen Residenz. Und wer mit einer besonders feinen Nase ausgestattet ist, den könnte es in deren duftenden Innenhof verschlagen. Dort befindet sich der Bamberger Rosengarten.

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Rosengarten Bamberg
Foto: 2013 © BR

Garten im Wandel
Die Anlage wurde im 19. Jahrhundert zum Rosengarten - auf Initiative von Herzogin Maria Anna, die zu dieser Zeit mit ihrem Gatten Wilhelm die Neue Residenz in Bamberg bewohnte. Ein Garten lag an dieser Stelle aber schon vorher: erst ein Renaissancegarten, den Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn 1733 von Baumeister Balthasar Neumann in einen barocken Garten umgestalten ließ. Die formale Grundstruktur des Gartens ist bis heute zu erkennen.

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Rosengarten Bamberg
Foto: 2013 © BR

Für ihren Rosengarten orientierte sich Maria Anna an den geometrischen Formen der Beete, die sie mit 500 Rosenstöcken samt Begleitpflanzen ausstattete. Die Sammlung gilt damit als erstes Rosarium Frankens. Trotz kleiner Änderungen und Umnutzungen ist der Garten seitdem weitgehend als Rosengarten erhalten geblieben. Heute wachsen auf den 3.500 Quadratmetern fast 5.000 Rosen in 50 Sorten. Gerahmt sind die 70 Beete mit Buchs, den die Gärtner jedes Jahr ab März in Form bringen. Buchs ist immergrün und gibt dem Rosengarten auch dann Struktur, wenn seine Hauptakteure bereits verblüht sind. Viele der Rosen zeigen aber ohnehin sehr lange ihre Farbe. Die Edelrose 'Feuerzauber' etwa blüht von Juni bis weit in den Herbst hinein.

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Rosengarten Bamberg
Foto: 2013 © BR

Rosenbegleiter aus Stein
Im Barock war es üblich, sowohl Bauwerke als auch markante Stellen in Parks mit Figuren zu schmücken. 14 sind es im Bamberger Rosengarten, geschaffen um 1760 von Bildhauer Ferdinand Tietz. Die Skulpturen zeigen Vertreter der antiken Mythologie oder stellen Kindsengel, sogenannte Putten, dar. Diese stehen unter anderem für Tugenden oder für die Musik. Seit 1913 nehmen detailgetreue Kopien diese Plätze ein. Die Originale aus witterungsempfindlichem Sandstein befinden sich in der Neuen Residenz.

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Rosengarten Bamberg
Foto: 2013 © BR

Schnitt für eine lange Blütezeit
Gärtner Jürgen Weiser von der Bayerischen Schlösserverwaltung hat in der Blütezeit der Rosen kaum Zeit, sich auszuruhen. Dann steht unter anderem das regelmäßige Ausputzen verblühter Exemplare auf seinem Programm. Er schneidet dabei auf ein nach außen stehendes Auge. So wachsen die neuen Triebe nicht in die Mitte und sie beschatten sich nicht gegenseitig. Dieser sogenannte Remontierschnitt sorgt zudem für einen kräftigen, zweiten Blütenflor.

Kontakt und Öffnungszeiten:
Schloss- und Gartenverwaltung Bamberg
Domplatz 8, 96049 Bamberg

Der Rosengarten im Innenhof der Neuen Residenz in Bamberg ist täglich geöffnet. Von April bis September lassen sich hier von 9 bis 18 Uhr die Vielfalt der Rosen und der Blick über die Stadt genießen.

Quelle: BR.de - Bayerisches Fernsehen – Querbeet - Garten-Porträts - Rosengarten Bamberg

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