Oberpfälzer Freilandmuseum

Oberpfälzer Freilandmuseum
Ein Besuch am Ostersonntag und Ostermontag

Böhmische Osterpeitschen, Ostereierverzieren in Wachs-oder Madeiratechnik und Osterhasen backen - nicht nur für den Osterspaziergang lohnt sich der Besuch am Ostersonntag und Ostermontag im Oberpfälzer Freilandmuseum

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Schafe vor Paulerverl im Frühling
© Oberpfälzer Freilandmuseum

Ostersonntag, 05. April
Zu Ostern gehört auch ein Osterspaziergang und warum sollte man diesen nicht in das Oberpfälzer Freilandmuseum verlegen? Die Kinder werden begeistert sein, denn zu dieser Zeit gibt es außer den ausgewachsenen Tieren auch schon Nachwuchs: kleine Lämmer und junge Ziegen sind mit ihren Müttern auf der Weide zu sehen.  

Ostermontag, 06. April
● Kostenlose Führungen ● Kinderbackaktion

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Ostereier in Wachstechnik
© Oberpfälzer Freilandmuseum

Ab 12 Uhr können die Besucher Alena Mrázková und Pavel Koželoušek aus dem Bezirk Pilsen zusehen, wie sie Ostereier in Wachs- und Madeiratechnik verzieren und Osterpeitschen herstellen.

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Ostereier in Madeiratechnik
© Oberpfälzer Freilandmuseum

Bunt verzierte Eier gehören traditionell zu den Osterfeiertagen und symbolisieren neues Leben. Alena Mrázková verziert schon seit 10 Jahren Hühner- und Gänseeier mit Wachsreliefmotiven aus dem Chodenland (Grenzgebiet zu Bayern rund um Domažlice/Taus). Dazu werden speziell zugeschnittene Tauben oder Gänsefedern, Wachsmalstifte und flüssige Ostereierfarben benutzt. Pavel Koželoušek beherrscht die sehr dekorative Madeiratechnik, dabei werden in die mit Wachs verzierten Eier kunstvolle Lochmuster gebohrt, die der Madeiraspitze ähneln.

Ein in Bayern unbekannter Osterbrauch ist das sogenannte Osterpeitschen. Die Peitsche ist ein slawisches Frühlingssymbol, sie wird vor Ostern aus frischen Weidenruten (6 -12 Stück) geflochten und mit bunten Bändern geschmückt. Mit diesen Peitschen ziehen am Ostermontag Männer und Jungs in der Nachbarschaft los. Das symbolische Auspeitschen soll Fruchtbarkeit, Gesundheit und neue Kraft schenken. Es wird von Reimen oder Liedern begleitet. Frauen und Mädchen danken dafür mit bunten Ostereiern, manchmal auch mit einer kleinen Bewirtung. Die Peitsche kann nach Ostern eingepflanzt werden und mit etwas Glück wächst dann im Garten eine echte Osterweide.

Der Ostermontag ist im Bezirksmuseum immer ein schöner Familientag. Susanna Rieppel formt aus frischem Teig mit den jungen Besuchern Osterhasen, Sonnenräder oder Zöpfe die anschließend gebacken werden.

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Stelzen gehen
© Oberpfälzer Freilandmuseum

Alte Kinderspiele können ausprobiert werden, wie zum Beispiel Pfitscherpfeil schießen, der Eierlauf, und Laufradl basteln. Bei schönem Wetter ist außerdem die historische Kegelbahn geöffnet. 

Für diejenigen, die mehr über die historischen Gebäude und die Kulturlandschaft des Museums erfahren möchten, stehen die Museumsführer zur Verfügung, die am Ostermontag um 13 Uhr und 15 Uhr kostenlose Führungen anbieten.

Beim Schallerhof gibt es Osterbrote und das beliebte Museumsbrot, das bereits mehrfach von der Bäckerinnung mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Das ganze Jahresprogramm ist unter www.freilandmuseum.org einsehbar.

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