Honig

Honig
Süßes aus Wald und Wiese

Seit Jahrtausenden versüßt Honig unser Leben, der "Nektar der Götter" erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Längst kann das heimische Angebot die Nachfrage nicht mehr bedienen, sodass große Mengen importiert werden.

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Honiggläser des Deutschen Imkerbundes e.V. Das Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes ist ein sogenanntes kombiniertes Warenzeichen.
Foto: 2015 © Deutscher Imkerbund e.V.

Hintergründe und Tipps zum flüssigen Gold
Mit über einem Kilo pro Kopf und Jahr gehören die Deutschen weltweit zu den Spitzenreitern in Sachen Honigverbrauch. Honig besteht zu rund 80 Prozent aus Zucker. Er hat mit 306 Kalorien pro 100 Gramm entsprechend weniger Kalorien als Kristallzucker (405 Kalorien), süßt aber ähnlich intensiv. Ob Honig für Zähne gesünder ist als herkömmlicher Zucker, ist umstritten. In der Naturheilkunde empfiehlt man Honig gegen Infekte, denn er enthält Benzoe- und Ameisensäure.

Honig: fast nur aus Übersee
Honig ist im Supermarkt vergleichsweise billig: 80 Prozent der Produktion stammt aus dem Ausland, oft aus Übersee. Vor allem chinesischer Honig erobert die heimischen Märkte. Solche importierten Honige haben zum einen weite Transportstrecken hinter sich, zum anderen können sie mit Pestiziden belastet sein. Beachten Sie das Kleingedruckte: Vorsicht ist bei Mischungen geboten, vor allem, wenn Begriffe wie "Honig aus Nicht-EU-Gebiet" auftauchen. Bei Honig in Supermärkten und in weiterverarbeiteten Lebensmitteln handelt es sich nahezu zu 100 Prozent um importierten Honig. Deutscher Honig wird von den Imkern zum Großteil direkt vermarktet, auch auf Wochen- und Bauernmärkten können Sie fündig werden.

Die Sache mit der Mindesthaltbarkeit
Seit 2004 müssen Lebensmittel in Deutschland ausnahmslos mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen sein. Das gilt auch für Produkte, die, richtig gelagert, nahezu unbegrenzt haltbar sind, sogar Wasser. Auch Honig gehört dazu. In aller Regel können Sie also getrost weiternaschen, selbst dann, wenn der Honig ein paar Jahre "drüber" ist. Idealerweise lagert man Honig dunkel, kühl und trocken.

Wald- und Blütenhonig
Waldhonig ist meist flüssiger und wesentlich dunkler als klassischer Blütenhonig, das Aroma zudem würziger, zum Teil ins Malzige gehend. Die Sortenvielfalt von Honig ist beeindruckend.

Honig als Heilmittel
Honig hat den Ruf, ein wirksames Haus- und Naturheilmittel zu sein, das gegen Halsschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung, Lippenbläschen und bei der Wundheilung hilft. Es gibt wenig gesicherte Studien zur Heilkraft des Honigs, wissen sollten Sie jedoch, dass man keinen normalen Honig auf Wunden reiben darf, sondern nur gereinigten Medizinalhonig. Honig sollte man zudem nicht in kochend heiße Getränke geben, da seine Nährstoffe sonst kaputt gehen. Kinder im ersten Lebensjahr sollten keinen Honig bekommen: Ihre Darmflora kann das "süße Gift" noch nicht verarbeiten.

Quellenhinweis: BR.de – Ratgeber – Ernährung - Honig

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