Einzigartiges Kuckuck-Rettungs-Projekt

Einzigartiges Kuckuck-Rettungs-Projekt
Schon weit über 1000 bayerische Kuckucke gemeldet
LBV startet deutschlandweit einzigartiges Hightech-Projekt
zur Rettung des Frühlingsboten – Meldungen weiter wichtig

Hilpoltstein
Mit Macht kommt der Frühling zurück

Bereits über 1.200 Kuckucke haben Naturfreunde dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) in den letzten Tagen bereits gemeldet. Damit will der LBV herausfinden, ob sich der Kuckuck an den Klimawandel anpasst oder diesem zum Opfer fällt. In einer Fortführung der Mitmachaktion stattet der LBV derzeit in der Umgebung von Regensburg einige der beliebten Vögel mit Hightech-Mini-Satellitensendern aus. So kann in Zukunft jeder Kuckuck-Fan seinen Lieblingsvogel live im Internet auf der langen Reise nach Afrika und zurück verfolgen.

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Kuckuck mit Hightech-Mini-Satellitensendern
Foto: 2013 © LBV/BTO

Warum kommen so wenige Kuckucke aus dem Winterquartier zurück?
Wo genau in Afrika überwintert der Kuckuck und auf welchem Weg fliegt er dort hin? Auf seinen Zugrouten und auch im Winterquartier selbst lauert Gefahr. Mit einem internationalen und deutschlandweit einzigartigen Hightech-Projekt will der LBV Antworten auf diese wichtigen aber bisher ungelösten wissenschaftlichen Fragen finden. Mit der Besenderung von 15 Tieren können der LBV und alle Kuckuck-Fans in Zukunft genau verfolgen, wie die bayerischen Kuckucke nach Afrika fliegen und wo sie sich dort aufhalten. Damit wird ein Rätsel der Wissenschaft gelöst und die Basis für den Schutz dieser bedrohten Art geschaffen.

Dabei arbeitet der LBV mit den neuesten Satellitensendern,
die mittlerweile so klein und leicht sind, dass sie schon bei so kleinen Vögeln wie dem Kuckuck aufgesetzt werden können. Zum Fangen der Kuckucke werden so genannte Japannetze mit größeren Maschen verwendet, so dass sich die Vögel beim Einfangen keinesfalls verletzen. Zusätzlich wird eine Attrappe eines weiblichen Kuckucks aufgestellt. Männliche Vögel werden dann durch den Ruf eines vermeintlichen Rivalen angelockt und von der Hoffnung, auf ein weibliches Tier zu treffen.

Um das Projekt durchführen zu können,
sucht der LBV Menschen, die einen Kuckuck auf seiner Reise nach Afrika und zurück sponsern. So können Interessierte die entstehenden Kosten der Übertragung der Satellitendaten, neuer Satelliten-Sender und der wissenschaftlichen Auswertung der Daten und deren Betreuung übernehmen.

Wie die meisten anderen Zugvögel kam der Kuckuck aufgrund des langen Winters dieses Jahr auch eine Woche später nach Bayern als 2012.
Eine wissenschaftliche Analyse der Daten kann jedoch erst nach Auswertung aller Meldungen vorgenommen werden. Deshalb ist es wichtig, dass Naturfreunde dem LBV auch weiterhin ihre ersten Kuckucke melden.

Online-Meldebogen und alle Infos zum Satellitenprojekt unter: www.lbv.de/kuckuck

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