Digitales Stadtgedächtnis Coburg

Digitales Stadtgedächtnis Coburg
Das Kolonialwaren Groß- und Einzelhandelsgeschäft
M.C. MÖNCH, Coburg

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Das Gründerehepaar Martin Christian und Johanna Mönch
Mitte des 19. Jahrhunderts.

Martin Mönch eröffnete 1832 im „Haus vor dem Judentor“, Nr. 463, das Coburger Traditionsgeschäft M.C. MÖNCH. Was 1832 als Spezereihandlung mit einem überschaubaren Sortiment an Lebensmitteln, Gewürzen, Salzheringen sowie Pulver und Schrot ins Leben gerufen wurde, entwickelte sich über fünf Generationen hinweg zur angesehenen Kolonialwarengroßhandlung und später zum Feinkostgeschäft erster Wahl.

„8 Groschen 4 Pfennige terminliche Steuer, von seiner Person 10 Groschen 6 Pfennige als sogenannte Bürgerbäth oder Bürgersteuer und 8 Groschen 4 Pfennig an Nachgeld zur Ablösung der Nachpflichtigkeit“, heißt es in einem Protokoll aus dem Coburger Ratsarchiv, hatte der junge Geschäftsmann zu entrichten, als er die Spezereihandlung M.C. MÖNCH auf dem Polizeibüro anmeldete. Denn wer zur damaligen Zeit ein solches Geschäft betreiben wollte, musste ein entsprechendes Vermögen nachweisen und auch aufwenden.

M.C.MÖNCH ist eines der wohl ältesten und traditionsreichsten Geschäfte Coburgs. Seit fünf Generationen im Familienbesitz, galt es stets, das Geschäftshaus und Sortiment den rasch wachsenden und sich verändernden Bedürfnissen rasanterer Zeiten anzupassen. So wurde das Haus unter anderem in dritter Generation zum ersten Selbstbedienungsgeschäft in Coburg umgestaltet oder beeindruckte in vierter Generation Ende der 70er Jahre mit einer fünf Meter langen Feinkostkühltheke. Auch heute, da die Firma eine Verwaltungs-GmbH & Co. KG ist, befindet sich das Unternehmen noch in Familienbesitz.

Wie es der Familie gelang, trotz Kriegen, Inflation, Zwangswirtschaft und Schicksalsschlägen das Unternehmen über mehr als ein Jahrhundert hinweg familiengeleitet weiterzuführen, können Interessierte im Digitalen Stadtgedächtnis unter www.stadtgeschichte-coburg.de

Das Digitale Stadtgedächtnis ist eine Internetplattform, die die Coburger Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. Neben der historisch belegten Geschichte können die Leser auch erlebte Geschichte verfolgen. Jeder kann im Digitalen Stadtgedächtnis Autor werden und von seinen Erlebnissen berichten. Je mehr Bürger sich beteiligen, desto vollständiger und lebendiger wird die Darstellung der Coburger Vergangenheit für die nachfolgenden Generationen.

Das Digitale Stadtgedächtnis der Stadt Coburg gewann 2009 den eGovernment-Wettbewerb im Bereich „Next Generation Services“ und wurde 2010 mit dem Preis des Wettbewerbs "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet.

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