Mathilde von Quedlinburg

"Geschichte Mitteldeutschlands"
Mathilde von Quedlinburg
Vom Mädchen zur Machtfrau

Sonntag, 18. August 2013, 20:15 Uhr im MDR-Fernsehen

Im Alter von gerade mal elf Jahren trägt Mathilde, die erste Äbtissin von Quedlinburg, die Verantwortung für eine der wichtigsten Städte des Reiches. Sie übernimmt die Führung des Stifts und trägt im Laufe der Jahre maßgeblich zur großen Bedeutung Quedlinburgs bei. Sie selbst wird zur mächtigsten Frau des Reiches, trotz gewaltiger Widerstände.

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Die Schauspielerin Anne-Kathrin Gummich
in ihrer Rolle als Mathilde bei den Dreharbeiten
zur MDR Historik-Serie "Die Geschichte Mitteldeutschlands
Foto: 2013 © MDR/Andreas Lander

Quedlinburg, Winter 998
Eine Schar bewaffneter Ritter überfällt das hochadelige Damenstift in Odessa, entführt ein Mädchen aus einer der wichtigsten Familien des Reiches: Liudgard, die Tochter des Markgrafen von Meißen. Hinter der gewaltsamen Entführung verbirgt sich eine Geschichte um Eheversprechen, Wortbrüche und verletzte Familienehre. Denn auch der Anführer der Entführer, Werner von Walbeck, entstammt aus einer mächtigen Adelssippe. Er will das Mädchen, das ihm zur Frau versprochen wurde. Ein Eheversprechen, das kurz darauf aber wieder rückgängig gemacht wurde.

Der Brautraub ist nichts anderes als eine Kampfansage an Mathilde, Tochter Ottos des Großen, erste Äbtissin von Quedlinburg und Stellvertreterin des Königs, ihres Neffen Otto III. Wie wird sie reagieren? Kommt es zu einer Fehde, die das gesamte Reich bedroht? Muss Werner den Überfall mit seinem Leben bezahlen?

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Anne-Kathrin Gummich in ihrer Rolle als Mathilde
und Ulf Scheffler als ihr Berater
Foto: 2013 © MDR/Andreas Lander

"Geschichte Mitteldeutschlands" taucht tief in diese konfliktreiche Situation ein
und schildert dabei überraschende Spielregeln mittelalterlicher Politik. Der Film zeigt auch, dass das Mittelalter nicht immer nur "dunkel" und gewaltverherrlichend war, im Gegenteil, in manchen Dingen war es sehr modern.

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Anne-Kathrin Gummich in ihrer Rolle als Mathilde
Foto: 2013 © MDR/Andreas Lander

Durch Rücksprünge in die Jugend Mathildes
erfährt der Zuschauer viel über den Alltag junger mittelalterlicher Mädchen: Schon mit 11 Jahren hat Mathilde die Leitung der religiösen Frauengemeinschaft übernehmen müssen, eine Art Elite-Internat des 10. Jahrhunderts. Ein Alltag voller Gehorsam und Disziplin, Keuschheit und Gelehrsamkeit, Gebete und Jungmädchenträume, die sich oft nicht allzu sehr von den Träumen heutiger Mädchen unterscheiden.

Der Film sucht Spuren des Lebens Mathildes quer durch Mitteldeutschland: Halle, Merseburg und natürlich Quedlinburg, der wichtigste Ort der Ottonen, der erst durch Mathilde von einer Königspfalz zu einer der einflussreichsten Städte des Reiches ausgebaut wurde.

www.mdr.de/geschichte-mitteldeutschlands

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