Celluloidpuppen

Coburger Puppenmuseum
„Celluloidpuppen - Zeitzeugen der 1930er - 1950er Jahre“
Neue Sonderausstellung bis 08. November 2015

Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert

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Die Museumsleiterinnen des Puppenmuseums Coburg
v.l. Christine Spiller und Jana Burkart
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Das Coburger Puppenmuseum zeigt vom 08. August bis 08. November 2015 die Sonderausstellung „Celluloidpuppen - Zeitzeugen der 1930er - 1950er Jahre“. Besonderer Wert wird dabei auf die Verbindung zum Alltag der Kinder in dieser Zeit gelegt.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Die Anfänge der Celluloidpuppenherstellung liegen zwar bereits im Jahr 1895, doch sie erfuhren erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitreichende Verbreitung. Vor allem die „fünf Schildkröt-Kinder“ „Inge“, „Hans“, „Christl“, „Bärbel“ und „Strampelchen“ verhalfen den Celluloidpuppen in den frühen 1930er Jahren zu großer Popularität. Nach der Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg lebten die Celluloidpuppen Anfang der 1950er Jahren noch einmal auf. Auch die Modelle aus dem ab 1952/53 nachfolgenden Material Tortulon erfreuten sich großer Beliebtheit.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Das Thema Celluloidpuppen erschöpft sich aber nicht nur in der Betrachtung der Schildkröt-Puppen. Auch die Marken „Celba“ und „Minerva“ sowie einige kleinere Hersteller fertigten liebenswerte Puppenkinder. Sogar Käthe Kruse ließ 1955 einige ihrer Puppenköpfe aus Tortulon fertigen, wovon Beispiele in der Ausstellung zu sehen sein werden.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Ihre Frisuren, Proportionen und Kleider sowie die Präsenz auf zahlreichen Kinderfotos machen die Celluloid- und Tortulonpuppen zu Zeugen der 1930er bis 1950er Jahre. Das Coburger Puppenmuseum stellt sie daher mit passendem Zubehör in alltäglichen Szenen aus. Die Puppen erzählen von der Kindheit in einer Zeit, die durch große Umbrüche – von der totalen Katastrophe bis zum Wirtschaftswunder – geprägt war. Eine Zeit, in der der Wunsch nach einem eigenen Kinderzimmer groß und die Straße der liebste Spielplatz war.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert


Sie berichten von einer Kindheit, die nach „Arme Ritter“, eingewecktem Obst und am Ende vielleicht sogar nach Milchshake oder Hawaii Toast schmeckte. In ihrem Alltag mussten die Familien noch auf viele Annehmlichkeiten verzichten – ein Glück, dass wenigstens die Puppen in ihren Stuben und Küchen begehrte Einrichtungsgegenstände wie Waschmaschine, Kühlschrank und Nierentisch besaßen!

Parallel dazu zeigt das Museum der Deutschen Spielzeugindustrie gleichfalls eine Ausstellung zum Thema, deren Schwerpunkt die Hersteller und Markenzeichen bildet. Beide Ausstellungen ergänzen einander und können mit einem Kombiticket besucht werden. Beim Besuch der zweiten Ausstellung ist der Eintritt dann ermäßigt.

Impressionen aus dieser Sonderausstellung

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„Die Macher der Sonderausstellung“
v.l.: Museumsleiterin Christine Spiller, Museumsleiter des Museums
der Deutschen Spielzeugindustrie, Udo Leidner-Haber und Museumsleiterin
Jana Burkart

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Alle Fotos: 2015 © Ulrich Göpfert

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