ANYA 17

Theater Meiningen
„ANYA 17“, Kammeroper von Adam Gorb/Ben Kaye
Zum letzten Mal am Samstag, 08. Februar 2014 um 20 Uhr in den Kammerspielen
Im Anschluss Nachgespräch mit Johanna Arenhövel

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Szenenfoto: „ANYA 17“
Foto: 2014 © Theater Meiningen

Der Traum von einem besseren Leben, von einer Zukunft voller Möglichkeiten treibt viele Menschen zu extremen Maßnahmen. Auf unserem Kontinent ist es vor allem der Westen, mit dem sich die Hoffnung vieler Osteuropäer verbindet – und dorthin zieht es auch Anya. Sie glaubt in Uri die große Liebe gefunden zu haben und ist bereit, ihm zu folgen. Doch schon bei der Ausreise verabschiedet sich der großzügige Charmeur unter allerlei Liebesbekundungen und vertraut die junge Frau seinen „Freunden“ an. Zu spät merkt Anya, dass sie in die Fänge von Menschenhändlern geraten ist. Der goldene Westen wird zum Alptraum, wo Anya und ihre Leidensgenossinnen versklavt und zur Prostitution gezwungen werden. Angesichts der täglichen Routine von Drogen und Gewalt scheint schließlich der Tod der einzige Ausweg zu sein …

Nach der Protest-Kantate „Thoughts Scribbled on a Blank Wall“ und „Eternal Voices“, das den Afghanistankonflikt zum Thema hat, ist die etwa 70-minütige Kammeroper „Anya17“ die dritte Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten Adam Gorb und dem Librettisten Ben Kaye. Auch hier war es den beiden ein Anliegen, Aufmerksamkeit auf ein aktuelles Thema zu lenken; das Resultat ist nicht nur ein packendes Drama mit einer plastischen Musiksprache, sondern zugleich eine mitreißende Anklage gegen den auch in unserer Mitte florierenden Menschenhandel.

Rezensent Paul Driver von der „Sunday Times“ beschreibt Gorbs Klangwelt „Im Grunde tonal und mit Gespür für kluge stilistische Zitate, fügt das Stück nachvollziehbar osteuropäische Idiome und die verschlagene Geschmeidigkeit des Jazz zusammen. Während Natalias knallige Nummern nach West-End-Musical klingen, nähert sich etwa das bemerkenswerte Instrumentalzwischenspiel, das Anyas Tiefpunkt markiert, der Intensität von Alban Bergs Werken.“

Nicht nur das Meininger Debüt des jungen Kreativteams, der Regisseurin Mareike Zimmermann und Ausstatterin Isabel Graf, überzeugte, auch die Leistungen der Sänger ernteten viel Lob.

Am 8. Februar ist die Kammeroper von Adam Gorb/Ben Kaye zum letzten Mal in Meiningen zu erleben, bevor sie im Juni 2014 ihre USA-Premiere in San Francisco feiert.

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Nachgespräch mit Johanna Arenhövel, der Gleichstellungsbeauftragte des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit, statt.

Zum letzten Mal (keine Bespielung am Landestheater Eisenach)
„ANYA 17“ Kammeroper von Adam Gorb/ Ben Kaye
SA, 8.2.2014, 20 Uhr, Kammerspiele
Im Anschluss Nachgespräch mit Johanna Arenhövel

Karten und weitere Termine unter
03693/ 451-222,-137
oder www.das-meininger-theater.de

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