Design als Innovationstreiber

 „Design als Innovationstreiber“– Porzellanhighlights aus 25 Jahren
Jury wählte 50 herausragende Design-Produkte für die Ausstellung „PORZELLAN FÜR DIE WELT. 200 Jahre Porzellan der bayerischen Fabriken“

Selb
Ob die Serie Moon von Rosenthal des Designers Jasper Morrison, Tric von Arzberg von Michael Sieger oder die Hotelform Event von Schönwald des Designers Carsten Gollnick – die besten 50 Designprodukte aus den letzten 25 Jahren bayerischer Porzellanproduktion können Besucher ab dem 18. Juli im Porzellanikon bestaunen.

Unter dem Motto „Design als Innovationstreiber“ beschäftigt sich ein Teil der großen Sonderausstellung „PORZELLAN FÜR DIE WELT. 200 Jahre Porzellan der bayerischen Fabriken“ am Standort Selb speziell mit der Porzellangeschichte zwischen 1989 und heute. Die „50 best of“ bietet den Besuchern einen interessanten Einblick in die Branche, zeigt die Vielfalt und die Veränderungen und lässt die jüngste oberfränkische Porzellangeschichte Revue passieren.

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Die Jury bei der Arbeit:
von links nach rechts: Claudia Zachow, Kuratorin Porzellanikon; Wilhelm Siemen, Direktor Porzellanikon; Dr. Angelika Nollert, Direktorin der Neuen Sammlung München und des Designmuseums; Barbara Schmidt, Designerin und Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; Dr. Silke Claus, Geschäftsführerin der bayern design GmbH Nürnberg; Dr. Wolfgang Schepers, Direktor des Kestner Museums Hannover

Extra für die Ausstellung hatte die vierköpfige Fachjury am 10. Juni 2014 die Qual der Wahl: Über hundert Produktgruppen aus den Bereichen Haushalts-, Hotel- und Zier-Porzellan waren von den Unternehmen eingereicht worden. Als Kriterien standen neben gestalterischer Qualität und handwerklicher Ausführung auch Innovation und wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz im Vordergrund. Zur Jury, die unter dem Vorsitz von Dr. Silke Claus, Geschäftsführerin der bayern design GmbH, stand, gehörten ebenfalls Dr. Angelika Nollert, Direktorin Die Neue Sammlung München, Dr. Wolfgang Schepers, Direktor des Museum August Kestner Hannover sowie Barbara Schmidt, Designerin und Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.

Die spannendsten Veränderungen hinsichtlich Gestaltung stellte die Jury im Bereich Hotelporzellan fest. Hier versuche man mit einer ganz breiten Vielfalt und hoher Wertigkeit zu individualisieren. Es sei gelungen, neue, verbesserte Scherben aus Hartporzellan herzustellen, die wie Bone China anmuten aber viel robuster sind, etwa Noble China für die Serie purity von Bauscher. „Spannend ist zu beobachten, wie sich die Firmen vor dem Hintergrund der Globalisierung in den vergangenen 25 Jahren neu aufgestellt haben“, erklärt die Juryvorsitzende Dr. Silke Claus. Wie wichtig eine Marke und die richtigen Produkte für das Überleben des Unternehmens sind. Im Haushaltsbereich nehmen die Funktionalität und die Kombinierbarkeit untereinander zu. Dafür stehen Exponate wie No Limits von Seltmann Weiden.

Hintergrund:
Noch heute ist Bayern die bedeutendste Porzellanregion Europas. Erstmals gibt nun das Porzellanikon, das Staatliche Museum für Porzellan, einen umfassenden Einblick in die Erfolgsgeschichte der bayerischen Porzellanfabrikation, die mit der Gründung der Porzellanfabrik Hutschenreuther vor 200 Jahren in Hohenberg ihren Anfang nahm.

Vom 18. Juli bis 30. November zeigt das Porzellanikon die große Sonderausstellung „Porzellan für die Welt – 200 Jahre Porzellan der bayerischen Fabriken“. 2.000 Exponate geben an den beiden Standorten des Porzellanikons einen facettenreichen Einblick in Porzellangeschichte und -vielfalt.

Porzellanikon -  Staatliches Museum für Porzellan
Hohenberg a. d. Eger/Selb
Werner-Schürer-Platz 1
95100 Selb
Fon  0 92 87.91 800-0
Fax  0 92 87.91 800-30
www.porzellanikon.org

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