Störtebeker Festspiele 2014 auf der Insel Rügen

Störtebeker Festspiele 2014 auf der Insel Rügen
„Gottes Freund“ vor über 8.000 Besucher –  Ein fulminanter Erfolg

Insel Rügen/Coburg
In diesem Jahr waren meine Frau und ich zum ersten Mal bei den Störtebeker Festspielen auf der Insel Rügen im Open-Air Theater am „Großen Jasmunder Bodden“. Am Vormittag des 14. Juli 2014 war das Wetter alles andere als Freilufttheater tauglich, denn es goss wie aus Kübeln. Aber welch Wunder, am Nachmittag hatten sich die Regenwolken verzogen und der Himmel klarte auf. So stand dem Besuch der Abendveranstaltung der Störtebeker Festspiele nichts mehr im Wege.

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Foto: 2014 © Ulrich Göpfert

Der große Jasmunder Bodden bietet als Naturbühne den Schauplatz der Abenteuer des legendären Seeräubers Klaus Störtebeker. Bei der Aufführung wirken über 150 Schauspieler mit, es sind Schiffe, Pferde und viele Spezialeffekte dabei. Den Abschluss jeder Aufführung bildet das große Feuerwerk über der Bucht und lässt den Theaterabend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

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Foto: 2014 © Ulrich Göpfert

Es war eine opulente Inszenierung sowie ein fulminanter Erfolg für die ausgezeichneten Schauspieler. Beim Theaterpublikum fand diese Aufführung einen sehr positiven Anklang vor voll besetzten Plätzen.

Die Helden der Festspiele, Bastian Semm und Andreas Euler, eroberten das Publikum wieder einmal im Sturm. Das großartige Schauspieler- und Kleindarstellerensemble wurde mit reichlich Zwischenapplaus und Standing Ovations am Ende des Abends belohnt.

„Gottes Freund“ – Die Handlung

Wir schreiben das Jahr des Herrn 1393
Drei lange Jahre währte nun schon der Krieg zwischen Mecklenburg und Königin Margarete von Dänemark. Es geht um Schweden. Drei Jahre trotzt nun die Festung Stockholm, als Mecklenburgs letzte Bastion, allen Angriffen der Dänenkönigin. Hat sie Stockholm, dann hat sie Schweden und kann sich die dritte Krone auf ihr stolzes Haupt setzen.

Doch das mecklenburgische Herrscherhaus vergibt Kaperbriefe an alle, die der „Dänenkönigin“ schaden und der eingeschlossenen Feste Hilfe bringen wollen. So sammeln sich um Klaus Störtebeker und Goedeke Michels mutige Seefahrer, welche die Blockade vor Stockholm durchbrechen wollen. Auf ihnen ruhen Stockholms wie Mecklenburgs letzte Hoffnungen.

„Gottes Freund und aller Welt Feind“, so hallt ihr Schlachtruf über die See
Der Osten - sprich Mecklenburg, ist Goldgräber Land. Hier sind die Gesetze und Richtlinien der Hanse außer Kraft gesetzt. Das bewegt den Lübecker Kaufmann Westhoff den Schwerpunkt seines Handels nach Wismar zu verlegen, verspricht doch der Handel mit der Kaperware der Piraten enorme Gewinne. Kaufmann Westhoff, der in der Abfolge dieser Geschichte den gewissenlosen Kaufmann Langendoorp ersetzt, zeigt die sich ewig wiederholende Geschichte unserer Menschheit auf. Ob gut oder böse, alle Facetten des Handelns in der Geschichte der Menschen wachsen nach und sterben nie aus.

Störtebeker und Goedeke, gerade von einer Fahrt von Stockholm zurück, werden von der Landesherrin Herzogin Ingeborg in Wismar aufgesucht und beauftragt sie zu den Verhandlungen um die Feste Stockholm zu begleiten. Goedeke und Magister Wigbold folgen dieser Aufforderung. Klaus bleibt zurück, bereitet die nächste Versorgungsreise für Stockholm vor.

Die Mission von Herzogin Ingeborg endet im Fiasko
 Goedeke wird in Ketten gelegt und Ingeborg tritt ohne Hoffnung auf eine Veränderung ihre Heimreise an. Zu allem Überdruss gärt es in der Feste. Denn nicht nur Mecklenburger, auch Schweden hatten auf Albrecht, den in Gefangenschaft geratenen König von Mecklenburg, ihren Eid geschworen. Jetzt hungern sie gemeinsam in der Feste. Aber - Margaretes Angriffe bleiben erfolglos. Dies verleiht den Mecklenburgern Mut zum Durchhalten - treibt die Schweden aber zur Weißglut, halten sie doch die Festung gegen die eigenen Landsleute und leiden Hunger.

Der Befehlshaber der Festung, Albrecht von Pecatel, sieht sich nicht nur mit einem möglichen Aufstand in der Feste konfrontiert, sondern auch mit einer alle Festungsmauern sprengenden gewaltigen Bombarde, die der gewissenlose Lübecker Kaufmann Westhoff der dänischen Königin liefert.

Aber die Königin hat ihre Rechnung ohne Klaus Störtebeker gemacht
Er bringt die Königin und die gewaltige Bombarde in seine Gewalt. In einem Kampf auf Leben und Tod mit Margaretes Heerführer Swarte Skaaning, glaubt Klaus Störtebeker, ein schonendes und schnelles Ende des Krieges herbeiführen zu können. Störtebeker gewinnt, jedoch gibt Margarete weder Schweden, noch den gefangenen König Albrecht, frei.

So kann Störtebeker nur für einen Wimpernschlag der Geschichte die Niederlage Mecklenburgs verhindern und die Feste Stockholm retten. Denn noch drei weitere Jahre sollten die Männer um Goedeke Michels und Klaus Störtebeker die Blockade um die eingeschlossene Feste Stockholm durchbrechen müssen, um die verbliebenen Mecklenburger mit Vitalien, Ausrüstung und Waffen zu versorgen. Dann wurden die Mecklenburger Häfen Wismar, Rostock und Ribnitz auf Druck der Allianz geschlossen.

Aber das ist eine Geschichte, die dem Publikum im Jahre 2015 erzählt wird.

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Foto: 2014 © Ulrich Göpfert

„Auf dieser beeindruckenden Bühne, einer historischen Figur Leben einzuhauchen - da ist Authentizität im Spiel, echter geht es wirklich nicht! Was für ein einmaliger Abend - was für ein Publikum!“, strahlt Bastian Semm. Sein Kollege Andreas Euler ergänzt: „Das Team der Festspiele ist großartig und unsere Schauspielkollegen sind einfach fantastisch. Die Probenzeit war sehr intensiv, wir haben alle hart gearbeitet. Nun sind wir sehr glücklich darüber, dass wir endlich jeden Abend im Bühnensand vor Publikum toben dürfen. Das Stück gefällt - was wollen wir mehr?“

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Foto: 2014 © Ulrich Göpfert

Einen weiteren überraschenden, sowie auch sehr romantischen Höhepunkt erlebten das begeisterte Auditorium und das Team der Festspiele beim großen Abschlussapplaus. Als Gitarrenmusik erklang, dass Heldenpferd, Friesenhengst Vulcano, 50 rote Rosen brachte und Hauptdarsteller Bastian Semm seine Freundin Claudia Gaebel auf die Bühne bat, war allen Beteiligten klar - er hält um ihre Hand an. Tosender Applaus erschallte als die junge Frau „Ja“ sagte – ein romantischer Abschluss, eines wunderschönen Abends.

Weitere Impressionen dieser Aufführung im Bild festgehalten:

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Alle Fotos: 2014 © Ulrich Göpfert

Dieser Abend wird uns als unvergessliches Erlebnis im Gedächtnis bleiben.

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Plakat 2014 "Gottes Freund"
© Störtebeker Festspiele GmbH Co. KG
Foto/Autor: Anna-Theresa Hick
Maler: Wolfgang Behrend

Der Anfang der Theatersaison ist gut überstanden und einer erfolgreichen Saison steht nun nichts mehr im Weg. Gespielt wird „Gottes Freund“ noch bis zum 6. September 2014, immer Montag bis Samstag, jeweils um 20 Uhr.

Vorschau auf das Jahr 2015
Im Jahr 2015 wird dann „Aller Welt Feind“ vom 20. Juni bis 05. September 2015 auf der Naturbühne Jasmunder Bodden gespielt – dieses einmalige Erlebnis sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Karten für die Störtebeker Festspiele erhalten Sie unter
www.stoertebeker.de 
oder über die Tickethotline: 03838 31100.

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