Grenzöffnung noch einmal lebendig

Partnerstädte Hof und Plauen machen Grenzöffnung
noch einmal lebendig

Trabbi-Konvoi fährt am 9. November über die ehemalige deutsch-deutsche Grenze

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v.l. Hofs Oberbürgermeister Dr.. Harald Fichtner und sein Plauener Amtskollege Ralf Oberdorfer freuen sich auf das Revival der Grenzöffnung. Dahinter im Trabant: Albrecht Gemeinhardt, der 1989 als erster mit seinem Fahrzeug die deutsch-deutsche Grenze überquerte.

Hof/Plauen
Es ist eine der wohl spektakulärsten Aktionen im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum der innerdeutschen Grenzöffnung: Die Städte Hof und Plauen machen am 9. November die Ereignisse rund um die Maueröffnung noch einmal lebendig und holen die Bilder der damaligen Zeit ins Bewusstsein zurück. Insgesamt 100 Trabanten, Wartburgs und Wagen russischer Bauart werden dann ab 11 Uhr von Plauen im Sächsischen Vogtland aus über die B173 in die bayerische Partnerstadt Hof rollen. Dabei passieren sie auch die ehemalige deutsch-deutsche Grenzstation bei Ullitz, wo sich symbolhaft noch einmal ein Schlagbaum hebt. Erwartet werden neben Schaulustigen auch Medienvertreter und Kamerateams aus der ganzen Bundesrepublik.

Dass der Konvoi durch Ullitz führt, hat einen historischen Hintergrund:
Am 12. November 1989 wurde aufgrund des immer stärker zunehmenden Fahrzeugverkehrs auf der damaligen Transitstrecke bei Hirschberg/Rudolphstein ein weiterer Übergang auf der F 173 (DDR-Bezeichnung)/B 173 (bundesdeutsche Straßenbezeichnung) bei Ullitz eröffnet. Tausende von DDR-Besuchern strömten nach Oberfranken um Begrüßungsgeld zu empfangen.

Die Organisatoren haben es bei ihren Vorbereitungen zum Trabbi-Konvoi 2014 nicht an Detailliebe fehlen lassen: Nachdem die Oberbürgermeister beider Partnerstädte, Ralf Oberdorfer aus Plauen und Dr. Harald Fichtner aus Hof, in Ullitz noch einmal die Grenze geöffnet haben, warten auf bayerischer Seite sogar Passanten mit Geschenken auf die aus der ganzen Bundesrepublik anreisenden Fahrer. Doch mehr noch: „Auch Grenzbeamte in historischen Uniformen werden vor Ort sein und gute Fotomotive liefern“, so Steffi Behncke von der Stadtverwaltung Plauen.

Der Weg führt den Konvoi dann zur Hofer Freiheitshalle,
wo zu Wendezeiten viele DDR-Bürger auf Feldbetten Unterschlupf fanden. „Am 9. November 2014 nun warten zwar keine Feldbetten, aber das Technische Hilfswerk mit einem Imbiss und heißen Getränken auf die Teilnehmer der historischen Fahrt. Wir rechnen gegen 13 Uhr mit dem Eintreffen der Fahrzeuge in Hof“, erklärt Jürgen Stader aus der Hofer Hauptverwaltung. Angeführt werden die historischen Fahrzeuge durch Albrecht Gemeinhardt aus Sachsgrün, der schon vor 25 Jahren als Erster mit seinem Trabant die Grenze passierte.

Ein Hinweis:
Für Besucher aus Hof organisiert die Stadt Hof einen Bus-Shuttle nach Ullitz, da dort keine Parkplätze vorhanden sind. Der Bus nach Ullitz fährt an der Freiheitshalle um ca. 11.00 Uhr ab. Anmeldungen für den Bustransfer nimmt Jürgen Stader unter Tel. 09281/815-1116 und per Email unter  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  entgegen.

Geplanter Ablauf im Detail:    

11:00 Uhr Treffen der ca. 100 Trabis in Plauen am Oberen Bahnhof

11:15 Uhr Abfahrt des Konvois in Plauen

12:00 Uhr „Die Grenze wird dicht gemacht“ – Sperrung der B 173 am authentischen Ort mit anschl. „Grenzöffnung“ durch die Oberbürgermeister und Landräte (kurze Grußworte).

12:15 Uhr Der damals schon 1. Trabant fährt durch die geöffnete Sperranlage Richtung Westen; am Steuer: wie damals Albrecht Gemeinhardt aus Sachsgrün

13:00 Uhr Ankunft der Fahrzeuge am Volksfestplatz hinter der Freiheitshalle, dort Versorgung durch „Feldküche“ des THW mit Kartoffelsuppe, Tee und Softdrinks.

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