„Der Zigeunerbaron“ - Premiere

„Der Zigeunerbaron“
Coburger Sommeroperette 2015
Premiere war am Mittwoch, 12. August 2015 auf der Waldbühne
in Bad Rodach - OT Heldritt

Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Der Zigeunerbaron ist eine Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn). Das Libretto stammt von Ignaz Schnitzer und basiert auf der Novelle Sáffi von Mór Jókai. Johann Strauss komponiert diese Operette in zweijähriger Arbeit. Neben "Der Fledermaus" und "Eine Nacht in Venedig" wird dieses Werk zu einem seiner größten Bühnenerfolge.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Ungarisches Temperament und mitreißende Rhythmen erlebten die Besucher am vergangenen Mittwochabend bei der Premiere von „Der Zigeunerbaron“ - Johann Strauss' zweiter Meisteroperette – aufgeführt auf der Waldbühne in Heldritt im Rahmen der Coburger Sommeroperette 2015.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert


Der Zigeunerbaron ist neben der Fledermaus die beliebteste Operette von Johann Strauss, die das Publikum durch geniale musikalische Arrangements und originellen Witz immer wieder begeistert. Der Walzerkönig verarbeitete die schwungvollen Melodien der goldenen Wiener Operette ebenso, wie die feurigen Rhythmen ungarischer Volksmusik. Die mitreißende Musik und nicht zuletzt das geistreiche Libretto des Magyaren Ignatz Schnitzer, das mitunter ironisch-scharfsinnige Dialoge enthält, machen diese Operette seit seiner Uraufführung am 24. Oktober 1885 in Wien bis heute zu einem Bühnenerfolg.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Viele Melodien aus „Der Zigeunerbaron“ sind dank der Strauss'schen Heiterkeit zum Volksgut geworden und haben somit einen hohen Wiedererkennungswert. Fröhliche Lieder wie der Schatzwalzer - Ha, seht, es blinkt, es winkt, es klingt! -, das Hochzeitskuchen-Tanzlied, Barinkays Auftrittslied mit dem Walzerrefrain - Ja, das alles, auf Ehr' - oder Zsupans Couplet vom - Borstenvieh und Schweinespeck - haben an ihrer Beliebtheit nichts eingebüßt. Von den lyrischen Stücken ist das anrührende Duett - Wer uns getraut - am bekanntesten geworden.

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Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Für alle Freunde der Operette war die Premiere „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauss ein kultureller Hochgenuss! Das wurde vom begeisterten Publikum bezeugt mit Bravo-Rufen und kräftigem Beifall.

Vorgeschichte

Die ungarischen Grenzländer in Siebenbürgen sind vom Krieg verwüstet. Der türkische Statthalter, der Pascha von Temesvár, musste fliehen und seine kleine Tochter Saffi zurücklassen, die, von der alten Zigeunerin Czipra behütet, als Zigeunerin aufwächst. Die wohlhabende Familie Barinkay, mit dem türkischen Pascha befreundet, musste ins Exil gehen.

Handlung in 3 Akten

Erster Akt

In einem kleinen Dorf in der Puszta: Als die Türken vor den christlichen Herren überstürzt fliehen müssen, können sie ihre Kriegskasse nicht mitnehmen und verstecken sie daher in der Hoffnung, sie später wieder zurückholen zu können. Auch die kleine Tochter eines türkischen Anführers bleibt zurück und wird von der Zigeunerin Czipra großgezogen.

Ein junger Flüchtlingssohn namens Sandor, Sohn des vertriebenen ungarischen Grafen Barinkay, kehrt in seine Heimat zurück. Sein elterliches Gut wurde allerdings längst vom Grundbesitzer Kalman Zsupan in Besitz genommen. Deshalb wirbt Sandor bei ihm um die Hand seiner Tochter, in der Hoffnung, er könne so die Wogen glätten. Diese lässt ihn allerdings eiskalt abblitzen.

Währenddessen erkennen die Zigeuner in Sandor den Sohn des ehemaligen Gutsbesitzers und küren ihn zu ihrem Baron. Daraufhin verliebt sich Sandor in das Zigeunermädchen Saffi. Sie wird seine Braut.

Zweiter Akt

Saffi träumt in der Brautnacht, wo die türkische Kriegskasse versteckt liegt. In der alten Schlossruine wird der Schatz auch wirklich gefunden. Zsupan und der Kommissär haben moralische Bedenken gegen die wilde Ehe von Saffi und Barinkay. Die beiden Liebenden wissen sich aber zu rechtfertigen.

Graf Homonay wirbt für den Krieg gegen Spanien. Zsupan und Ottokar lassen sich für die Armee anwerben und Barinkay stellt seinen Schatz zur Verfügung. Jetzt beweist Czipra, dass das vermeintliche Zigeunermädchen Saffi eigentlich die Tochter des letzten Paschas ist. Betrübt beschließt Barinkay, auf die Ehe mit einer solchen Standesperson zu verzichten, und wird ebenfalls Soldat.

Dritter Akt

Die Spanier sind besiegt und die Truppen kehren zurück. Kalman Zsupan prahlt von seinen Taten, doch in Wirklichkeit hat er sich im Krieg nur bereichert. Ein echter Held aber war Barinkay und wird von der Kaiserin Maria Theresia zum Baron ernannt. Nun kann der einstige „Zigeunerbaron“ standesgemäß seine Saffi heiraten.


Besetzung

Musikalische Leitung: Ivan Boldog

Inszenierung: Vincent Wojdacki

Bühnenbild: Frieder Klein

Choreinstudierung: Stefan Meier

Choreografie: Jan Reimitz

Kostüme: Fundus Bühnen Graz/Mörbisch

Kostümbild: Ines Höllein, Adelheid Frankenberger

Regieassistenz: Friederike Möbus

Abendspielleitung: Julia Terwald

Lichtdesign/Techik: Ralf Beyer

Inspizienz/Requisite: Silvia Denk

Maske: Carola Elflein, Susanne Abdel-Razaq, Irmtraud Mittelbach

Produktionsleitung: Adelheid Frankenberger


Darsteller
                                             

Graf Peter Hoomonay: Dirk Mestmacher

Conte Carnero: Jan Reimitz

Sandor Barinkay: Harrie van der Plas/Giorgio Valenta 

Kalman Zsupan: John Sweeney

Arsena: Anita Taube

Mirabella: Sylvia Denk

Ottokar: Johannes Eitzeroth

Czipra: Gabriela Künzler

Saffi: Eva-Marie Misinksi

Adlatus: Sebastian Schaffer

Statisterie, Chor und Orchester der Coburger Sommeroperette,

Ballett- und Tanzstudio Ramona und Dominique Scholz


Impressionen „Der ZIGEUNERBARON“

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Alle Fotos: 2015 © Ulrich Göpfert

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Spielplan 2015 – Die weiteren Termine

Waldbühne Heldritt

"DER ZIGEUNERBARON"

Operette von Johann Strauss (Sohn)

Donnerstag 13. August 2015    19.30 Uhr   

Freitag         14. August 2015    19.30 Uhr 

Samstag      15. August 2015    14.00 Uhr 

Samstag      15. August 2015    19.30 Uhr

Sonntag       16. August 2015    18.00 Uhr                            

Mittwoch      19. August 2015    19.30 Uhr

Donnerstag  20. August 2015    19.30 Uhr 

Freitag         21. August 2015    19.30 Uhr  

Samstag      22. August 2015    14.00 Uhr

Samstag      22. August 2015    19.30 Uhr

Sonntag       23. August 2015    18.00 Uhr   
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Bad Rodach:

Orchesterkonzert

"Altstadt-Serenade" In Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Rodach

Dienstag, 18. August 2015 um 20.30 Uhr

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Waldbühne Heldritt:

Matinee: "Joe Wulf and the Gentleman of Swing"

Sonntag, 23. August 2015  um 11.00 Uhr

Joe Wulf and the Gentlemen of Swing in Kooperation mit
dem Musikverein Beiersdorf

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Sprachauswahl

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