DIE NIBELUNGEN

Theater Meiningen
Friedrich Hebbels
DIE NIBELUNGEN
in der Inszenierung von Oberspielleiter Lars Wernecke
am Freitag, den 11. und Sonntag, den 13. September im Großen Haus

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Szenenfoto Nibelungen
Foto: 2015 © Marie Liebig

Am Hof in Worms wird ein Pakt geschlossen: Siegfried bekommt König Gunthers Schwester Kriemhild zur Braut, wenn er die unbezwingbare Brunhild stellvertretend für Gunther besiegt. Es wird Stillschweigen vereinbart – und schon bald gebrochen. Siegfried wird von Hagen hinterhältig ermordet. Die Witwe Kriemhild fordert Vergeltung – an Hagen, an Gunther, an den Nibelungen.

Viele Jahre später vollzieht sie endlich ihre Rache
Aus einem Familienstreit wird der Untergang einer Epoche. Hebbel zeigt uns in spektakulären Bildern und in seiner scharf treffenden, manchmal ironischen und auch humorvollen Sprache Menschen, denen radikale, schreckliche Triebe zu eigen sind, denen die Vernunft und das Herz abhandenkamen und die dennoch gerade ihrer Radikalität und Boshaftigkeit wegen, eine gefährliche Faszination ausstrahlen. Vergleichbar den Charakteren aus den Filmen von Quentin Tarantino oder Oliver Stone.

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Szenenfoto Nibelungen
Foto: 2015 © Marie Liebig

Sie sind ein deutscher Urstoff, diese Nibelungen
Das mittelalterliche Epos faszinierte Generationen von Dichtern, Komponisten, Schriftstellern und Filmemachern. Richard Wagner, J.R.R. Tolkien, Fouqué und Fritz Lang sind einige illustre Namen aus dem Kreis der Bearbeiter des Sagenstoffes. Friedrich Hebbel hat im 19. Jahrhundert in seiner Dramenversion neue Akzente gesetzt. Ihn interessieren die Entwicklung und Reibung des Individuellen und sein Scheitern an der Gesellschaft. Wenn wir heute den permanenten Widerspruch zwischen einer Ideologie, Handeln und Verhandeln tagtäglich erleben, sind wir schnell bei dem Widerspruch zwischen der behaupteten ständigen Erweiterung des Individuellen und einer totalen Entrechtung und Entmachtung des Einzelnen.

Regisseur Lars Wernecke und Ausstatter Helge Ullmann werden Hebbels Drama in großartigen und archaischen Bildern auf die Meininger Bühne bringen und sich dabei auch nicht scheuen, zu überprüfen, ob nicht doch die eine oder andere Parallele zum Zustand unserer heutigen Welt in dem über tausend Jahre alten Stoff zu finden ist.

Regie: Lars Wernecke

Bühnenbild & Kostüme: Helge Ullmann

Dramaturgie & Stückfassung: Dr. Patric Seibert

Gunther, König von Burgund: Sven Zinkan

Siegfried: Phillip Henry Brehl

Hagen Tronje: Björn Boresch

Dankwart, Hagens Bruder: Vivian Frey

Volker, der Spielmann: Renatus Scheibe

Giselher, Bruder des Königs: Hannes Sell

König Etzel: Peter Bernhardt

Dietrich von Bern: Reinhard Bock

Markgraf Rüdeger: Hans-Joachim Rodewald

Werbel, Etzels Spielmann: Michael Jeske

Hildebrant: Peter Liebaug

Ute, Mutter des Königs: Ulrike Walther

Krimhild, Schwester des Königs: Meret Engelhardt

Brunhild, Königin von Isenland: Evelyn Fuchs

Frigga, ihre Amme: Anja Lenßen

Kaplan/Hunne: Stefan Schael

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