Nacht der Kontraste

Nacht der Kontraste
3. Coburger Museumsnacht am 8. September 2007 -
Ein Erlebnis der besonderen Art

Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert

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Schloss Ehrenburg – Stadtschloss der Coburger Herzöge

Das meine Geburtsstadt Coburg eine wunderschöne Stadt ist brauche ich wohl nicht weiter zu betonen, denn die internationalen Leser meines Internetportales können sich fast täglich ein Bild davon machen. Heute möchte ich mit meinen „Fotoimpressionen“ einen kleinen Eindruck von der gestrigen „Nacht der Kontraste“ auf diesen Seiten wiedergeben, wie gesagt einen kleinen Eindruck, denn es war mir nicht möglich alle Stationen zu besuchen. Die Gründe dafür sind mit gesundheitlicher und vor allem zeitlicher Art zu begründen. Deshalb habe ich mich im Wesentlichen auf die drei neu dazugekommenen Objekte und Schloss Ehrenburg konzentriert.

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Salvatorkirche

Beginnen möchte ich mit der Salvatorkirche. Sie liegt unweit der Morizkirche etwas versteckt in der Unteren Anlage. Es ist eine evangelisch-lutherische Friedhofkirche des 1494 angelegten Salvatorfriedhofes. Die Kirche, ein Saalbau mit dreiseitig geschlossenem Chor, wurde von 1660 bis 1662 gebaut. Die Steine stammen zum größten Teil vom zerstörten, herrenlos gewordenen Schloss zu Schlettach

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Salvatorkirche - Innenraum

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Im Himmel und unter der Erde: Die Initiative Stadtmuseum Coburg eröffnete zur Museumsnacht eine Präsentation zur Salvatorkirche
Volkskundler Hubertus Habel führte in die Geschichte der Kirche und der Coburger Begräbnisstätten ein

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Alte Grabsteine des ehemaligen Friedhofs

Der Friedhof wurde 1494 angelegt und Anfang des 17. Jahrhunderts ummauert

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Verborgen und vergessen, aber anlässlich der Museumsnacht ins Licht gerückt,
die „Alte Posthalterei“

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Coburgs malerische Innenhöfe sind meist in Privatbesitz – und deshalb nicht zugänglich. Wie das Anwesen Ketschengasse 11 mit seinem kleinen romantischen Atrium mit zweigeschossiger Loggia und historischem Pflaster. Was in Vergessenheit geriet: Ab 1694 befand sich hier eine Poststation von Thurn & Taxis

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In der Museumsnacht konnten die Besucher hier Station machen. Bei einem kleinen Imbiss und einem Glas Wein wurde die intime Atmosphäre, die das Haus der Kerzen und das Lampenstudio Stirtzel mit Hunderten Lichtern erzeugte, genossen

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Ein paar Schritte weiter erreicht man den Marktplatz mit seinem historischen Rathaus.
Das Rathaus in Coburg wurde 1579 vom Steinmetz und Baumeister Hans Schlachter errichtet, nach dem das alte Rathaus zu klein geworden war. Es entstand ein großer sehenswerter Renaissance-Bau, gleich neben dem gotischen alten Rathaus

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Besonders bemerkenswert ist der kunsthistorisch bedeutende
„Coburger Erker“ des Rathauses

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Weiterhin erhalten ist der große Ratssaal mit seiner von drei Holzsäulen gestützten Balkendecke aus dem Jahre 1598

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Am Eingang des Rathauses empfingen Trommler und Pfeiffer die Besucher

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… und ein Mann aus Beton: „Denkmal für einen Kunstbetrachter“ heißt eine Statue des Coburger Künstlers Hannes Zips. Der aus Beton gefertigte Mann ist im wahrsten Sinne ein „Blickfang“
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Der Stadtheilige Mauritius (Beatrice Höllein) erzählte alte Rathausgeschichte(n)

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Prinz Friedrich Josias (Hans Jürgen Schmidt) war mit seinen Pfeiffern und Trommlern in die Regimentsstube des Rathauses eingezogen und berichtete über sein Leben und seine militärischen Erfolge

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Bei meinem Rundgang im Rathaus traf ich auch eine Abordnung der „Kronacher Bürgerwehr“ –
hier bei der Begrüßung durch den Stadtheiligen Mauritius (Bildmitte)

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Der Coburger Marktplatz in der Bildmitte im Hintergrund der Turm der Stadtkirche St. Moriz.1323 wird die Morizkirche in einer päpstlichen Urkunde erstmals erwähnt. Martin Luther predigte hier zu Ostern des Jahres 1530

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Im Vorübergehen, auf dem Weg zum Stadtschloss Ehrenburg, werfen wir noch einen Blick auf das Stadthaus…

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und die Hofapotheke am Marktplatz

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Schloss Ehrenburg

Die Privaträume des Herzogshauses Coburg-Gotha waren zur Besichtigung freigegeben

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Schloss Ehrenburg - Riesensaal
Dipl.-Restaurateurin Inga Pelludat vom Restaurierungszentrum der Bayerischen Schlösserverwaltung München hat 2003 fast ein Jahr daran gearbeitet, den alters- und klimabedingten Verfall des in der Ehrburg hängenden wertvollen Cranach-Gemäldes „Der Schmerzensmann“ zu stoppen. Mit welchen Methoden, Instrumenten und Ergebnissen die Rettung gelang, zeigte ihr Praxisbericht

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Viele Besucher nutzten diesen Abend zu einem Besuch in der Coburger Ehrenburg

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Ein Blick von der Ehrenburg in die Herrngasse

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Königlicher Besuch in Schloss Ehrenburg zu Gast
Queen Victoria von England (Birgit Jäckel-Beck, Kunsthistorikerin und Fremdenführerin), die mit Prinz Albert aus dem Hause Coburg verheiratet war konnte man an diesem Abend dort antreffen.

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Ein letzter Blick von der Ehrenburg zu den Arkaden und dem Hofgarten

Alle Fotos: 2007 © Ulrich Göpfert

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