Atrium Quintett mit Welturaufführung

Atrium Quintett mit Welturaufführung

Samstag, 15. Mai um 20 Uhr im Porzellanikon Selb


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Atrium Quintett

Pawel Kondakow, Angela Symalla, Thomas Faltlhauser,
Ulrike Lawrence, 
Alan Korck

 

Am Anfang stand die Begeisterung für die Musik: Denn obwohl alle fünf Musikerinnen und Musiker des Atrium Quintettes Orchestermitglieder bei den Hofer Symphonikern sind, war ihnen das noch nicht genug. „Wir wollten unsere Arbeit intensivieren. Der Musikeralltag kann langweilig werden“, sagt Alan Korck, Hornist der Gruppe. „Das Spiel im Quintett hingegen ist eine größere Herausforderung, man gewinnt viel dabei, es bereichert ungemein.“

 

            Neben Korck gehören zu dem 2005 gegründeten Bläserensemble Thomas Faltlhauser (Klarinette), Ulrike Lawrence (Flöte), Pawel Kondakow (Oboe) und Angela Symalla (Fagott).  Das besondere an dem intimen Klangkörper ist jedoch darüber hinaus, dass man aus drei unterschiedlichen Ländern, ja unterschiedlichen Erdteilen stammt. „Da kommen verschiedene nationale Prägungen und Schulen zusammen, verschiedene Klangvorstellungen – das macht unser Quintett besonders vielfältig im Klang“, ist Korck überzeugt. Was hervorragend zu deren Intention passt, die ohnehin der Vielfalt und dem Klangreichtum gilt, was man anhand der fünf verschiedenen Blasinstrumente und ganz unterschiedlicher Werke vorstellen möchte. Das Atrium Quintett tritt deutschlandweit und im europäischen Ausland auf.

 

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            Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Königstraum und Massenware. 300 Jahre europäisches Porzellan“ haben die Musiker ein Programm zusammengestellt, das am Übergang der Romantik zur Spätromantik mit dem 1898 komponierten Bläserquintett in C-Dur von August Klughardt einsetzt. Es folgt  die Suite „Le Bourgeois Gentilhome“ des Tschechen František Bartoš, ursprünglich für die Produktion von Molières gleichnamiger Satire komponiert. Schließlich folgen sechs Bagatellen für Bläserquintett von György Ligeti, die der Komponist 1950 aus dem umfangreicheren Klavierwerk „Musica ricercata“ ableitete.

 

            Der Höhepunkt des abwechslungsreichen Programms aber dürfte die Uraufführung  des „Wind Quintets“ in drei Sätzen von Peter J. Lawrence werden. Der 1965 geborene Engländer und Solotrompeter wurde am Royal College of Music in London ausgebildet. Als Komponist trat er 1999 erstmals in Erscheinung. Das „Wind Quintet“ komponiert er, als ihm bei einem Konzertbesuch auffiel, „dass Holzbläserquintette immer dieselben zehn Werke spielen“, wie es im Pressetext heißt. Mit seiner Neukomposition seien „Klangbilder entstanden, die den Farbreichtum des Quintettklanges herausstellen“. Doch Lawrence hat das Stück darüber hinaus eigens für seine Musikerkollegen aus Hof geschrieben. „Damit kommt dazu, dass er uns alle als Musiker kennt, unsere Techniken, unsere Stärken. So entstand ein Stück Gegenwartsmusik, virtuos, aber zugänglich“, beschreibt es der Hornist der Gruppe. Der Komponist ist anwesend.

 

            Das Porzellanikon ist stolz darauf, dass das „Wind Quintet“ im Rahmen der erfolgreichen Jubiläumsausstellung „Königstraum und Massenware“ erstmals weltweit zur Aufführung kommt. Das Konzert beginnt  am 15. Mai 2010 um 20 Uhr im Auditorium des Porzellanikon Selb. Die Karte kostet 18 €.

 

 

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