Briefe an Julia

Landestheater Coburg
Briefe an Julia
Die Farben der Liebe
Mark McClains neuer Ballettabend „Briefe an Julia“
Letzte Vorstellung 02. Juli 2011

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Foto: 2011 © Landestheater Coburg/Griffin

Liebe: ein unordentliches Gefühl
So trocken jedenfalls definiert es der Philosoph und Autor Richard David Precht im Titel seines Sachbuchbestsellers. Seit Urzeiten beschäftigt uns dieses „unordentliche Gefühl“. Nichts auf der Welt kann uns so beflügeln, nichts so in tiefste Verzweiflung stürzen wie die Liebe; Generationen von Komponisten, Malern, Filmemachern und Schriftstellern wurden durch sie zu kreativen Höchstleistungen angeregt. Man denke nur an William Shakespeares „Romeo und Julia“, deren tragische Liebesgeschichte auf der ganzen Welt bekannt ist. Kein Wunder, dass Julia Capulet als Heilige aller Liebenden gilt und sich viele in Herzensgelegenheiten an sie wenden: Über 5.000 Briefe aus aller Welt treffen jährlich an sie adressiert in Verona ein. Seit den 80er Jahren wird die Post von freiwilligen Helfern im „Club di Giulietta“ gelesen und handschriftlich in vielen Sprachen beantwortet. Ein Zeitungsartikel über einen Professor, der in Verona jahrelang diese Briefe beantwortet hat, inspirierte den britischen Musiker Elvis Costello 1992 zu seinem Konzeptalbum „The Juliet Letters“, das er für das renommierte Brodsky Streichquartett schrieb. In Briefform erzählen seine Songs von Sehnsüchten, Träumen, Glücksmomenten, von Enttäuschung, Verzweiflung, Trauer.

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Foto: 2011 © Landestheater Coburg/Griffin

Costellos Musik bildet das musikalische Fundament
für Mark McClains Kammerballett „Briefe an Julia“, das am Samstag, 21. Mai 2011, in der Reithalle seine Premiere feiert. Gershwins „Lullaby“, Charles Aznavours Chanson „She“ und der Song „I don´t care very much“ aus dem Musical „Cabaret“ von John Kander vervollständigen den musikalischen Rahmen. Randy Diamond, dem Coburger Publikum noch lebhaft in Erinnerung als Titelfigur aus dem Musical „Jekyll & Hyde“ (2008/2009), nimmt die Zuschauer des Ballettabends als Sänger und Erzähler mit auf eine Reise durch die Welt der Emotionen: Im Mittelpunkt der Geschichte steht er als ein Mann, der auf die Geschichte seines Lebens zurückblickt, auf Erinnerungen, die zu Briefen geworden sind. Liebe, Trauer, Verlust, Eifersucht, Zorn, Ernüchterung, Glück, Verzweiflung und Zerstörung – all diese Gefühle durchlebt er in seinen Briefen, und die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Coburg verleihen diesen Emotionen in Bewegungen und Bildern Ausdruck. Um alle Facetten sichtbar zu machen, bedient sich McClain  aus Elementen vom Streetdance bis hin zum klassischen Tanz: „Modern, aber auf Spitze“, so beschreibt er seine choreografische Handschrift selbst.

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Foto: 2011 © Landestheater Coburg/Griffin

Mit dem Ballettabend „Briefe an Julia“ hat McClain ein Stück Tanztheater geschaffen, dass für die intime Atmosphäre der Studiobühne wie maßgeschneidert ist – nirgendwo sonst sind die Tänzer so dicht am Publikum, nirgendwo sonst lassen sich Emotionen so hautnah erleben.

BRIEFE AN JULIA
Choreografische Reminiszenzen einer Liebe
Ein Ballettabend von Mark McClain zu Songs der „Juliet Letters“ von Elvis Costello und dem Brodsky Quartett sowie Musik von George Gershwin, Charles Aznavour und John Kander

Choreografie
Mark McClain

Bühnenbild und Kostüme
Mark McClain

Mit:

Eriko Ampuku (Verlorenheit)
Chih Lin Chan (Frustration)
Yuta Hamaguchi (Suche nach Antworten)
Niko Ilias König (Liebe)
Tanja Probst (Misstrauen)
Denise Ruddock (Todesverzweiflung)
Adrian Stock (Ärger)
Takashi Yamamoto (Ahnungslosigkeit)
Po-Sheng Yeh (Gehorsam)
Tara Yipp (Verletztheit)
Randy Diamond (Gesang)
Ju Hyun Jeong (Klavier)


Weitere Vorstellungen:

Freitag,   1. Juli 2011
Samstag, 2. Juli 2011

Tickets an der Theaterkasse, der Touristinformation Coburg und in den Geschäftsstellen der Neuen Presse in Coburg, Neustadt und Kronach.

Telefonische Reservierung unter (09561) 898989 oder (09561) 898043;

Online-Ticketing auf www.landestheater-coburg.de

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