Ein Abend des Dankes

Ein Abend des Dankes
Ehrenamtlichen Mitarbeitern der Evangelischen Kirchengemeinde Dörfles-Esbach
wurde Dank und Anerkennung für ihre geleistete Arbeit ausgesprochen

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Ein Blick in den Saal des Evangelischen  Gemeindehauses in Dörfles-Esbach

Am vergangenen Freitag waren alle ehrenamtlichen Mitarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde Dörfles-Esbach zu einem Gottesdienst mit anschließendem Abendmahlin die Kirche „Zum guten Hirten“ eingeladen. Im Anschluss daran versammelten sie sich im angrenzenden Gemeindehaus zu einem fröhlichen Treffen bei dem Pfarrer Klaus-Dieter Arnold ihnen allen den Dank und die Anerkennung für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr aussprach.

 

Der Gottesdienst und die Predigt in der Kirche „Zum guten Hirten“ stand ganz im Zeichen der Jahreslosung für 2006: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht“, Josua 1,5b. Die Jahreslosung 2006 richtet sich nicht nur an verzagte Herzen, sondern mit gleicher Intensität auch an jene, die sich in ihrem Leben geborgen und erfolgreich wissen. Sie werden auf die Quelle ihrer Lebensfreude hingewiesen und ermutigt, für andere Hilfe und Zuversicht zu werden. Dadurch verwirklicht sich die Ebenbildlichkeit des Menschen, dass auch er, wie Gott, seine Hände bergend und schützend für andere öffnet, sei es durch geistliche oder materielle Gaben.

 

Wie ein Samenkorn liegt die Schöpfung mit all ihrer Entfaltungsmöglichkeiten und ihrer Bedrohtheit in den Händen Gottes. So ruhig und friedevoll soll auch unser Herz in der Gewissheit schlagen, dass wir ganz umhüllt sind von der Liebe Gottes, von der uns niemand trennen kann, wie Paulus so wunderbar bekennt.

 
„Wer das Leben erobern möchte, braucht die Gewissheit der Geborgenheit!“

Bewegt drückt die Künstlerin Astrid Schiller mit ihrem Bild diese biblische Botschaft aus. Große bergende Hände umschließen die Schöpfung. Selbst wenn es erschreckende Gefährdung geben mag, wie es die Arche im Zentrum des Bildes symbolisiert, geht nichts und niemand aus diesem Kelch der Liebe und des Erbarmens verloren. Frei schwingt sich die Taube in die Zukunft und streift alles dahinter liegende Leid von sich ab. Die göttliche Farbe gold durchströmt die gesamte Komposition, um zu verdeutlichen, dass es keine gottlosen Räume gibt. Alles, was Menschen quält und sie an der Gegenwart Gottes zweifeln lässt, ist vergänglich und wird von seiner Zusage, dass er gegenwärtig ist, ausgeheilt.

 

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Doch auch die Fröhlichkeit an diesem Abend kam nicht zu kurz. Das Ehepaar Renate und Volker Weigand gaben Einblick in den Alltag der Kirchengemeinde und berichteten von „Pleiten, Pech und Pannen“ die sich im vergangenen Jahr zugetragen hatten.

 

Bei dem humorvollen und gestenreichen Vortrag blieb kein Auge trocken. Dies belegt das Foto auf dem (li)der ehemalige 2. Bürgermeister der Gemeinde Dörfles-Esbach, Heinz Gohlisch und der ehemalige Messner der Kirchengemeinde, Egon Schilling, zu sehen sind

 

Viele fleißige Frauenhände aus der Kantorei und des Frauenkreises hatten für diesen Abend wieder ein hervorragendes Büfett gezaubert  

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Danach war die „Schlacht am kalten Büfett“ eröffnet

 
Ein Blick in die Runde verrät „Gute Laune“ war angesagt!

 

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Und unser Pfarrer Klaus-Dieter Arnold ist natürlich auch kein Spielverderber!

Zuvor hatte er den besinnlichen Beitrag „Die Rose“ vorgetragen: Rainer Maria Rilke ging in der Zeit seines Pariser Aufenthaltes  regelmäßig über einen Platz, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld anhielt. Ohne je aufzublicken, ohne ein Zeichen des Bittens oder Dankens zu äußern, saß die Frau immer am gleichen Ort. Rilke gab nie etwas, seine französische Begleiterin warf ihr häufig ein Geldstück hin. Eines Tages fragte die Französin verwundert, warum er nichts gebe. Rilke antwortete „Wir müssen ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.

Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte weiße Rose mit, legte sie in die offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen. Da geschah das Unerwartete. Die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küsste sie und ging mit der Rose davon.

Eine Woche lang war die Alte verschwunden, der Platz an dem sie vorher gebettelt hatte, blieb leer. Nach acht Tagen saß sie plötzlich wieder wie früher an der gleichen Stelle. Sie war stumm wie damals, wiederum nur ihre Bedürftigkeit zeigend durch die ausgestreckte Hand. „Aber wovon hat sie denn in all den Tagen gelebt?“ fragte die Französin. Rilke antwortete: „von der Rose“.

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Eine große Freude ist es für die Kirchengemeinde Dörfles-Esbach, das viele Jugendliche bei den ehrenamtlichen Tätigkeiten mitarbeiten

 

Werner Schneider (li) und Rolf Weigand sind immer dabei wenn es um das Wohl in der Gemeinde Dörfles-Esbach oder der Evangelischen Kirchengemeinde geht

 

Auf dem Foto ist links die Sekretärin des Evangelischen Pfarramtes Dörfles-Esbach,  Elke Voss und ihr Mann Edwin zusammen mit weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern zu sehen


Pfarrer Klaus-Dieter Arnold in der Rolle des „Rosenkavaliers“

 
Ein „Dankeschön“  mit einer gelben Rose

 
…und die Damen strahlten um die Wette

 
…natürlich auch die Männer

 
…auch der Pfarrer war von „seiner Rolle“ sehr angetan, wie sein strahlendes Lächeln belegt

 
…aber Oma freute sich am meisten


…auch meine Frau Gabi wurde mit Rosen beschenkt

Es war wieder ein sehr gelungener Abend im Evangelischen Gemeindehaus in Dörfles-Esbach. Es herrschte beste Stimmung und Unterhaltung und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn es noch lange dauerte bis der Heimweg angetreten und die letzten Kerzen im Saal gelöscht wurden.

Fotos und Text: 2006 © Ulrich Göpfert

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