Ein Bienenjahr beginnt

Imkerverein Coburg 1852 - Stadt und Land
stellt Interessenten ein Jahr lang ein Bienenvolk
leihweise zur Verfügung


Bienenhäuser im Garten von Jakob Scherer in Grub am Forst

Ein Besuch an einem Frühlingstag beim Imker und seinen fleißigen Bienen.Ebenso wie seine Bienen in ihren Bienenstöcken wartet auch der Imker bereits sehnsüchtig auf die ersten warmen Sonnenstrahlen im beginnenden Frühling. Die notwendigen Winterarbeiten wie z. B. Reinigen von Bienenbeuten, Bau neuer Rähmchen, Aufräumen von Honiggefäßen, Standkontrolle, aber auch das Studium aktueller Informationen über moderne Bienenhaltung, Bienenkrankheiten oder die sachgemäße Gewinnung reinen Bienenhonigs sind nun erledigt.


Die beiden Vorsitzenden des Imkerverein Coburg
1852 v.l.n.r.: Jakob Scherer und Helmut Kelber

Neue Aufgaben warten jetzt im Vorfrühling auf den Imker: Bei ersten Kontrollen der Bienenvölker ist zunächst zu achten auf genügend Futter im Bienenstock. Besonders wichtig ist auch, ob die Königin (Weisel) noch in ihrem Volk lebt und bereits mit ihrer Legetätigkeit begonnen hat. Der Imker unterstützt die Brutbildung im Volk durch Maßnahmen, die die Wärmeentwicklung in der Bienenbeute fördern: Die Fluglöcher werden verkleinert, im Winter offengelassene Böden werden verschlossen, teilweise muss auch der Bienenraum durch entsprechende Trennwände eingeengt werden.


Bienenkönigin mit Volk (die Bienenkönigin ist im unteren
Drittel des Bildes, linker Bildrand mit roter Markierung erkennbar)

Weitere Aufgaben wie z. B. die Durchsicht seiner Völker auf Bienenkrankheiten, die Notwendigkeit, schwache Völker mit starken Völkern zu vereinigen oder die Aufstellung einer neuen Wassertränke in der Nähe seiner Bienenvölker verlangen im Frühling zuverlässige Kenntnisse über die richtige Bienenhaltung sowie den vollen Einsatz des Imkers.


Eifrige Flugtätigkeit herrscht am Einflugloch
des Bienenstockes

Belohnt wird er für seine Bemühungen aber durch sehr viel Freude bei Beobachtungen an warmen Sonnentagen: Eifrig fliegen seine Bienen jetzt zu den ersten Frühblühern in der Natur: Schneeglöckchen, Krokusse, Winterlinge, Haselnuss oder Salweide sind lebenswichtig für die Entwicklung der Bienen im Frühjahr. Hat der Imker seine Frühjahrsaufgaben zuverlässig erledigt und steht bei gutem Wetter ein reichliches Blütenangebot zur Verfügung, kann er auf ein ertragreiches Bienenjahr hoffen.

Wissenswertes über den Imkerverein Coburg 1852 – Stadt und Land
Organisiert sind die Imker im Landesverband Bayerischer Imker e.V. der sich zurzeit auf 731 Vereine stützen kann. Der Kreisverband Coburg besteht aus 12 Imkervereinen. Einer der ältesten Imkervereine Deutschlands ist der vor über 150 Jahren gegründete Imkerverein Coburg 1852 – Stadt und Land. Dieser Verein hat derzeit 41 Mitglieder, sie betreuen insgesamt etwa 18 Millionen Bienen in etwa 300 Bienenvölkern.


Bienenwabe

Eine engagierte Vorstandschaft und aktive, interessierte Mitglieder haben sich in diesem Verein einer modernen Bienenhaltung verschrieben. Die Imkerei ist ja im Vergleich zu früher wesentlich schwieriger geworden: Der Einsatz der Chemie in Garten, Wiese, Feld und Wald, Monokulturen, das Zurückdrängen von Wildkräutern, bisher nicht bekannte Gefahren für unsere Bienen wie z. B. die Verroamilbe stellen heute an den Imker ganz andere Anforderungen. In regelmäßigen Veranstaltungen machen sich die Mitglieder des Imkervereins Coburg 1852 deshalb vertraut mit Kriterien einer modernen Bienenhaltung: Reinzucht der Carnica-Biene, Königinnenzucht, neue Bienenbeuten, Bekämpfung von Bienenkrankheiten, Schwarmverhinderung, Erzeugung und Vermarktung ungefilterten, naturbelassenen Bienenhonigs, von Pollen und Propholis sind hier natürlich keine Fremdwörter.

Daneben kommen auch gesellige Veranstaltungen nicht zu kurz:
Gemütliche Gartenfeste, interessante Tagesfahrten, gehaltvolle Weihnachtsfeiern und das Mitwirken beim "Tag der offenen Tür" des Grünflächenamtes der Stadt Coburg gehören u. a. zum festen Programm. Schon seit Jahren wird die Imkerei an diesem Tag einem größeren Publikum vorgestellt und näher gebracht, letztlich, um Nachwuchs für die Imkerei zu werben. Die Anschaffung von Gerätschaften ist nicht notwendig, alle Utensilien werden von einem "Paten“ aus dem Imkerverein gestellt. Dieser Pate steht auch mit Rat und Tag dem neuen Bienenfreund zur Seite. Höhepunkt des Bienenjahres ist natürlich die Honigernte aus dem "eigenen Bienenvolk“ in der eigenen Umgebung. Ein Teil der Honigernte geht in den Besitz des "Neuimkers“ über.


Die fleißigen Bienen im Bienenstock

Besteht nach diesem Probejahr echtes Interesse an weiterer Arbeit mit den Bienen, kann dieses "geliehene Bienenvolk“ gegen Selbstkostenpreis vom Verein übernommen werden. Natürlich wird der "Neuimker“ weiterhin sachkundig beraten von erfahrenen Imkern aus dem Verein. Die beste Ebene für Informationen sind außerdem die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen des Imkerverein Coburg 1852.


V.l.n.r.: Helmut Kelber, Jakob Scherer und Werner Büttner
bei Fachsimpeln vorm Bienenhaus

Ansprechpartner:
1. Vorsitzender Jakob Scherer, Tel.: 09560 – 1268
2. Vorsitzender Helmut Kelber, Tel.: 09565 - 1248
Beisitzer Werner Büttner,  Tel: 09560 - 8649


Sehen Sie hierzu auf die Internetseite: www.imkerverein-coburg.de

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