465. Neustadter Kinderfest

465. Neustadter Kinderfest
Die Neustadter halten fest an der Tradition
und noch immer vereint der Kinderfesttag Jung und Alt!

Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert

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Neustadt bei Coburg
Das Neustadter Kinderfest ist im Bewusstsein der Neustadter Bevölkerung fest verwurzelt geblieben und hat sich seinen Stammplatz erhalten. Deshalb konnte man am vergangenen Wochenende zum 465. Mal dieses Traditionsfest in der Bayerischen Puppenstadt begehen. 

Bei der Neifeier dabei zu sein hat schon fast Kultstatus und ist ein echtes Muss!
Los ging`s am vergangenen Freitag auf dem Marktplatz mit der „Neifeier“, der Auftaktveranstaltung mit dem besonderen Flair, dabei wurde bereits für Feierlaune mit „Timmi`s Band aus Kulmbach, kulinarischen Genüssen der Gastwirtschaft Eckstein und den Getränken der Kulmbacher Brauerei für die nächsten Tage gesorgt.

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Am Samstag wurde das 465. Neustadter Kinderfest gefeiert
Nach dem traditionellen musikalischen Weckruf am Morgen ab 6.00 Uhr folgte um 13.00 Uhr der große Festumzug mit Schülern der Neustadter Schulen, Puppenfee, Puppendoktor und vielen Musikkapellen durch die Innenstadt. Im Anschluss an den Umzug wurden auf dem Schützenplatz die Staffeln, Freiübungen und Tänze vorgeführt.

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Für Volksfestatmosphäre auf dem Schützenplatz sorgten Schaustellerfamilie Mölter mit ihren Fahrgeschäften, der Ausschank der Kulmbacher Brauerei sowie weitere Verpflegungsstände und Blasmusik.

Von 18.00 bis 21.00 Uhr war die große „Kinder-Disco“ in der Mehrzweckhalle für die Youngsters bis 14 Jahren angesagt.

Das 40. Marktfest bildet am Sonntag den Abschluss des Kinderfestwochenendes
Traditionell zur Frühschoppenzeit spielte die Stadtkapelle Neustadt auf. Das Jugendorchester Neustadt, Schlagersänger Ronny Söllner und die Band „Die Ganoven“ runden das Programm musikalisch ab.

Ein Kinderprogramm sorgte am Nachmittag im Bereich der Georg-Langbein-Straße für Unterhaltung der Jüngsten.

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Die Geschichte des „Neustadter Kinderfestes“
nach dem Buch des früheren Rektors der Volksschule Heubischer Straße, Günther Bretschneider

Ein Fest, das sich von vielen anderen Sommerveranstaltungen in der ganzen Region hervorhebt, ist das „Neustadter Kinderfest“. Es ist im Bewusstsein der Neustadter Bevölkerung fest verwurzelt geblieben und hat seinen Stammplatz erhalten.

Über die Jahrhunderte hinweg hat es sich als zentrales Fest im Jahresablauf erhalten, vereinigt die Schuljugend aller Schultypen, vom Gymnasiasten bis zum Grundschüler, und die Bevölkerung zum gemeinsamen Feiern.

Hat man in der ehemals herzoglichen Residenzstadt Coburg das jährliche Gregoriusfest seit 1970 eingestellt, so halten die Neustadter an der Tradition fest.

Das Kinderfest am Samstag, das Marktfest am Sonntag und seit einigen Jahren auch die „`Nei-Feier“ am Freitagabend bilden ein „Festliches Wochenende in der Bayerischen Puppenstadt.“

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Es ist, wie der frühere Rektor der Volksschule Heubischer Straße, Günther Bretschneider, in seinem Buch „Die Geschichte des Neustadter Kinderfestes“ geschrieben hat, gewiss erstaunlich, dass sich das Gregorius-Fest, heute als Kinderfest bezeichnet, über die Reformationszeit, den verheerenden Dreißigjährigen Krieg, die sozialen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts und die beiden Weltkriege 1914 – 1918 und 1939 – 1945 hinweg bis in unsere Gegenwart erhalten hat.

Zwar erfuhren die Ausgestaltung und der Festablauf Veränderungen und Erweiterungen, aber trotz aller Zeitströmungen und unterschiedlichen Weltanschauungen ist der Zentralgedanke, den Schulkindern einen Tag der Freude zu schenken, lebendig geblieben.

Noch immer erhalten alle Schulkinder von der Stadt Neustadt zum Kinderfest einen Bratwurst- und Eisgutschein und noch immer vereint der Kinderfesttag Jung und Alt!

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Der „Neustadter Rutscher“
Das Lied zum „Rutscher“ kennt in Neustadt jeder und sie freuen sich alle, ob klein oder groß,  ganz besonders auf das Kinderfest, das immer im Juli auf dem Schützenplatz stattfindet. Denn dann führen die Kinder der Grundschulen den „Neustadter Rutscher“ auf.

„Rutsch hi, rutsch haa, do Schneider hot

die Schneidoschar, Rutsch hi, rutsch haa,

do Schneido hot die Schar.“

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Bekanntes Zugrequisit „Die Bratwurst“
Das erste Mal in diesem Jahr wurde das bekannte Zugrequisit „Die Bratwurst“ nicht mehr von Schülern im Festzug getragen, sondern von vier jungen Männern. Kulturbürgermeister Martin Stingl fand diese Idee gut, es werden jedes Jahr Träger gesucht, und die Kinder tun sich schwer beim Tragen. Er findet es deshalb prima, dass sich junge Männer dazu bereit erklärt haben, dieses traditionelle Brauchtum zu übernehmen. Zeugt dies doch von einer engen Verbundenheit mit dem  Kinderfest und ihrer Heimatstadt.

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Alle Fotos: 2013 © Ulrich Göpfert

Quellenhinweis: Stadt Neustadt bei Coburg

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