Monat April

Wetter- und Bauernregeln
Allgemeine Feststellungen sowie Monatsdarstellungen


Altes Kalenderbild: "Frühling“

Der Name kommt von dem lat. Verb "aperire“ = öffnen. Nach dem altrömischen Kalender begann die Frühlingszeit mit dem April.


Blühende Kugelprimel

Andere Monatsbezeichnungen: Ostermonat, Ostermond, Knospenmonat, Launing, Grasmond.


Blühende Forsythie

Der April gilt bereits sprichwörtlich als wetterwendisch, ein Faktum, das darauf zurückzuführen ist, dass in dieser Jahreszeit in unseren Breiten auf das zunehmend von der Sonne erwärmte Festland Kaltluft aus nördlichen, kalten Gebieten und Meeren trifft. Sonne und Regen, warme und kühle Tage wechseln deshalb häufig einander ab. Dem Bauern ist dabei allerdings ein nasser April allemal lieber, weil nützlicher, als ein trockener.  

Es wird auch selten einen April geben, in dem nicht wenigstens etliche Male Schnee fällt. Er richtet allerdings kaum mehr Schaden an, da er meist rasch wieder abtaut und damit dem Boden in langsamer Weise Wasser zuführt ("düngt“). Auftretende Aprilfröste scheinen zudem meist gefährlicher als sie sind, es sei denn, die Baumblüte wurde durch einen zu warmen März bereits zu weit vorangetrieben. 

Der Bauer sieht auch nicht ungern einen stürmischen April, weil dafür der Mai um so ruhiger sein soll, was sich positiv auf Wachstum und eine ruhige Baumblüte auswirkt. Der weitaus bekannteste "April-Lostag“ ist der Georgentag, kurz "Georgi“ genannt (24. April). Ihn wünscht man sich lieber rauh und naß als sonnig und warm, denn ein "nasser Georgi“ zeigt nachfolgende Wärme und (trocknere) Wachstumszeit an. An der Witterung des "Markustages“ (25. April) soll sich das Wetter für die kommende Schnitternte ablesen lassen.

Allgemeine Bauernregeln:

Wenn der April Spektakel macht, gibt`s Heu und Korn in voller Pracht. 
Der April tut was er will. Aprilregen ist dem Bauern gelegen. 
Marienkäfer, die im April schon schwirren, müssen im Mai erfrieren. 
Donner im April viel Gutes zeigen will.

Alter Bauernspruch:

Der Weiber Sinn und Will ist wie`s Wetter im April. 
April mit leuchtend Abendrot ist ein guter Wetterbot`. 
Der April die Blume macht, der Mai gibt ihr die Farbenpracht. 
Quaken die Frösch` im April, noch Schnee und Kälte kommen will. 
Heller Mondschein im April gibt an Obst und Wein nicht viel. 
Bauen im April die Schwalben, gibt`s viel Futter, Korn und Kalben.

Regeln nach Los- und Namenstagen:

Sturm und Wind an Rosamunde bringt gute Kunde. 
Ist Ambrosius schön und rein, wird St. Florian viel wilder sein. 
St.-Ezechiels-Tag, der hundertste Tag nach Neujahr,
ist zum Leinsäen der beste Tag, wie auch der Tag St. Georg. 
Am Tag Tiburtii sollen alle Felder grünen. 
Valerian bringt den Kuckuck heran.

Zu Georgi blinde Reben volle Trauben später geben. 
Ist`s an Georgi warm und schön, wird man noch rauhe Wetter sehn. 
Regnet`s am St. Markustag, kann`s dauern gleich noch vierzig Tag.
Was Markus für Wetter hält " so ist`s auch in der Ernt" bestellt.
Friert`s am Tag von Sankt Vital, friert es wohl noch 15mal.
Regen auf Walpurgisnacht hat immer ein gutes Jahr gebracht. 

Sprachauswahl

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