Sonderausstellung „Lacuna“

Sonderausstellung  „Lacuna“       

Neue Arbeiten von Scott Chaseling vom 30. April bis 14. November 2010

im Europäischen Museum für Modernes Glas, Rödental


Mit dem derzeit in Berlin lebenden und arbeitenden australischen Glaskünstler Scott Chaseling (* 1962 in Tamworth, New South Wales, Australien) verbindet man zunächst spontan farbenfrohe gläserne Gefäßobjekte, die eine comicartige Geschichte erzählen. Bei näherer Betrachtung des Oeuvres fällt dann die bemerkenswerte Wandelbarkeit und Vielschichtigkeit des künstlerischen Ansatzes auf. Die Experimente von Klaus Moje (* 1936 in Hamburg, Deutschland), dem Pionier der Mosaikglastechnik und Gründer der Glasklasse an der Canberra School of Art, weiterentwickelnd, gelangte Scott Chaseling zu dem für ihn so charakteristischen Stil, farbenfrohe Geschichten mit oft gesellschaftsrelevanter Thematik auf Glas zu erzählen.

 

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„Blue Eyes oder Cube in a Sphere“

Foto: 2010 © Bernd Borchert

 

Gänzlich andere Wege geht der international renommierte Künstler in der von Dr. Astrid Arnold kuratierten Ausstellung „LACUNA“: Unzählige einzelne Glasketten bilden unter dem Titel „The Font“ ein Hauptwerk der Ausstellung. Jede einzelne der Ketten schließt ein Ereignis, ein Symbol oder eine Geschichte aus dem Leben Scott Chaseling ein. Im Gegensatz zu der eher nachdenklichen Haltung des während eines Künstleraufenthaltes 2009 in Frankreich entstandenen Werkes, offenbart sich in den Bottle Sculptures die humoristische Seite Scott Chaselings. Aus Trinkflaschen geschnittene Glasringe wurden zu unterschiedlichen Formen miteinander verbunden, die mit Objekten der Alltagskultur kombiniert werden können („Hausmeister“, „Mother & Child“). Im stillen Dialog mit diesen Skulpturen vermeint der Betrachter ein Augenzwinkern des Künstlers zu verspüren. In welchem Maße Scott Chaseling sich in seinem Schaffen von spezifischen Orten inspirieren lässt, zeigt nicht zuletzt seine brandneue Kreation „Blue Eyes“: Eigens für das Europäische Museum für Modernes Glas geschaffen (Foto: Bernd Borchert), ist sie Reaktion auf das in der Sammlung ausgestellte Objekt „Cube in a sphere“, das von den Altmeistern der tschechischen Glasszene Stanislav Libenský (1921-2002) und Jaroslava Brychtová (*1924) 1980 entworfen wurde.

 

Die Ausstellungseröffnung wird gleichzeitig die Verabschiedung von Dr. Astrid Arnold, seit 15. März 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Kunstsammlungen der Veste Coburg, sein, die maßgeblich am Aufbau des Europäischen Museums für Modernes Glas beteiligt und seit seiner Eröffnung für dessen Einführung auf dem Markt durch ein vielfältiges und über die Region hinaus viel beachtetes Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm verantwortlich war.

 

 

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