Sizilien

Sizilien
Trauminsel im Mittelmeer
Zwischen Sonne und Kultur

Eine Reisereportage von Ulrich Göpfert

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Malerischer Fischerort Cefalù auf Sizilien 

Ein paar wunderschöne Tage mit angenehmem Klima (tagsüber meist bei 26 Grad Celsius) auf Sizilien. In Genua begaben wir uns an Bord des modernen Kreuzfahrtschiffes „La Superba“ der Grimaldi-Linie. Die Schiffe der Grimaldi-Linie gehören zu den best ausgestatteten Fährschiffen des Mittelmeeres. Etwa 20 Stunden benötigten wir, bis wir am nächsten Tag gegen 18.00 Uhr den Hafen von Palermo wohlbehalten erreichten.

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Sizilien – Vom Meer umgeben 

Sizilien - Gegenwart und Geschichte
Sie ist die größte Insel im Mittelmeer und der Name einer autonomen Region der Republik Italien, die aus dieser Insel und einigen ihr vorgelagerten kleineren Inseln gebildet wird. Die Insel Sizilien liegt südwestlich vor der „Stiefelspitze“ Italiens und ist der Überrest einer Landbrücke, die einst Europa und Afrika verband. Markantes Merkmal der Insel ist der Vulkan Ätna. Die Region Sizilien hat eine Fläche von 25.703 km² und rund 5 Millionen Einwohner, womit sie etwas dichter besiedelt ist als andere Regionen Italiens. Sie ist in neun Provinzen aufgeteilt. Die Hauptstadt der Region Sizilien und gleichzeitig deren größte Stadt ist Palermo. Weitere große Städte sind Catania, Messina und Syrakus.

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Üppige Blumenpracht auch zu dieser Jahreszeit  

Die zentrale Lage Siziliens im Mittelmeer hat die wechselhafte Geschichte dieser Insel geprägt. Als Stützpunkte für Seefahrt und Handel hatten die Städte Siziliens stets eine große Bedeutung. Immer wieder haben sich deshalb neue Eroberer der Insel bemächtigt, sind geblieben und haben sich mit der bereits ansässigen Bevölkerung vermischt und ihre Spuren in der Kultur Siziliens hinterlassen. Nur selten war die Insel politisch selbständig, zumeist wurde sie von Reichen oder Staaten beherrscht, die ihr politisches Zentrum anderswo hatten.

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Agrigento – „Tal der Tempel“
Um das Jahr 1000 v. Chr. war Sizilien hauptsächlich von drei Völkern besiedelt, den Sikanern, den Sikulern und den Elymern. Es folgte ab etwa 800 v. Chr. eine Periode der Kolonialisierung durch Phöniker, Griechen und Karthager beziehungsweise Punier, die ihre Siedlungen vornehmlich an der Küste errichteten. In dieser Zeit war Sizilien als Teil Großgriechenlands vor allem von der Kultur griechischer Siedler geprägt. Die bedeutendste griechische Stadt Siziliens war Syrakus. Die Blütezeit dieser Kultur war das 5. Jahrhundert v. Chr., nachdem die Griechen in der Schlacht bei Himera die Karthager besiegt hatten. In diese Zeit fällt die Errichtung der meisten griechischen Tempel Siziliens. Diese Blütezeit endete, als die Karthager am Ende des 5. Jahrhundert v. Chr. fast alle bedeutenden griechischen Städte zerstörten. Die meisten wurden zwar später neu aufgebaut, erreichten aber nicht mehr ihre ursprüngliche Größe.

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Treffpunkt der Männer vor der Bar im Fischerort Cefalú 

Land und Leute
Sizilien ist anders als Italien, bunter und extremer. Diesen Eindruck gewannen wir bei den Ausflugsfahrten. Sizilien ist in seiner Vielfalt selbst ein kleiner Kontinent. Dieser Vielfalt begegneten wir auf Schritt und Tritt. Die etwas über 5 Millionen Inselbewohner leben sehr
unterschiedlich verteilt. Extrem dicht besiedelten Gebieten, wie den beiden Ballungsräumen Palermo und Catania, der Nord- und Ostküste und dem Ätnagebiet, steht das sehr dünn besiedelte Landesinnere gegenüber, wo die Ortschaften zwar durchweg Stadtgröße erreichen, aber weit voneinander entfernt liegen. Palermo ist Hauptstadt der autonomen Region Sizilien. Weitere Großstädte sind Catania und Messina.

Malerischer Fischerort Cefalù

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Charakteristisch für Cefalù sind die langen feinsandigen Strände, die mittelalterlich gut erhaltenen Häuser.

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Wir besuchten den prächtigen Dom, er gehört zu den bedeutendsten normannischen Baudenkmälern. Im Inneren verleihen kunstvolle Mosaiken auf Goldgrund dem Chor eine geradezu orientalisch anmutende Pracht.

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Man flaniert durch idyllische Gassen und kann am herrlichen Strand mit seinen alten Fischerhäusern die grandiose Aussicht genießen.

Catània – zweitgrößte Stadt Siziliens

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Durch malerische Landschaften fuhren wir nach Catània. Sie ist die zweitgrößte Stadt Siziliens und bietet eine lebendige Kultur, Tradition und Geschichte. Ihre wunderschöne Lage, an einer Seite vom Ätna und auf der anderen Seite vom Meer umgeben, macht sie zur „Schwarzen Perle“ der Insel. Wir begannen den Stadtrundgang im Herzen der Stadt auf der Piazza Duomo, die Bühne des Barocks.

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Dabei sahen wir den prächtigen Dom mit dem Grab des Vincenzo Bellini und mit der Kapelle der Heiligen Agatha, die Schutzpatronin der Stadt.

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Auch das Wahrzeichen der Stadt, die Elefantenstatue, aus schwarzem Lavagestein und das Rathaus waren Ziel unserer Besichtigung.

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Ätna – Größter Vulkan Europas
Der Ätna ist, mit einer Oberfläche von etwa 1.250 qkm und einer Höhe von etwa 3.350 m über dem Meer, der größte Vulkan Europas, und kann auch, im Bezug auf die sich in den letzten Jahren wiederholten Ausbrüche, als einer der weltweit aktivsten Vulkane bezeichnet werden. Von seiner Höhe aus herrscht er über Sizilien, über die drei Meere die die Insel umgeben und über Kalabrien. Der Ätna bietet vielfältige und eindrucksvolle Aspekte seiner Landschaft an, wie hunderte von Nebenkratern, spektakuläre Lavaströme, Wälder, Zitrusfruchtanbauten und grüne Weinberge, die die naturwissenschaftliche Neugier und das touristische Interesse der Besucher aus aller Welt erwecken.

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Dom von Enna 

Enna mit Castello di Lombardia
Vom Kreuzworträtsel her kennen wir sie, wenn nach einer sizilianischen Stadt mit vier Buchstagen gefragt wird – Enna.
Enna liegt ziemlich genau in der geografischen Mitte von Sizilien. Es ist die höchst gelegene Provinzhauptstadt Italiens (950 m). Sie gehört zu den ältesten Städten Siziliens, mit entsprechender geschichtlicher Vergangenheit. Auf einem Bergkegel thronend, wird sie aufgrund des Panoramablicks als „Belvedere Siziliens“ gerühmt. Man kann hier die grandiose Aussicht über weite Teile Siziliens, mit Ausblick bis zum Ätna, vom etwas erhöht liegenden Normannenschloss Castello di Lombardia genießen, sofern nicht der Nebel dem Besucher einen Strich durch die Rechnung macht, wie bei unserem Ausflug.

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Doch ein Besuch im Dom von Enna mit seiner prächtigen Innenausstattung half rasch über diese Enttäuschung hinweg.

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Agrigento – „Tal der Tempel“
Nach Enna ging es weiter Richtung Südküste Siziliens. In Agrigento besichtigten wir das bekannte „Tal der Tempel“. Es liegt auf einem aussichtsreichen Hügelkamm zwischen dem Mittelmeer und der Stadt Agrigento.

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Die großartigen architektonischen Zeugnisse der antiken Stadt liegen in diesem Tal, das angesichts seiner abwechslungsreichen Szenarien, der außergewöhnlichen landschaftlichen Reize und überwältigenden Baudenkmäler kaum seinesgleichen hat. Hier erheben sich die Monumente aus den Tagen der Griechen. Jahrtausende alte Tempelanlagen, deren Ruinen noch heute überwältigend wirken, geben dem Besucher ein Gefühl von Ewigkeit.

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Man kann dort den Juno-Tempel, Tempel des Herkules und von Castor und Pollux bewundern. Der Tempel der Concordia ist einer der besterhaltenen griechischen Tempel überhaupt.

Palermo und Monreale

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Das hübsche Seebad Mondello in einer malerischen Bucht von Palermo 

Am letzten Tag unseres Aufenthaltes auf Sizilien besuchten wir Palermo. Nach einem kurzen Aufenthalt im hübschen Seebad Mondello, es ist in einer malerischen Bucht an der Küste von Palermo gelegen ging es weiter nach Palermo der Hauptstadt Siziliens. Palermo ist eine der kostbarsten Städte des Mittelmeerraumes.

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Das Stadtbild Palermos hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Wir unternahmen eine Stadtrundfahrt und besichtigten u.a. die schöne Kathedrale und verschiedene interessante Baudenkmäler.

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Weiter ging es nach Monreale. Der Dom von Monreale (8 km westlich von Palermo) wurde als Benediktinerkloster 1174 von den Normannenherrschern gestiftet und mit riesigem Landbesitz in ganz Westsizilien ausgestattet. Er ist der größte und geschlossene Sakralbau der Epoche.

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Zwei romanische Bronzetüren führen ins Innere, dessen Wände vollständig mit Goldmosaiken bedeckt sind: Christus als Pantokrator und eine Bilderbibel, die Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament erzählt.

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Malerisch sind auch der Hauptplatz vor dem Dom und die engen Gassen, in denen kleine Kneipen und Cafes zum Verweilen einladen.

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Abschließend ging es zurück nach Palermo. Dort wurden die letzten Einkäufe getätigt und gegen 19:00 Uhr fuhren wir zum Hafen. Das Fährschiff „La Suprema“ der Grimaldi-Linie hatte dort bereits angelegt und wartete auf die Mitfahrer nach Genua. Gegen 22:00 Uhr hieß es „Anker hoch“ und „Leinen los“ und die Überfahrt nach Genua begann.
Quellenhinweis: Wikipedia

Weitere Impressionen von dieser Reise im Bild festgehalten

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Pitti Francesco unterhielt an Bord des Kreuzfahrtschiffes die Gäste

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Alfredo versorgt die Bewohner von Cefalù mit frischem Obst und Gemüse

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Fischernetze zum Trockenen an der Kaimauer in Cefalù

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Hübsches Seebad Mondello - Strand

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Frutti di Mare

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Die Fontana Pretoria – ein Brunnen mit 133 m Umfang in Palermo

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Palermo bei Nacht

Alle Fotos: © Ulrich Göpfert

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