Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert
Coburg/Wien
Zu diesem interessanten Vortrag hatten sich am vergangenen Samstagvormittag zahlreiche Zuhörer in der Aula des Gymnasiums „Casimirianum“ in Coburg eingefunden. Der Vortrag von Prof. Helmut Reichenauer war alles andere als ein trockener Vortrag, im Gegenteil er wurde mit vielen Musikbeispielen aufgelockert und hat die damalige Zeit nochmals an den Zuhörern vorbeiziehen lassen. Der 90minütige Vortrag verging wie im Flug.
Prof. Helmut Reichenauer ist seit diesem Jahr Ehrenmitglied der Deutschen Johann Strauss Gesellschaft. Er ist außerdem Präsident des Kulturvereins „Wiener Blut“. Dort haben sich engagierte Musikfreunde dieser Vereinigung zum Ziel gesetzt, die faszinierende Musik der Strauss-Familie in ihrer gesamten Bandbreite einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wie er weiter ausführte: eines unserer Zukunftsprojekte ist die Errichtung eines umfassenden Johann Strauss-Museums, in welchem das reichhaltige Schaffen der Strauss-Dynastie zu einem außergewöhnlichen Erlebnisfaktor werden wird.
Professor Magister Helmut Reichenauer,
Ehrenmitglied der Deutschen Johann Strauss Gesellschaft
und Präsident des Kulturvereins „Wiener Blut“
Foto: 2013 © Ulrich Göpfert
Wie Prof. Reichenauer referierte jährte sich am Heiligen Abend 2012 die Geburt der späteren österreichischen Kaiserin Elisabeth in München als Tochter des Herzogs Max in Bayern zum 175. Male.
Sisi/Prof. Reichenauer
Foto: 2013 © Kulturverein „Wiener Blut“
Foto: 2013 © Ulrich Göpfert
Er beleuchtete in seinem Vortrag die Rolle von "Sisi", eine der schönsten Frauen ihrer Zeit, im Kaiserhaus und ihre auch ambitionierte Rolle in der damaligen Politik. Ihrem Engagement ist es zum Beispiel zu danken, dass es 1867 zum Ausgleich zwischen den beiden Reichshälften - Österreich und Ungarn - und damit zur Gründung der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie kam.
August Lanner (Sohn von Joseph Lanner)/Prof. Reichenauer
Foto: 2013 © Kulturverein „Wiener Blut“
Foto:2013 © Ulrich Göpfert
Ihr Leben widerspiegelt sich auch in der musikalischen Verbindung zur Familie Strauss, aber auch deren Zeitgenossen, wie z.B. des jungen August Lanner (Sohn von Joseph Lanner) oder von Phillipp Fahrbach jun. Neben zahlreichen Bildern aus der Zeit der Donaumonarchie, die Prof. Reichenauer während seiner Power-Point-Präsentation zeigte, stellte er insgesamt 18 Werke als Musikbeispiele vor.
Sisi und Kaiser Franz Joseph/Prof. Reichenauer
Foto: 2013 © Kulturverein „Wiener Blut“
Foto: 2013 © Ulrich Göpfert
Neben den hinreißenden "Myrthenkränzen" von Johann Strauss (Sohn) (op. 154) als kompositorische Widmung zu ihrer Hochzeit mit Kaiser Franz Joseph zeigte Prof. Helmut Reichenauer aber auch an Hand der beiden Walzer "Myrthen-Sträußchen" (op. 87) und "Schleier und Krone" (op. 200), dass das kompositorische Talent von Eduard Strauss dem seiner beiden Brüder ebenbürtig ist und er zu Unrecht in ihrem Schatten steht.
Rudolf Maeder, Vorstandsmitglied
der Deutschen Johann Strauss Gesellschaft
Foto: 2013 © Ulrich Göpfert
Im Anschluss daran wurde von Rudolf Maeder, Vorstandsmitglied der DJSG, an Hand von einigen Ausschnitten die Musikschule "Avdo Smajlowic" in Visoko (Bosnien-Herzegowina) vorgestellt. Die DJSG unterstützt seit nunmehr zwei Jahren junge Musiker in der Ausbildung mit Notenmaterial und Geldspenden.
Zum Abschluss stellten sich die beteiligten Mitglieder der Deutschen Johann Strauss Gesellschaft zu einem gemeinsamen Foto
Foto: 2013 © Ulrich Göpfert
Weitere Impressionen im Bild festgehalten:
Fotos: 2013 © Ulrich Göpfert sowie © Kulturverein „Wiener Blut“
Weitere Informationen:
Deutsche Johann Strauss Gesellschaft e.V.
Dr. Ingolf Roßberg, 1. Vorsitzender
Sitz der Gesellschaft: Coburg
Homepage: www.djsg.de
Prof. Mag. Helmut Reichenauer
Präsident des Kulturvereins „Wiener Blut“
A-1090 Wien, Wilhelm Exner Gasse 28/16
E-Mail: