Die Herzogin von York und das Geheimnis der Windsors - Vorschau

ZDFzeit: Fergie exklusiv
Dienstag, 17. Dezember 2019, 20:15 Uhr

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Sarah, Duchess of York, geborene Sarah Margaret Ferguson, in Gotha 2019.
Foto:  © ZDF/Tino Sieland

Sarah, Herzogin von York, besser bekannt als "Fergie", will ein Familiengeheimnis der britischen Royals lüften und folgt den deutschen Spuren der Windsors. "ZDFzeit" begleitet sie exklusiv. Fergie bewegt vor allem das Schicksal der rebellischen Herzogin Luise: Warum wurde die Schwiegermutter der legendären Queen Victoria aus der Geschichte des Königshauses verbannt und für immer von ihrem Sohn Prinz Albert getrennt? Eine historische Spurensuche beginnt – zu sehen am Dienstag, 17. Dezember 2019, 20.15 Uhr im ZDF.

Fergie exklusiv – Die Herzogin von York und das Geheimnis der Windsors

Es ist eine herzzerreißende Tragödie, die der Herzogin von York seit Jahren keine Ruhe lässt. Vieles erinnert Fergie an ihren eigenen Weg. Auch sie war einst eine verliebte Braut, die für ihren Prinzen alles aufgab, vor allem ihre Privatsphäre. Sie erlebte die zerstörerische Kraft von Gerüchten und die gnadenlose Kritik einer sensationshungrigen Presse. "Die Zeitschriften machten mit der 'schlimmen' Fergie ein Riesengeschäft", erinnert sich die Herzogin. "Ich konnte es sowieso niemandem Recht machen, also hab ich getan, was ich wollte, in vernünftigen Grenzen", erklärt Sarah, die 1996 von Prinz Andrew geschieden wurde.

Die filmische Spurensuche startet in England, in der Royal Lodge, dem Familienwohnsitz von Fergie und Prinz Andrew, dem zweitgeborenen Sohn der Queen. Dort wuchsen ihre gemeinsamen Töchter Beatrice und Eugenie auf. Viele Jahre zuvor waren dort auch die Queen und ihre Schwester Margaret als Kinder zuhause. In der Royal Lodge verrät die Herzogin in einem ausführlichen Interview, warum sie sich für die lange zurückliegende Geschichte von Alberts Mutter interessiert: "Luise inspiriert mich. Sie hat niemals aufgegeben. Wir müssen aussprechen, was wir wirklich fühlen. Wenn ich an Luise denke, fühle ich Widerstandskraft und Mut."

Es ist die Geschichte einer Frau, die sich nicht an die höfischen Regeln hielt und dafür einen hohen Preis zahlen musste. Luise wurde 1824 vom Hof in Coburg verbannt, nachdem sie ihre beiden Söhne zur Welt gebracht und sich gegen die Untreue ihres Ehemanns zur Wehr gesetzt hatte. Wie stark hat dies ihren Sohn, Prinz Albert, geprägt, der später das Geschick der britischen Monarchie wesentlich mitbestimmt hat?

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Den Sarkophag von Herzogin Luise entdeckt Fergie im Mausoleum der
Coburger auf dem Friedhof am Glockenberg.
Foto: © ZDF/ Zeljko Pehar.

Wichtige Stationen von Fergies Reise liegen in Deutschland: Schloss Friedenstein in Gotha, Schloss Rosenau in Coburg und die Stadt Sankt Wendel, in die Luise vor fast zweihundert Jahren verbannt wurde. Was machte sie so gefährlich für das Haus Sachsen-Coburg und Gotha, das sich später in Windsor umbenannte? Die Herzogin von York macht sich auf die Suche nach Dokumenten, Gemälden und nach dem Sarg von Prinz Alberts Mutter. Sie erfährt, dass die junge Luise durch ihre liberale Erziehung schlecht vorbereitet war auf ein Leben am Hof ihres ehrgeizigen Gatten Ernst von Sachsen-Coburg. Für ihn war die Ehe eine Frage der Staatsraison, seine Frau aber hing romantischen Träumen nach.

Die Herzogin von York glaubt: "Sie liebte ihn so sehr, er war der Mann ihres Lebens. Ich würde sie gerne warnen … Es ist wie in einem Krimi – du weißt, was passiert, du willst rufen: Hinter dir! Sei vorsichtig!" Denn Fergie hat aus der Geschichte gelernt. "Niemanden verletzen und seine Pflicht tun, einfach weitermachen", erklärt Sarah ihr eigenes Lebensmotto am Ende ihrer Reise durch das Leben Luises, die die Stamm-Mutter des Hauses Windsor ist und dennoch viele Rätsel aufgibt.      



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