Landestheater Coburg

Das Tagebuch der Anne Frank
Monooper von Grigori Frid
Weitere Vorstellungen

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Francesca Paratore als Anne Frank
Foto: © Sebastian Buff

Am Samstag, den 01.02.2020 fand mit „Das Tagebuch der Anne Frank“ das Regiedebut von Katarzyna Bogucka in der Reithalle statt. Die junge Regisseurin stellte sich mit diesem Stück aktuellen Themen und der emotionalen Welt der jungen Anne Frank.

Die Monooper von Grigori Frid schildert die Geschichte der 13-jährigen Anne Frank in den faschistischen Niederlanden. Das Schicksal des Mädchens ist in ihren Tagebüchern vom Juli 1942 bis hin zu ihrer Verhaftung durch die Gestapo im August 1944 gut überliefert. Die Zeit, die sich das Mädchen und ihre Familie in einem Amsterdamer Hinterhaus verstecken musste, war geprägt von seelischem Druck, Entbehrungen und Beklommenheit. Doch die moralische Kraft und der Lebenswille des jungen Mädchens blieben in dieser Zeit ungebrochen.

Die lyrisch-musikalische Erzählung der Monooper gewinnt vor allem durch die Übernahme des Originaltextes an Ausdruckskraft und spiegelt zu gleichen Teilen die Tragik wider. Die scheinbar einfach gehaltene Besetzung besticht mit dem gekonnten Einsatz der verfügbaren Mittel: Flöte, Klarinette, Fagott, Trompete, Schlagwerk, Klavier, Violine, Violoncello und Kontrabass treten in einen direkten Austausch mit der Sopranistin und übertragen die Emotionen des Mädchens musikalisch auf den Zuhörer. Hierbei entstehen nicht nur höchst beklemmende Szenen, denn Frid versteht es auch durch seine Musik die wenigen komischen und hoffnungsvollen Momente als kurze Lichtblicke einzuflechten.

Die besondere Atmosphäre der 1972 uraufgeführten Monooper schlägt sich durch den musikalischen Ausdruck nieder, die die Sängerin, aber auch das Publikum immer weiter von der Außenwelt isolieren, sodass ein instrumental erzeugter Schutzraum entsteht. Inszeniert wird die etwa einstündige Monooper von Katarzyna Bogucka, die seit der Spielzeit 2017/2018 als Regieassistentin am Landestheater engagiert ist und bereits eigene Projekte realisierte. Sie stellt sich mit dieser Produktion erstmals als Regisseurin vor und wird die Thematik und die seelischen Nöte der Protagonistin mit großer Sensibilität in den Blick nehmen. Den Herausforderungen als Sängerin dieses besonderen Musikstücks stellt sich Francesca Paratore, die als einzelne Darstellerin auf der Bühne den Weg der Anne Frank umreißt. Musikalisch wird sie von Paul Willot-Förster und Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters unterstützt.

Das Tagebuch der Anne Frank
Monooper von Grigori Frid

Musikalische Leitung Paul Willot-Förster

Inszenierung Katarzyna Bogucka

Bühne und Kostüme Susanne Wilczek

Dramaturgie Dorothee Harpain

Anne Frank Francesca Paratore

Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg

 

Weitere Vorstellungen

Di, 04.02.2020, 11:00 Uhr

Mi, 05.02.2020, 20:00 Uhr

So, 23.02.2020, 20:00 Uhr

Fr, 06.03.2020, 20:00 Uhr

So, 08.03.2020, 20:00 Uhr

Weitere buchbare Termine für Schulen über Christin Schmidt (Theaterpädagogik):

Fr, 21.02.2020, 11:00 Uhr

Karten

Theaterkasse
DI bis FR 10:00 – 17:00 Uhr,
SA 10:00 – 12:00 Uhr

AWO – Mehr Generationen Haus, Neue Presse, Coburger Tageblatt, Schuhhaus Appis Bad Rodach, Buchhandlung Stache Neustadt bei Coburg/Rödental, Touristinformation & Naturparkcenter Sonneberg, Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein und alle bekannten Vorverkaufsstellen von Reservix.

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