Margrethe II. von Dänemark

ZDFzeit: Ein Leben für die Krone - Vorschau
Dienstag, 14. April 2020, 20:15 Uhr

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Margarethe, die erste weibliche Herrscherin seit 600 Jahren, gilt in Dänemark als das Symbol der nationalen Einheit. Sie repräsentiert die lange Geschichte Dänemarks, der ältesten Monarchie Europas und steht zugleich für ein modernes, weltoffenes Oberhaupt der "ersten Familie", das sich viele ihrer Landsleute gerne zum Vorbild nehmen.
Foto: © ZDF/Rigmor Mydtskov

Königin Margrethe II. von Dänemark steht seit fast 50 Jahren an der Spitze der ältesten Monarchie Europas – am 16. April 2020 wird sie 80 Jahre alt. Zwei Tage vor ihrem runden Geburtstag porträtiert "ZDFzeit" am Dienstag, 14. April 2020, 20:15 Uhr, die Frau, die Dänemarks Monarchie erfolgreich ins 21. Jahrhundert geführt hat.

Ihre Mutter war überzeugt, das schüchterne Mädchen werde einmal Mutter und Ehefrau – aber niemals Königin. Doch dann kam alles anders: Mit 31 Jahren bestieg Margrethe den Thron. Damit sie Königin und Staatsoberhaupt werden konnte, wurde damals extra die dänische Verfassung geändert. Sie nimmt ihre Aufgabe seitdem sehr ernst. Margrethe blieb dabei ganz Kind ihrer Zeit: Während der Vietnam-Proteste studierte sie an der Sorbonne in Paris und schwärmte für die Feministin Simone de Beauvoir, von der sie ein Buch ins Dänische übersetzte. Das Existenzrecht der Monarchie stellte sie jedoch nie in Frage, so weit ging die Liebe zu den revolutionären Gedanken der 68er dann doch nicht. Im Gegenteil: Ein schwerer Verkehrsunfall von Kronprinz Frederik und seinem Bruder, Prinz Joachim, Ende der 80er-Jahre führte der Königin vor Augen, wie fragil der Fortbestand der Monarchie ist.

Margrethe befürwortet Dänemarks offene Gesellschaft
Dass die Frauen im Land eine starke Position haben, sich Familie und Beruf gut vereinbaren lassen, das macht die Königin stolz. In ihren Neujahrsansprachen lässt sie an ihrem liberalen Weltbild kaum Zweifel. Auch wenn sie sich strikt an das Neutralitätsgebot hält – den Spielraum, den sie hat, nutzt sie.

Dramen spielen sich in Margrethes Leben vor allem im Privaten ab
Henrik von Dänemark litt zeitlebens daran, das Anhängsel der Königin zu sein. Seine wiederholte Forderung, ihn vom Prinzgemahl zum König zu erheben, belastete die Ehe bis zu Henriks Tod.

Auch der Spagat zwischen Familie und königlichen Aufgaben gelang der Monarchin nicht immer. Während Margrethe von Termin zu Termin eilte, überließ sie die Erziehung ihrer zwei Söhne häufig ihrer Mutter, den Kindermädchen – und Prinzgemahl Henrik. Über dessen strenge Erziehung beklagte sich Kronprinz Frederik später sogar öffentlich.

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