Frühling im Oberpfälzer Freilandmuseum

Frühling im Oberpfälzer Freilandmuseum
Ein Erlebnis der „besonderen Art“

Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert

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Einen Ausflug in das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen kann ich jeden empfehlen.  Von uns aus ist es mit dem Auto über Kulmbach, Bayreuth, weiter in Richtung Weiden und von dort über die Autobahn A 93 Weiden-Regensburg, Ausfahrt Nabburg, dann der Beschilderung folgend, bei einer Fahrtzeit von etwas über 2 Stunden zu erreichen.

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Das Oberpfälzer Freilandmuseum des Bezirks Oberpfalz in Neusath-Perschen bei Nabburg bietet Einblick in das ländlich-bäuerliche Leben früherer Zeit. Es stellt wie alle Freilichtmuseen eine Bildungseinrichtung mit hohem Erlebniswert dar. Die mittlerweile rund 50 wiedererrichteten Gebäude zeigen das Bauen, Wohnung und Wirtschaften der letzten 300 Jahre in ihrer regionalen und sozialen Vielfalt. Die Häuser bewohnten einst Bauern, Söldner, Häusler, Tagelöhner, Weber, Hirten, Müller, Jäger und Adlige.

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Als kulturgeschichtliche Zeugnisse wurden die Gebäude, die an ihrem ursprünglichen Standort nicht mehr erhalten werden konnten, in das Museum versetzt. Der zweistündige Rundgang führt vom „Stiftlanddorf“ über das „Waldlerdorf“ zum „Mühlental“ und „Juradorf“ – vom Vierseithof über das Hirtenhaus zum Landsassengut, von der Kapelle zum Wirtshaus. Eine eigene Baugruppe mit Häusern in der für die mittlere Oberpfalz typischen Bauweise soll ländliches Handwerk und Landhandel dokumentieren. Dazu gehört neben einer Schmiede auch die Raiffeisenlagerhalle aus Floß aus dem Jahr 1899.

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Das gesamte Museumsgelände wird traditionell bewirtschaftet: Im Rahmen der Dreifelderwirtschaft werden alte Pflanzen und Getreidesorten angebaut. Mit Pferden, Ochsen, Kühen und altem landwirtschaftlichen Gerät bestellen qualifizierte Mitarbeiter Felder und Wald. Bei den Häusern sind Obst- und Wurzgärten angelegt. In eigenen Streuobstwiesen wird der Anbau heimischer Obstbaumsorten dokumentiert.

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Das Museumswirtshaus und das Brotzeitstüberl im Bauernmuseum Perschen bieten regionale Speisen und Getränke an

Die Keimzelle des Oberpfälzer Freilandmuseum ist der an Ort und Stelle erhaltene „Edelmannshof“ im drei Kilometer entfernten Perschen. Diese ehemalige, 1605 ausgebaute Pfarrhofanlage wurde 1964 als „Oberpfälzisches Bauernmuseum Perschen“ eröffnet und zählt somit zu den ältesten Museen seiner Art in Bayern. 1977 übernahm der Bezirk Oberpfalz die Trägerschaft des Museums im Rahmen des geplanten Oberpfälzer Freilandmuseums Neusath-Perschen.

Als „Zentralmuseum für die ländlich-bäuerliche Kulturgeschichte der Oberpfalz“ veranstaltet das Freilandmuseum jährlich mehrere Aktionstage. Dabei werden alte Handwerkstechniken und traditionelle Arbeiten in Haus und Hof vorgeführt. Sonderausstellungen und Vorträge zu volkskundlichen Themen runden das Programm ab.

Impressionen aus dem Oberpfälzer Freilandmuseum

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Alle Fotos: 2012 © Ulrich Göpfert

Weitere Informationen
Oberpfälzer Freilandmuseum
Neusath-Perschen
Neusath 200, 92507 Nabburg
Telefon: 09433-2442-0
Fax: 09433-2442-222

Internet: www.freilandmuseum.org
E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Aktelle Veranstaltungshinweise finden Sie
immer auf diesem Internetportal

Quellenhinweis: 2012 © Bezirk Oberpfalz – Oberpfälzer Freilandmuseum

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