„Vivat hoch, Prinz Coburg lebe!“

„Vivat hoch, Prinz Coburg lebe!“
200. Todestag von Friedrich Josias Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld
Gedenkveranstaltung am Donnerstag, 26. Februar 2015 um 18:30 Uhr
auf der Veste Coburg, große Hofstube

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Das Denkmal von Prinz Friedrich Josias (Archivaufnahme)
steht in der Nähe des Bürglaßschlösschen
Foto: 2015 © Ulrich Göpfert

Reichsgeneralfeldmarschall Prinz Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1737-1815) war ein Kavallerieoffizier in österreichischen Diensten. Im Siebenjährigen Krieg machte er durch kühne Reiterattacken auf sich aufmerksam. Schnell stieg er zum General auf und gewann mit seinem Korps zwischen 1788 und 1791 mehrere Schlachten gegen die Türken im heutigen Rumänien. Sein Kriegsruhm wurde in zahlreichen Gedichten, Liedern und Märschen beschrieben. So komponierte 1789 Wolfgang Amadeus Mozart einen Contretanz, Michael Haydn drei Jahre später den bekannten Coburger-Marsch. Höhepunkt seiner militärischen Laufbahn war 1793/94 der Oberbefehl über die Reichsarmee gegen die französischen Revolutionsheere. Trotz seiner erfolgreichen Führungskunst zwangen ihn politische Intrigen in Wien zum Rücktritt. Seinen Lebensabend verbrachte er in seiner Vaterstadt Coburg, die er 1806 vor der Plünderung durch französische Truppen bewahren konnte. Er verstarb am 26. Februar 1815 und wurde in der Fürstengruft der Moriz-Kirche beigesetzt.

Anlässlich des 200. Todestags von Friedrich Josias Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld laden die Kunstsammlungen der Veste Coburg und die Kulturabteilung der Stadt Coburg ein zur Gedenkveranstaltung am 26. Februar 2015 um 18:30 Uhr auf der Veste Coburg, große Hofstube.

Kernpunkt der Veranstaltung wird ein Vortrag des  Potsdamer Militärhistorikers Dr. Helmut R. Hammerich sein, der am Beispiel des Prinzen Josias die Erinnerungskulturen in Deutschland und Österreich vergleicht und der Frage nachgeht, warum zwei demokratische Gesellschaften unterschiedlich mit ihrer vordemokratischen Geschichte umgehen.

Der Vortrag wird gerahmt von einer Begrüßung durch Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer, einem Auftritt der Stadtkapelle Coburg und von einer kurzen Lesung aus Heimito von Doderers Roman „Die Merowinger“. Zum Ausklang wird es einen Empfang im Fürstenbau geben mit anschließender Besichtigung der Sammlungen, die an Prinz Josias erinnern.

Der Eintritt beträgt 5,00 Euro.


Hintergrundinformation
Dr. Helmut R. Hammerich wuchs in Ebern/Ufr. auf und war Offizier im Panzerbataillon 354 in Hammelburg. Er studierte Staats- und Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Geschichte an der Universität der Bundeswehr in München und arbeitet seit Ende 1994 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Militärgeschichtlichen Forschungsamt, heute Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, in Potsdam. 2001 legte er eine Kurzbiografie zu Prinz Coburg vor.

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