Vier neue Märchenfilme

Sechs auf einen Streich
Vier neue Märchenfilme werden zusätzlich
im Weihnachtsprogramm 2013 im Ersten gezeigt

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Auf deutschen Erfindungsgeist gehen der Buchdruck und der Kindergarten, Gummibärchen und Zahnpasta, das Fernsehen und der Weihnachtsbaum zurück. Märchen aber wurden nicht hier erfunden. Die Professoren Jacob und Wilhelm Grimm aus Göttingen haben die Erzählungen nur gesammelt und als Buch veröffentlicht. Keine Frage: Eine verdienstvolle Tat, dieses Kulturgut für alle Zeiten festzuhalten. In früheren Jahrhunderten wurden Märchen erzählt und dabei ständig verändert oder ergänzt. Heute werden Märchen vorgelesen, aufgeführt oder verfilmt; sie haben bei aller Variationsbreite einen festgeschriebenen inhaltlichen Kern und eine moralische Botschaft. Auch die Ausübung dieser Kulturtechniken halten die Märchen lebendig.

Die ARD hat den Märchenfilm nicht erfunden
Schon in Stummfilmzeiten dienten die Erzählungen der Brüder Grimm etwa von „Dornröschen“ oder „Schneewittchen“ als Vorlage. 1937 gilt als Geburtsjahr des farbigen Märchenfilms. Seit den frühen 50er-Jahren verfilmen das (Erste) Deutsche Fernsehen und der Deutsche Fernsehfunk bzw. das Fernsehen der DDR fabelhafte Geschichten von Wilhelm Hauff, Hans Christian Andersen und den Brüdern Grimm. Märchenfilme sind also seit jeher ein fester Bestandteil der Fernsehunterhaltung.

Die ARD hat im Jahr 2008 dennoch etwas Neues geschaffen,
indem sie dem Märchenfilm eine eigene Reihe gewidmet hat. Unter „Sechs auf einen Streich“ firmieren seither Neuinterpretationen klassischer Erzählungen im einheitlichen 60-Minuten-Format, mit Stars und jungen Talenten besetzt, von Könnern ihres Fachs an verwunschenen Orten im ganzen Land in Szene gesetzt. Mit den vier neuen Filmen, die wir im Weihnachtsprogramm 2013 im Ersten zeigen, ist die Reihe nun auf stolze 30 Titel angewachsen. Ein hochwertiger Bestand, ein filmischer Schatz, der nicht nur Weihnachten im Ersten und im Kinderprogramm „Check Eins“ einen festen Platz hat, sondern auch in den Dritten, im KiKa, zu Thementagen bei 3sat oder zu besonderen Anlässen wie der Themenwoche „Zum Glück“ gezeigt wird.

Mit den neuen Filmen „Vom Fischer und seiner Frau“, „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Die kleine Meerjungfrau“ und „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ führen wir die Reihe mit den Gütesiegeln „garantiert originalgetreu“, „liebevoll gemacht“, „dringend empfohlen“ fort.

Zusammen mit vier Klassikern aus der Reihe „Sechs auf einen Streich“ setzen sie an den beiden Weihnachtsnachmitttagen wieder einen Programmschwerpunkt für die ganze Familie. Ich kann den beteiligten Schauspielern, Produzenten, Autoren, Redakteuren, Regisseuren und ihren Teams sowie den beteiligten ARD-Landesrundfunkanstalten für dieses Geschenk nur danken. Denn durch ihren kollektiven Einsatz liegt auch über den Weihnachtstagen in diesem Jahr ein märchenhafter Zauber.

2. Weihnachtstag, 26. Dezember 2013
12.05 Uhr Hänsel und Gretel (rbb/SR/ARD)
13.05 Uhr Der Froschkönig (SWR/ARD)
14.10 Uhr Die kleine Meerjungfrau (MDR/ARD)
Premiere!
15.10 Uhr Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (SWR/ARD) Premiere!

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