Apelles am Fürstenhof

Kunstsammlungen der Veste Coburg

Apelles am Fürstenhof - Facetten der Hofkunst um 1500 im Alten Reich

Ausstellung  vom 22. August bis 07. November 2010
in der Steinernen Kemenate

 

Aus der Konkurrenz zwischen Kaiser und Landesfürsten um die Macht im Alten Reich gingen die Territorialherrschaften Ende des 15. Jahrhunderts gestärkt hervor. Mit der neuen politischen Bedeutung kam auch der Kunst ein neuer Stellenwert im Rahmen der fürstlichen Repräsentation zu. Im Spannungsfeld zwischen Fürst, Stadtpatriziat und Kirche entwickelten sich facettenreiche Modelle der Beschäftigung von Künstlern am Hof. In diesem Prozess gewannen gerade Malerei und Grafik als mobile und reproduzierbare Medien an Bedeutung. Durch sie gelang es, die kulturellen Leistungen der Höfe europaweit zu verbreiten.

 

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Haeutle

Hofkleiderbuch des Herzogs Wilhelm IV. und Albrecht V.,

fol. 63v und 64r, 1508 – 1551, Inv.-Nr.: Cgm.1951

2010 © Bayerische Staatsbibliothek, München

 

Die Ausstellung soll erstmals anhand prägnanter Werke der Zeit um 1500 die Aufgaben der an Höfen tätigen Künstler und ihre gesteigerte Bedeutung für die fürstliche Repräsentation in ihrer medialen Vielfalt anschaulich nachzeichnen. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei dem für das Alte Reich vorbildhaft wirkenden Hof Kaiser Maximilians I. sowie dem kulturell herausragenden sächsischen Kurfürstenhof unter Friedrich dem Weisen zu.

 

Thematische Schwerpunkte werden die Darstellung der Aufgaben der Hofkünstler sein, vom Portrait, das in dieser Zeit an Bedeutung gewann, über die Ausstattung der Höfe und die höfische Repräsentation vor allem in Turnier und Jagd, die Bezeugung der frommen Haltung des Herrschers und seinem Gedenken, und schließlich die humanistisch-gelehrten Diskurse, die sich in mythologischen Themen und der Verbildlichung von Geschichtsmodellen verfolgen lässt. Auch die Selbstdarstellung des Künstlers als ebenbürtiger Gesprächspartner bei Hofe soll aufgezeigt werden.

 

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Ambrogio de Predis (um 1455 - nach 1508)

Bildnis Bianca Maria Sforza, nach 1493 – 1495,

Inv.-Nr.: GG 5622

2010 © Gemäldegalerie Kunsthistorisches Museum, Wien

 

Die Ausstellung bietet ein breites Spektrum an Künstlerpersönlichkeiten, die an den Höfen des Alten Reichs agierten. Zahlreiche Werke von Jacopo de' Barbari, Lucas Cranach, Hans Daucher, Jörg Kölderer, Albrecht und Erhard Altdorfer, Hans Burgkmair, Hans Baldung Grien, Giovanni Candida, Barent van Orley, Albrecht Dürer, Adriano Fiorentino, Ambrogio de Predis, Conrat Meit, Hans Holbein d. Ä. und Hans Holbein d. J. illustrieren die Vielfalt und Leistungsfähigkeit von Werkstätten der Zeit. Zudem liegt ein wesentliches Augenmerk auf der Fülle der künstlerischen Medien im Dienst höfischer Repräsentation. Ihre anschauliche Würdigung innerhalb der Ausstellung demonstrieren die vertretenen künstlerischen Gattungen wie Malerei und Zeichnung, Graphik, Skulptur sowie Goldschmiede- und Waffenkunst. Leihgaben werden unter anderem aus Museen in Berlin, Brüssel, Dresden, London, Paris, Weimar und Wien erwartet.

 

Führungstermine während der Laufzeit der Ausstellung
vom 22.8. bis 7.11.2010: Jeden Samstag und Sonntag sowie am Montag, 1.11.10 jeweils um 11 Uhr

 

Weitere Informationen

Kunstsammlungen der Veste Coburg
Direktor: Klaus Weschenfelder
96450 Coburg

Telefon: 0 95 61 / 8 79-0
Infotelefon: 0 95 61 / 8 79-79
Fax: 0 95 61 / 8 79-66

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