Bitte sagen sie jetzt nichts

Theater im Wirtshaus
Bitte sagen sie jetzt nichts
Eine Hommage an Vicco von Bülow, genannt Loriot   
im Münchner Hofbräu in Coburg
Weitere Vorstellungen

Kegelbahn, Kleinkinder-Bewahranstalt, Katholischer Hausverein, Braustube: Bernhard- Viktor Christoph Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow alias Loriot, hätte bei diesen Begriffen einen begeisterten Hopser auf seinem Sofa gemacht – um sich danach leicht verschämt die unkontrolliert in die Stirn gefallene Haarsträhne mit einer ruckartigen Bewegung wieder an ihren ordnungsgemäß zugewiesenen Bestimmungsort unweit des Scheitels zu streichen.

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Szenenfoto: "Bitte sagen Sie jetzt nichts"
Foto: 2014 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

Denn was zunächst wie die Zutaten zu einem seiner Sketche klingt, ist ein Auszug aus der Geschichte des 1393 erstmals urkundlich erwähnten Anwesens an der Kleinen Johannisgasse 8 in Coburg, wo das Landestheater seit drei Jahren sein „Wirtshaustheater“ bespielt.

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Szenenfoto: "Bitte sagen Sie jetzt nichts"
Foto: 2014 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

In der neuen Saison stehen hier im „Hofbräu“ Sketche und Texte von Loriot auf dem Programm. Der Meister der Parodie auf deutsche Sitten und geschmackliche Verirrungen hätte sich hier möglicherweise gern selbst getarnt auf die Lauer gelegt, um sein Lieblings-Opfer, den deutschen Bürger, zu beobachten. Ihn überzeichnete er in seinen Sketchen erst liebevoll, um ihn dann am liebsten im absoluten Chaos untergehen zu lassen. Ob mit der Familie Hoppenstätt, mit Hildegard bei einer Nudelsuppe oder („Lassen Sie doch das Kind mal vor!“) bei einer „Kalbshaxe Florida“: Loriot hätte sich hier im Wirtshaustheater süffisant lächelnd wohl gefühlt – einen sprechenden Hund – oder wenigstens einen Mops – zu seinen Füßen und in Vorfreude auf das Dessert: einen ausgewachsenen Kosakenzipfel. Den hätte ihm auch Herr Müller-Lüdenscheid nicht madig machen können. 

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Szenenfoto: "Bitte sagen Sie jetzt nichts"
Foto: 2014 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

Mitwirkende

Inszenierung
Leila Müller

Dramaturgie
Georg Mellert

Sandrina Nitschke

Frederik Leberle

Niklaus Scheibli

Weitere Vorstellungen:

Samstag,       17. Mai 2014   - 20:00 Uhr

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