Das schönste Martinslicht

Das schönste Martinslicht
Eine Geschichte zum Martinstag, in der die Legende
vom heiligen Martin wieder lebendig wird

Sonne, Mond und der heilige Martin hoch zu Ross prangen auf Martins Laterne. Tagelang hat er an ihr gebastelt. Stolz auf sein Werk zieht er am St. Martinstag los und trifft sich mit den anderen Kindern aus seiner Straße zum Martinssingen.

Wie jedes Jahr wollen sie in Herrn Bierbaums Laden beginnen, schenkt er ihnen doch immer Süßigkeiten. So ist es auch dieses Mal. Martin bleibt noch etwas länger als die anderen Kinder, da Herr Bierbaum von seiner Laterne so begeistert ist. Als er den anderen hinterherrennen möchte, hört er plötzlich ein Weinen und sieht einen fremden Jungen auf dem Boden kauern. „Meine Laterne hat auf einmal gebrannt und eine Frau hat sie zertreten“, erzählt der ihm verstört. Martin erklärt dem Kleinen, dass er auch ohne Laterne beim Singen mitgehen könne, als der ihn nach seinem Namen fragt.

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Der Junge ist erstaunt, jemanden zu treffen, der so heißt, wie derjenige, der seinen Mantel geteilt hat. Das bringt Martin auf die Idee, ihn zu trösten, indem er ihm seine Laterne schenkt. Abends daheim bereut er das, doch seine Eltern können ihm vermitteln, dass er den St. Martinstag instinktiv richtig erfasst hat.

Quellenhinweis:
Die Bilder zu diesem Beitrag wurden mir freundlicherweise von Herrn Pfarrer Eckard Fischer zur Verfügung gestellt. Sie stammen aus dem Gemeindebrief, einer Zeitschrift für Gemeindebriefgestaltung.

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