DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI

Theater Meiningen
Premiere: „DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI“
Nach dem gleichnamigen Film von Hans Weingartner
Bühnenfassung von Gunnar Dreßler
Inszenierung Julia Heinrichs
Donnerstag, 13. März 2014, 20:00 Uhr, Kammerspiele

In Kooperation mit der Hochschule für Bildende Kunst Dresden 

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Ensemble „Die fetten Jahre sind vorbei“
Foto: 2014 © foto-ed

„Früher brauchtest du nur zu kiffen und lange Haare zu haben, und die Gesellschaft war automatisch gegen dich“, sagt Jan im Stück. Er und Peter sind jung und wollen die Welt verändern – gar nicht so einfach, wenn angeblich ‚alles schon mal dagewesen ist, und man immer wieder zu hören bekommt: „Das bringt doch sowieso nichts!“

Doch die beiden haben eine ungewöhnliche Form gefunden, ihren Unmut auszudrücken, eine Form, die Wirkung zeigt und – im wahrsten Sinne des Wortes – Spuren hinterlässt: Sie brechen in die Villen von reichen Leuten ein, stehlen aber nichts, sondern stellen lediglich die Möbel um und lassen auf einem Zettel beunruhigende Botschaften zurück wie z.B. „Die fetten Jahre sind vorbei.“ – unterschrieben: „Die Erziehungsberechtigten“.

Als Peters Freundin Jule von den Aktionen der beiden erfährt, überredet sie Jan, in die Villa des wohlhabenden Managers Hardenberg einzubrechen, dem sie einen Haufen Geld schuldet. Unerwartet taucht Hardenberg auf, erwischt die beiden auf frischer Tat, und zu allem Überfluss erkennt er Jule. Diese Situation trifft sie völlig unvorbereitet. Auch der eilends zu Hilfe gerufene Peter ist überfordert. Was macht Jule allein mit Jan in der Villa? Was soll mit Hardenberg geschehen? Unversehens wird aus drei gewaltlosen Aktivisten ein Entführertrio.

Die Lage spitzt sich zu und liefert den aufgeladenen Hintergrund für herausfordernde Positionskämpfe untereinander - politische und private. Mit einem überraschenden Ausgang!

Konzeption:
Die unvorhergesehene Situation, in der der Plan der jungen Leute aus dem Ruder läuft und in der eine deutliche Linie zwischen Vorher und Nachher gezogen wird, ist für die Regisseurin Julia Heinrichs, die nach Arbeiten in Zürich, Greifswald, Stendal, Stralsund, Kaiserslautern, Osnabrück erstmals in Meiningen arbeitet, der Schlüsselpunkt ihrer Inszenierung. Der Moment, in dem aus planvollem, überschaubarem, subversivem Handeln eine scheinbar unkontrollierbare Situation wird, zieht den Figuren den Boden unter den Füßen weg und ist zugleich der Moment, den die Regisseurin nutzt, um den veränderten Verhältnissen, den politischen und privaten Konflikten der Figuren ihren Ausdruck zu verleihen. Dieser konzeptionelle Ausgangspunkt findet auch in der Ausstattung von Leonore Pilz seine Entsprechung.

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Ensemble „Die fetten Jahre sind vorbei“
Foto: 2014 © foto-ed

“Die fetten Jahre sind vorbei” nach dem gleichnamigen Film von Hans Weingartner aus dem Jahre 2004 erzählt von der Sehnsucht nach gesellschaftlichem und privatem Glück, vom ewigen Widerstreit zwischen Denken und Handeln und nicht zuletzt auch vom Verlust von Visionen und schleichender Anpassung.

Die Produktion ist eine Kooperation mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden, an der Leonore Pilz – nach ihrem Diplom (Studiengang Bühnen- und Kostümbild) - im Rahmen ihres Meisterschülerstudiums bei Barbara Ehnes mit der Ausstattung von „Die fetten Jahre sind vorbei“ eine Ihrer Arbeiten präsentiert. 

Regie:
Julia Heinrichs

Bühnenbild & Kostüme:
Leonore Pilz

Dramaturgie:
Joachim Henn

Mit
Mara Amrita;
Lukas Benjamin Engel,
Vivian Frey und Matthias Herold

Kostprobe (Öffentliche Probe) „Die fetten Jahre sind vorbei“ am Donnerstag, den 27. Februar um 19:00 Uhr in den Kammerspielen.

Das Meininger Theater – Südthüringisches Staatstheater
Bernhardstr. 5, 98617 Meiningen

Telefon: 03693 / 451 - 222 und 451 – 137
Telefax: 03693 / 451 – 301
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