Weimars Zwiebelmarkt

Weimars Zwiebelmarkt ist legendär
vom Freitag, 08. Oktober 2010 bis Sonntag, 10. Oktober 2010


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Zwiebelrispen

Foto: 2010 © Ulrich Göpfert

 

Nichts geht am zweiten Oktober-Wochenende
in Weimar ohne Zwiebel

Auf dem Kuchen, in der Suppe, im berühmten Zopf oder im Gesteck - der Weimarer Zwiebelmarkt ist legendär. Mehr als 300.000 Besucher lassen sich das Fest nicht entgehen. Weimarer und Gäste genießen den Ausnahmezustand in der Klassikerstadt. Rein ins Getümmel heißt es ab Freitagmittag, 8. Oktober bis Sonntag, 10.Oktober 2010.

 

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Die bunten "Zwiebellinchen“

Foto: 2010 © Ulrich Göpfert

 

Es zwiebelt
Die ersten Zwiebelzöpfe sind schon gebunden, bevor sie vom 8. bis 10. Oktober zum Weimarer Zwiebelmarkt zehntausendfach von den Heldrunger Zwiebelbauern in der Weimarer Schillerstraße an 120 Ständen verkauft werden. Insgesamt erwartet die Besucher zum größten Thüringer Volksfest in der gesamten Innenstadt ein Markttreiben mit über 600 Händlern und fünf großen Kulturbühnen, die Nonstop bespielt werden. Eine Woche vor dem Fest wird die diesjährige Zwiebelmarktkönigin gekrönt.

 

Lange Tradition in Weimar

Thüringens größtes Volksfest wird in diesem Jahr  zum 357. Mal gefeiert. Damit gehört der Zwiebelmarkt mit zu den ältesten Volksfesten in der Region. Begonnen hat die Tradition anno 1653 als "Viehe- und Zippelmarckt". Damals zählte Weimar 5000 Einwohner.  Es gab beileibe nicht nur Zwiebeln: Verkauft wurden auch Sellerie, Meerrettich, Knoblauch, Porree und Majoran sowie zahlreiche andere Gemüse- und Gewürzsorten.

 

Für Goethes Verbundenheit mit dem Markt gibt es viele Beispiele, so ließ er die gekauften Zwiebelrispen an seinem Schreibtisch befestigen, schmückte sein Haus mit ihnen und lobte die gesundheitsfördernde Wirkung der Zwiebel.

 

Der Markt entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts zum Zwiebel-Einkaufszentrum für ganz Mitteldeutschland. Ab 1861 wurde der Markt auf drei Tage verlängert. Zu DDR-Zeiten kamen bis zu 120.000 Besucher in die Stadt - an nur einem Tag. 32.000 Zwiebelzöpfe wurden beispielsweise 1970 verkauft - immerhin 100 Tonnen Zwiebeln waren dazu nötig. Gereicht haben sie dennoch nicht. Manchmal waren sie schon am frühen Vormittag vergriffen.

 

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Am Stand der Familie Peuckert aus Heldrungen
mit den "Original Heldrunger-Zwiebelrispen“
Foto: 2010 © Ulrich Göpfert


Heldrunger Zwiebelbauern

Nach der Wende wurde der Zwiebelmarkt auf drei Tage verlängert. Damals wie heute sind es die Heldrunger Zwiebelbauern, die die Rispen herstellen und verkaufen. Zweifarbig, mini oder extra lang - der Zwiebelzopf ist bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt.

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