Norwegen

Norwegen

Das Land der Fjorde, Wasserfälle, Trolle  und Feen

Eine Reisereportage von Ulrich Göpfert

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Das Königreich Norwegen ist ein Staat in Nordeuropa. Das skandinavische Land grenzt im Osten an Schweden und im Nordosten an Finnland und Russland. Die Wirtschaftszone Norwegens in der Nordsee grenzt im Süden an die Dänemarks und im Westen an die Schottlands. Norwegens Staatsform entspricht einer konstitutionellen Monarchie mit einem parlamentarischen Regierungssystem und ist als Zentralstaat organisiert.

 

Die Bevölkerung des Landes verteilt sich mit 75 % auf die größeren Städte und 25 % auf die ländlichen Gebiete. Dabei ist signifikant, dass die Bevölkerungsdichte ein erhebliches Gefälle zwischen den relativ dicht besiedelten südlichen und westlichen Küsten- und küstennahen Regionen und dem deutlich dünner besiedelten Norden des Landes aufweist. Außerhalb der Nationalparks gibt es kleinere Siedlungen. Neben dem relativ moderaten Nord-Süd-Gefälle zeigt sich ein deutlicheres Gefälle zwischen den stärker besiedelten Küstenregionen und dem Landesinneren mit kaum bewohntem Hochland und teilweise sehr dicht besiedelten Tälern. Neben Oslo (550.000 Einwohner) hat Norwegen vier weitere Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern; das sind Bergen, Trondheim, Stavanger und Baerum.

Quellenhinweis: Wikipedia

 

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Foto: © MSC Kreuzfahrten

 

Reisebeginn

In Kiel schifften wir auf dem Kreuzfahrtschiff MSC Orchestra ein. Dort wurden wir im Namen von MSC Kreuzfahrten von Kapitän Giuseppe Maresca und den fast 1.000  Besatzungsmitgliedern an Bord begrüßt. Dieses Schiff wurde im Juni 2007 in Betrieb genommen und hat eine Länge von 293 m, Breite: 32 m, Tonnage: 89600 und kann  3013 Passagiere an Bord aufnehmen. Das majestätische Schiff bietet seinen Gästen auf einer Grundfläche von 22.000 qm vielfältige Unterhaltungsmöglichkeiten, Freizeitaktivitäten und stilvolle Ruhezonen. Auf 18 Decks befinden sich ein großer Fitness- und Wellnessbereich, Sauna und türkisches Bad, Swimming Pools und Jacuzzis, Restaurants, Pizzerias, Theater, Shopping Arkaden und ein Miniclub.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Nautische Information

Nach dem Verlassen von Kiel ging es durch die Kieler Förde, vorbei am Marine-Ehrenmal von Laboe. Dort hat uns der Lotse verlassen und das Kreuzfahrtschiff fuhr uns in nordöstlicher Richtung. Gegen 19:15 Uhr wurde der Großer-Belt-Lotsen an Bord aufgenommen, der uns gegen 21:00 Uhr unter der Großen-Belt-Brücke hindurch navigierte. Gegen 00.30 Uhr ging der Lotse von Bord und wir setzten unsere Reise in Richtung Oslo fort. Gegen 9:00 Uhr kam der Oslofjord-Lotse an Bord, um uns sicher nach Oslo zu geleiten. Nachdem wir den 52-Seemeilen langen Oslofjord hinter uns gelassen und diesen mit verschiedenen Kurswechseln durchfahren haben, verließ uns der Lotse gegen 22:00 Uhr. Wir hatten wiederum die Nordsee erreicht.   

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Willkommen in Oslo

Oslo ist die Hauptstadt Norwegens sowie die Stätte des Friedens-Nobelpreises. Die Stadt ist verhältnismäßig klein, hat dennoch eine bemerkenswert große Anzahl an Museen und Galerien. Der Stadtkern hat seinen mittelalterlichen Charakter, inmitten von Grünflächen und Parkanlagen, im Wesentlichen erhalten. Akerbrygge ist ein neuentwickeltes Hafengebiet in Zentrumsnähe, mit vielen Bars und Restaurants und voll von Unterhaltsamkeit.

Nicht zu versäumen ist der Vigeland Skulpturenpark im Frognerpark. Östlich der Stadtmitte liegt der Toyenhoevedgard, in dem sich das Munch-Museum mit seiner umfangreichen Gemäldesammlung befindet. Gleich daneben befindet sich der Botanische Garten. Das Rathaus liegt zwischen dem Königlichen Schloss und der Akerhus-Festung, nicht weit weg von der Domkirche und Stortovet am Großen Markt.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Erkundung Oslos

Vom Hafen aus begann per Bus eine Panoramafahrt entlang der wichtigsten Straßen, Plätze und Gebäude der norwegischen Hauptstadt: Parlamentsgebäude, Nationaltheater, Universität, Königliche Residenz und vieles mehr. Anschließend spazierten wir durch die wunderschöne Anlage des Vigeland-Skulpturenparkes, in dem die beeindruckenden Werke des gleichnamigen Bildhauers zu sehen waren. Weiterfahrt zum bekannten Holmenkollen, der ehemaligen Ski-Sprungschanze. Dort befindet sich zurzeit eine Großbaustelle für mehrere neue Ski-Sprungschanzen. Wieder in der Stadt angelangt, ging es zu Fuß durch das Zentrum Oslos, vorbei an weiteren Sehenswürdigkeiten.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Willkommen in Stavanger

Stavanger ist die Metropole der norwegischen Off-Shore-Öl-Industrie, eine fortschrittliche moderne Stadt, sie liegt südlich von Bergen und etwa 300 km südwestlich von Oslo entfernt. Stavanger hat mehrere interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten, abgesehen von den rekonstruierten Straßen und Häusern des 18. Jh. gibt es ein Konserven-Museum, eine stillgelegte Sardinenverarbeitungs- und Verpackungsfabrik, die romanische Domkirche, den Prekestolen (Predigerstuhl) im Lyserfjord mit seinem Plateau, 600 Meter oberhalb des Fjords zu sehen. Ein besonders beeindruckendes Museum ist jedoch das Norwegische Ölmuseum, über Wasser gebaut ähnlich einer Ölplattform. Interessant sind auch der Panoramapunkt Valbergturm und die Insel Mosero mit dem Utstein-Kloster aus dem 13. Jahrhundert.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Erkundung von Stavanger

Wir unternahmen eine Panoramafahrt vorbei an der Kathedrale von Stavanger und durch den modernen Teil dieses norwegischen Städtchens.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Besuch der Iron Age Farm, ein typisch norwegischer Bauernhof aus der Eisenzeit, in dem man die damalige Lebensweise kennen lernen konnte. Weiterfahrt und Halt in Ullanhaug, einem Aussichtspunkt, um das Panorama zu genießen.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Danach ging es wieder zurück in die Stadt, um dort auf einem Spaziergang die engen Straßen des „Alten Stavangers“ zu entdecken.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Nautische Information

Nachdem wir Stavanger verlassen hatten und der Lotse von Bord gegangen ist, fuhren wir auf nördlichem Kurs entlang der Westküste Norwegens. Gegen 21:00 Uhr sahen wir in einer Entfernung von 4 Seemeilen auf der Steuerbordseite die Insel Utsira, danach fuhren wir in Richtung Flam.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Willkommen in Flam

Ausgesprochen: Flom

Flam ist ein kleines Dorf im südwestlichen Norwegen, spektakulär gelegen am Ende des Aurlandfjords. Dieser ist ein Seitenarm des weltlängsten Fjords, des Sognetfjords, mit 204 km Länge. Die Lage Flams kann als einzigartig bezeichnet werden, wie ein Nest inmitten dramatischer Berge, den Hintergrund bildet das Grün des Flamtals. Die Flamsbahn, die steilste Bergbahn der Welt, windet sich vom Meeresspiegel hinauf nach Myrdal und trifft hier auf die Eisenbahnstrecke Oslo – Bergen. Die Bahn selbst wurde berühmt, erstens wegen der majestätischen Bergwelt, die sie durchfährt und zweitens wegen seiner mechanischen Umsetzung.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Erkundung von Flam

Aufgrund eines Erdrutsches konnten wir unsere Exkursion nicht durchführen. Wir gingen jedoch von Bord und besichtigen das schöne Dorf Flam am Endpunkt der Flambahn.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Nautische Information

Nachdem wir Flam verlassen hatten und der Lotse am Fjordausgang von Bord ist, erreichten wir das offene Meer. Weiter ging es in nördlicher Richtung entlang der norwegischen Küste, sichtbar auf der Steuerbordseite, um dann den Lotsen von Hellesylt/Geiranger an Bord zu nehmen. Von da an begann unsere Fahrt durch den Storfjorden.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Willkommen in Geiranger

Am Ende des weit verzweigten Storfjords liegt der zum UNESCO Weltnaturerbe zählende Geirangerfjord, der seit langem zu den meistbesuchten Reisezielen in Norwegen gehört. Er liegt etwa 200 km nordöstlich von Bergen und ungefähr 280 km nordwestlich von Oslo. Am Ende des Geirangerfjords liegt der Ort Geiranger. Sehenswert sind die Wasserfälle: „Die sieben Schwestern“, „Freier“ und „Brautschleier“. 

 

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Foto: © Ulrich Göpfert


Erkundung von Geiranger

Mit Tenderbooten wurden wir von unserem Kreuzfahrtschiff ausgeschifft und an Land gebracht. Diese Tenderboote können bis zu 150 Personen befördern. Das kleine Dorf Geiranger ist eines der bekanntesten und meist besuchten Tourismuszentren Norwegens. Von Geiranger-Hafen fuhren wir mit dem Bus über eine serpentinenreiche Strecke, genannt „Adlerstraße“, zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen ein beeindruckendes Panorama auf den unter dem Namen „Die Sieben Schwestern“ bekannten Wasserfall und den weit unterhalb liegenden Fjord genießen kann.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Danach erfolgte die Weiterfahrt zu einem, nur im Sommer bewirtschafteten, Bauernhof. Hier konnten lokale Produkte verkostet werden. Danach ging es zurück nach Geiranger, von dort aus wurden wir wieder mit Tenderbooten an Bord gebracht.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Nautische Information

Gegen 19:00 Uhr haben wir Geiranger verlassen und passierten für die nächsten 60 Seemeilen den Storfjorden. Gegen 23:00 Uhr ging der Lotse von Bord und wir fuhren mit südlichem Kurs in der Nordsee entlang der norwegischen Küste, die auf der Backbordseite lang.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Auf See

Unterwegs zwischen Geiranger und Kopenhagen (614 Seemeilen)

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Nautische Information

Wir setzen unsere Reise auf südlichem Kurs fort. Gegen 16:00 Uhr passierten wir die Landzunge von Lindeness, in einer Distanz von 9 Seemeilen. Mit Kurs auf 90 Grad ging es Richtung Skaggerak. Gegen 22.00 Uhr erreichten wir den Punkt Skagen (zu Dänemark gehörend), von dem aus wir mit südöstlichen Kurs Richtung Kattegat eingeschlagen hatten. Gegen 06:00 Uhr kam der Oresund-Lotse an Bord und geleitete uns sicher in den Hafen von Kopenhagen.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Willkommen in Kopenhagen (Dänemark)

Kopenhagen ist die allererste Hauptstadt Nordeuropas und das Zentrum einer sehr dynamischen Region in Europa, der Oresund-Region. Die Stadt ist eine der ältesten Hauptstädte Europas mit königlichem Flair, die dänische Monarchie ist die älteste der Welt! Kopenhagen mit all seinen historischen und architektonischen Perlen wie Schloss Amalienburg und die Frederikskirche erkunden steht auf dem Programm.  Besuchen sollte man  das Louisiana Museum, die Glyptothek, sie sind unter den besten Kunstmuseen Europas einzureihen. Weitere besonders eindrucksvoll Besichtigungspunkte sind: der Gefion-Brunnen (Kopenhagens eigener Fontana di Trevi), die „Kleine Meerjungfrau“ und der Tivoli-Park.

 

Erkundung von Kopenhagen

Nachdem wir den Kopenhagener Hafen im Bus verlassen hatten, fuhren wir in Richtung Schloss von Christiansborg und besuchten das Schloss mit seinen zahlreichen verzierten Sälen. Danach ging es in einer Panoramafahrt durch Kopenhagen. Es wurden die bekanntesten Plätze besichtigt, wie der Brunnen Gefion, die „Kleine Meerjungfrau“,

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

den Palast Amalienborg

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

und Schloss Rosenborg (hier befinden sich die Kronjuwelen). 

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Nautische Information

Mit dem Lotsen an Bord verließen wir Kopenhagen, fuhren die Südküste Dänemarks entlang, sichtbar auf der rechten Seite, gegenüber lag Schweden. Gegen 20:00 Uhr ging der Lotse von Bord und auf südlichem Kurs ging es an Sjaelland vorbei. Gegen 22:30 Uhr passierten wir in einer Distanz von etwa 3 Seemeilen die Stadt Mon erkennbar am Leuchtturm. Dann ging es durch die Passage von Kadetrenden, zwischen Dänemark und der norddeutschen Küste.

 

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Foto: © Ulrich Göpfert

 

Ende der Kreuzfahrt

Die MSC Orchestra ist gegen 08:00 Uhr wieder in Kiel angekommen. Im Namen von MSC Kreuzfahrten den Offizieren und der gesamten Besatzung wünschte der Kapitän Giuseppe Maresca eine angenehme Heimreise.

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