Wenn auch die Jahre vergehen

„Wenn auch die Jahre vergehen“
Der Bahnhof Oeslau

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Der Oeslauer Bahnhof um 1900

Repro: Ulrich Göpfert

Stadt Rödental – OT Oeslau
1857 wurde in der Oeslauer- und Einberger Flur mit dem Bau der „Werrabahn“ begonnen. Am 14. Juni 1858 legte man die ersten Schienen bei Oeslau und am 14. Oktober nachmittags 15 Uhr, einem Donnerstag, fuhr die erste Lokomotive mit zwei Wagen probeweise von Coburg nach Sonneberg.

Endlich, am 1. November 1858, wurde die Eisenbahn eingeweiht und am Tag darauf dem allgemeinen Verkehr übergeben. Anfangs war die „Werrabahn“ eine Privatbahn; als sie sich jedoch immer schlechter rentierte, wurde sie im Oktober 1895 von der Preußischen Eisenbahnverwaltung angekauft und gehörte bis 1945 zur Reichsbahndirektion Erfurt. Nach der Besetzung Thüringens durch sowjetische Truppen im Juli 1945 wurde der Betrieb zwischen Neustadt und Sonneberg unterbrochen.

Für den Streckenabschnitt Coburg–Neustadt erfolgte 1975 nach einem finanziellen Zuschuss durch den Freistaat Bayern die Elektrifizierung. 1979 wurde der Bahnhof Oeslau in Rödental umbenannt und ein neues Bahnhofsgebäude eingeweiht, ein Jahr später am Wochenende der Zugbetrieb eingestellt. Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze wurde sofort der Lückenschluss zwischen Neustadt–Sonneberg in Angriff genommen.

Heute verkehren auf dieser Strecke alle zwei Stunden Regionalbahnen abwechselnd mit Regionalexpresszügen der Deutschen Bahn AG. Planmäßiger Güterzugverkehr findet nicht mehr statt.

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