Weihnachten…

Weihnachten…
Gedanken und Wünsche von Ulrich Göpfert

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Es sind nur noch wenige Tage bis Weihnachten.

Wie schnell ist doch wieder das Jahr vorüber gegangen und hat vielen von uns Freude aber auch Leid beschert. Sei es durch den Verlust des Arbeitsplatzes, durch Krankheit oder anderem Übel, dass immer weiter in unserem Deutschland um sich greift. Mögen die Politiker und andere so genannte „Weichensteller“ alles (vor allem vor und nach der Wahl) zum Bessern reden, eines steht für mich jedenfalls fest, die Einschnitte für den „einfachen Menschen“ in unserem Land sind unerträglich um nicht zu sagen trostlos beim Ausblick in das bevorstehende Jahr.

Nun wird diese Feststellung wieder abgetan, von denen die das nicht wahrhaben wollen oder dürfen! Dann heißt es gleich wieder, die Deutschen können nur jammern! Nein, ich selbst komme aus einer Generation, die noch weiß was es bedeutet Hunger zu haben und die auch noch gelernt hat, ihre Ansprüche und Erwartungen hinten anzustellen. Doch eines darf und soll man nicht vergessen, was wird aus unserem Land in Zukunft, wenn heute viele Jugendlichen keine Arbeit haben oder bekommen? Aber das wird ja alles viel besser, machen uns die Politiker und Mandatsträger glauben. Heute zählt einzig und allein das Denken und Handeln nach dem Grundsatz: Hauptsache die Dividende und die Aktie steigt und bringt dem Aktionär satte Gewinne. Aber wer soll in Zukunft die Erzeugnisse von diesen Unternehmen kaufen und vor allem bezahlen?

Schaue ich mich in unserer Gemeinde um, dann sind viele Familien von Arbeitslosigkeit betroffen und da nicht nur eine Person im Haushalt. Wenn die Frau zum Einkaufen gehen muss, kann sie jeden Cent zwei- oder mehrfach umdrehen, aber was hilft es, was bekommt man heute noch für sein Geld? Ich rede immer noch von „Otto Normalverbraucher“ und vom Einkauf von Lebensmitteln, keinen Luxusartikeln. Die Zeiten sind schon lange vorbei, wo sich die Tische unter der Last der Weihnachtsgeschenke bogen. Aber dies muss auch ganz gewiss nicht sein, denn sonst hätten wir den Sinn des Weihnachtsfestes falsch verstanden.

Glauben sie mir, ich weiß wovon ich rede bzw. schreibe, denn ich bin selbst ein Betroffener, der vor über einem Jahr seinen Arbeitsplatz verloren hat und noch dazu als Schwerbehinderter und chronisch kranker Mensch im Alter von fast 57 Jahren. Aber ich werde nie aufgeben und kämpfe für ein Leben das man mit Anstand und Menschlichkeit auch über die „schwersten Runden“ im Dasein bringt.

Doch etwas erfreut mich sehr, wenn ich meine kleine Nichte und ihren noch jüngeren Bruder mit leuchtenden Augen sehe, wie sie über den Weihnachtsmarkt gehen oder im Kindergarten aufgeregt dem Nikolaus beim Aufsagen eines Gedichtes gegenüber stehen. Wie schön ist doch die Kinderzeit, wenn noch an den Nikolaus und dem Christkind geglaubt wird. Leider ging dieser Glauben viel zu schnell verloren, doch die Erinnerung an diese schöne Kinderzeit kann uns keiner nehmen.


Liebe Leserin und Leser,
meine Familie und ich wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Übergang in das Neue Jahr und Gottes Segen für all ihre Unternehmungen im Jahr 2006.

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