Liliom

Landestheater Coburg
Liliom
Schauspiel von Franz Molnár
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Man kann es sich vor dem geistigen Auge bestens vorstellen:
Der ungarische Schriftsteller Ferenc (Franz) Molnár sitzt im Erker des Budapester Literaten-Cafés „New York“ und schreibt in nur 29 Tagen sein Stück „Liliom“. Der kreative Rausch schenkt dem Theater- und Kinopublikum ein Jahrhundert-Werk.

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Szenenfoto „Liliom“ – Schauspiel von Franz Molnàr
Foto: 2011 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

Wer hat den tragischen Helden Liliom nicht schon alles verkörpert: Charles Farrell (1930) in Hollywood, Hans Albers in Berlin, Hans Moser und Helmuth Lohner in Wien. „A Trip to Paradise“ nannte Hollywood die Geschichte, und der Broadway schuf das Musical „Carousel“ auf der Grundlage von „Liliom“.

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Szenenfoto „Liliom“ – Schauspiel von Franz Molnàr
Foto: 2011 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

Molnárs Original erzählt vom Jahrmarktbudenausrufer Liliom, einem von der Not in die Kriminalität gedrängten herben Gesellen, der um die Liebe zu seiner Frau Julie kämpft, und der doch immer wieder an seine Grenzen gestoßen wird. Sogar nach seinem Tode begehrt er noch gegen sein Schicksal auf und darf, traumspielartig, aus dem Himmel zur Erde zurückkehren, um seine Verfehlungen wieder gut zumachen.

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Szenenfoto „Liliom“ – Schauspiel von Franz Molnàr
Foto: 2011 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

Felix Salten schrieb 1921: „Auch die ganze, merkwürdige Art dieses Talentes öffnet sich schon in ‚Liliom‘. Die besondere Mischung der Molnárschen Fähigkeiten. Seine Neigung zum Capriccio, seine Lust am Barocken. Sein Ausgleiten ins Unwirkliche. Vor allem aber seine merkwürdige, dramatische Schlagkraft, die immer ein wenig in Ironie getaucht ist und sich mit dieser Ironie davor schützt, banal zu erscheinen.“

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Szenenfoto „Liliom“ – Schauspiel von Franz Molnàr
Foto: 2011 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

Molnár ist einer der wichtigsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Seine Produktivität und seine Konsequenz waren beeindruckend, seine Affären und Ehen spektakulär. Dass gerade Billy Wilder auf eines seiner Stücke Bezug nimmt, als er den Komödienklassiker „Eins, Zwei, Drei“ dreht, darf als eine unter vielen Ehrungen gelten.


Mitwirkende

Inszenierung
Andreas Nathusius

Ausstattung
Günter Hellweg

Dramaturgie
Georg Mellert

Liliom
Nils Liebscher

Julie/ Luise
Anna Staab

Marie
Ines Lutz

Frau Muskat
Kerstin Hänel

Ficsur
Sebastian Pass

Wolf
Frederik Leberle

Linzmann
Helmut Jakobi

Stadthauptmann/ Polizist / Konzipist
Thomas Straus

Berkovics/ Polizist/ Detektiv
Sönke Schnitzer


Vorstellung

16.06.2011 - 19:30 Uhr
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