„Mit Pauken und Trompeten“

„Mit Pauken und Trompeten“
Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg beschreitet
mit dem Projekt „COmpose Janáček“ neue Wege in der Jugendarbeit

Samstag, 22. Oktober 2011 um 18:00 Uhr in der Morizkirche

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Blick zur Morizkirche
Foto: 2011 © Ulrich Göpfert

Pauken, Trompeten, Hörner und Posaunen auf der einen, Plastikfässer, Pappteller und Heulschläuche auf der anderen Seite – das Sonderkonzert „COmpose Janáček“ am Samstag, 22. Oktober 2011 um 18.00 Uhr in der Morizkirche verspricht in jeder Hinsicht ein außergewöhnliches Konzerterlebnis zu werden.

Als euphorische Liebeserklärung an seine Heimatstadt Brno brachte Leoš Janáček 1926 die „Sinfonietta“, die musikalisch Plätze und Orte der Stadt wie die Burg, das Königinnenkloster, Straßen und das Rathaus erstehen lässt, zu Papier. Für die Orchestermusikerinnen und –Musiker des Landestheaters Coburg ist das Spätwerk des tschechischen Komponisten in jeder Hinsicht eine Herausforderung: Nicht weniger als 25 Blechbläser schreibt die Partitur vor, darunter allein zwölf Trompeten.

Zum Glück erhält das Orchester Unterstützung: Professor William Forman, der bereits mit Bernd Alois Zimmermanns „Nobody knows the trouble I see“ als Solotrompeter im ersten Sinfoniekonzert der Saison zu erleben war, und seine Trompetenklasse von der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin verstärken den Orchesterapparat des Hauses. Um den Zuhörern Janáčeks Klangwelt nahe zu bringen, wird GMD Roland Kluttig die musikalischen Finessen der „Sinfonietta“ ausführlich erläutern.

Nicht nur die Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Orchesters, auch die Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse der Grundschule Ketschendorf fiebern dem Konzert entgegen: Im Rahmen zweier Projektwochen beschäftigen sich die Kinder ausführlich mit der Rhythmik und der Klangwelt des Stückes und lassen sich von dem von Pauken und Trompeten dominierten Klang der „Sinfonietta“ zu eigenen Improvisationen anregen. Im Laufe des Projekts wachsen die Kinder zu einem eigenen Orchester zusammen, das auf selbstgebauten Instrumenten aus Plastikfässern, Papptellern, Abflussrohren, Heulschläuchen und anderen Alltagsgegenständen musiziert. Angeleitet werden sie dabei von einem Pädagogenteam aus Berlin: Carmen Schmidt und Sören Schrader arbeiteten bereits bei „Sensemayá – Eine Grundschule als Orchester“, einem Musikprojekt der Freien Grundschule Pfefferwerk Berlin,  mit Roland Kluttig und dem Berliner Kammerensemble „Neue Musik“ zusammen. Die Bearbeitung des Werks „Sensemayá“ von Silvestre Revueltas durch alle Kinder der Grundschule wurde 2008 im Radialsystem V in Berlin aufgeführt.

„COmpose Janáček“ ist der Auftakt zu einer Projektreihe, die in den nächsten Spielzeiten fortgesetzt werden und die zahlreichen Initiativen in der Jugendarbeit des Philharmonischen Orchesters um ein weiteres Format bereichern wird.

Termin Samstag, 22. Oktober 2011, 18.00 Uhr, Morizkirche

Mit Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg, Chor des Landestheaters Coburg, Trompetenklasse Prof. William Forman von der HfM „Hanns Eisler“ Berlin, Schülerinnen und Schüler Grundschule Ketschendorf, Orgel KMD Peter Stenglein – Musikalische Leitung Roland Kluttig

Programm Sinfonietta, Lachische Tänze, „Die Wildente“ für Chor a cappella, Adagio und Postludium für Orgel aus der „Glagolitischen Messe“ von Leoš Janáček

Karten zum Preis von 7,00 € sind an der Theaterkasse, bei der Touristinformation Coburg und den Geschäftsstellen der Neuen Presse in Coburg und Kronach erhältlich.

Telefonische Reservierung unter (09561) 898989 oder 898043
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