Der Wunderstrick zu Ahorn

Der Wunderstrick von Ahorn
Eine Erzählung aus dem Coburger Land

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Einen malerischen Anblick, von wo auch immer betrachtet, bietet das Ensemble von Schloss und Kirche zu Ahorn. So dicht wie sie nebeneinander stehen, ist auch ihre Geschichte miteinander verknüpft
2013 © Ulrich Göpfert

Im Kirchenbuch von Ahorn bei Coburg finden wir ein eigentümliches Begebnis verzeichnet:
Im Dorf lebte eine alte Hexe. Sie war eines Tages sehr verdrießlich und ließ aus diesem Grund einen furchtbaren Sturm los. Der wütete heftig, rüttelte an den Häusern, riss Bäume aus und rückte den Turm der Kirche ganz schief. Deshalb verspotteten die Nachbargemeinden die Ahorner, so dass sie sehr ärgerlich waren. Sie wussten sich aber keinen Rat. Da fand sich ein Schäfer, der versprach, dem Übel abzuhelfen. Er nahm ein starkes Seil und befestigte es an einer Fichte, die in der Nähe des Turmes stand. Unter dem Murmeln magischer Sprüche zog er nun mit dem Seil den Turm wieder gerade. Den Strick kann man jetzt noch auf dem Kirchboden in Ahorn sehen.

Quellenhinweis: Volksmund

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