Das ehemalige Schloss im Stadtteil Waldsachsen von Rödental

Es wurde vom 19. auf den 20. Februar 1822 durch Feuer völlig zerstört

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Eine Ansicht um 1820 zeigt das Schloss Waldsachsen noch mit hohen Treppengiebeln und zwei runden Ecktürmen mit Zwiebelkuppen
Repro: Ulrich Göpfert

Außer den "Rödentalern“, davon vor allem die Bewohner vom Ortsteil Waldsachsen, wissen nur noch wenige aus der Bevölkerung, dass früher in der Mitte des Dorfes Waldsachsen auf einem Hügel ein Schloss gestanden hat. Da es von einem breiten Graben umgeben war, lässt es auf eine alte Wasserburganlage schließen.

Das Schloss wurde vom 19. auf den 20. Februar 1822 durch eine Feuersbrunst zerstört. Nach dem Brand legte man die ausgebrannten Mauern durch Kanonenschüsse nieder. Später wurden die verbliebenen oberirdischen Teile beseitigt. Man vermutet, dass in dem mit Rasen bedeckten Schlosshügel noch Grundmauern und vielleicht auch noch Kellergewölbe des alten Baues verborgen sind.

Die älteste Erwähnung der Siedlung im Wald als "Waltsassyn“ stammt aus dem Jahre 1317. 1346 ist Dietrich von Coburg, dessen Geschlecht auch die Burg von "Osselein“ (Oeslau) innehatte, urkundlich als Besitzer erwähnt.

Nach dem "Heimfall“ des Lehens durch Tod des letzten Erbberechtigten – an den Landesherrn Herzog Johann Casimir, verlieh es dieser an seinen Kanzler Fromann, dessen bronzene Grabplatte mit dem Sterbedatum 1642 in die Chorwand von St. Moriz eingelassen ist.

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