Ein großartiger Erfolg

„Tag des Geotops 2007“ am 16. September
im Sauloch bei Blumenrod war ein großartiger Erfolg

Eine Fotoreportage von Ulrich Göpfert

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Blumenrod/Coburg
Die Geologen Ralf Metzdorf und Dr. Eckard Mönnig vom Naturkundemuseum-Coburg waren angenehm überrascht, denn am vergangenen Sonntag wurde der von ihnen organisierte „Tag des Geotops 2007“ zu einem großartigen Erfolg. Über 200 Besucher fanden an diesem Tag den Weg in das Sauloch bei Blumenrod um den Erklärungen vor Ort zu lauschen.

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Bereits zum sechsten Mal fand diese bundesweite Veranstaltung „Tag des Geotops“ statt. Geotope sind geologische Erscheinungen von wissenschaftlichem Interesse und prägen das Landschaftsbild einer Region. Oft verbinden sich mit ihnen Sagen, Mythen und Legenden. Geotope sind also Kulturgüter, die es zu schützen und zu erhalten gilt. Diese Mischung aus Kulturgeschichte und Geologie machte den „Tag des Geotops“ für jedermann zu einem schönen Naturerlebnis.

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Im Raum Coburg führten in diesem Jahr die Geologen Ralf Metzdorf und Eckhard Mönnig das „Sauloch“ von Blumenrod vor. Oberhalb des Pfadfinderheims befindet sich ein großer Steinbruch, in dem über Jahrhunderte der Rhät-Sandstein gebrochen wurde. Viele alte Gebäude unserer Gegend sind daraus gebaut, u.a. das Gymnasium Casimirianum Coburg. Der Sandstein lagerte sich vor über 200 Millionen Jahren in einem riesigen Flussdelta ab, dass von Bayreuth bis zu den Hassbergen reichte.

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Ehemaliger Steinbruch-Sauloch bei Blumenrod
Im Wald ca. 700 Meter nordwestlich von Blumenrod im Landkreis Coburg liegt ein ca. 300 x 200 großes ehemaliges Steinbruchgelände. Genau genommen handelt es sich nicht um einen einzelnen Steinbruch, sondern um mehrere ehemalige Abbaue, die eng beieinander liegen. Im östlichsten Teil des Geländes sind an schon stark verwachsenen Böschungen die dunklen mergeligen Tonsteine des Lias aufgeschlossen. Ansonsten birgt das Gelände den früher als Baustein geschätzten Rhätolias-Sandstein.

Die schräggeschichteten Sandsteinbänke, die einzelne Einlagerungen von inkohltem Pflanzenmaterial enthalten, können an den Steinbruchwänden gut studiert werden. Westlich und südlich des ehemaligen Abbaugeländes markieren natürliche Felsbildungen den ehemaligen Verlauf der Schichtstufe. Die Felshänge sind durch weit geöffnete Klüfte gegliedert. Unterhalb lagern gewaltige Felsblöcke, die sich aus dem Anstehenden gelöst haben. Die Sandsteinfelsen zeigen die typische löchrige, teilweise wabenartige Verwitterung.
An einigen Steinbruchwänden sind ähnliche wabenförmige Verwitterungsformen zu sehen; daran wird die geringe Korrosionsbeständigkeit dieses Gesteins sichtbar.
Quellenhinweis: Geotope in Oberfranken

Weitere Eindrücke von diesem „Tag des Geotopos“
im Bild festgehalten

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Alle Fotos: 2007 © Ulrich Göpfert

Weitere Informationen
Naturkunde-Museum Coburg

Park 6, 96540 Coburg
Tel. 09561-8081-0
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Ansprechpartner:
Ralf Metzdorf, Tel: 09561-8081-31
Dr. Eckhard Mönnig, Tel: 09561-8081-13

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