Sicher und erkennbar durch die dunkle Jahreszeit

Sicher und erkennbar durch die dunkle Jahreszeit
Die dunkle und kalte Jahreszeit birgt verkannte Gefahren im Straßenverkehr

OBERFRANKEN
Besonders die jetzt einsetzende, dunkle und kalte Jahreszeit birgt einige, oft verkannte Gefahren im Straßenverkehr. In den Monaten Oktober und November vergangenen Jahres spielten Nässe, Laub, Reif oder Schnee auf den Straßen bei 190 Verkehrsunfällen in Oberfranken eine entscheidende Rolle. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben und 76 zogen sich zum Teil schwere Verletzungen zu. Damit Sie sicher ans Ziel kommen, empfiehlt Ihnen Ihre Oberfränkische Polizei folgende Verhaltenstipps.

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Gesehen werden

Sehen und gesehen werden
Gefährliche Verkehrssituationen oder gar Unfälle ergeben sich nicht selten durch dunkel gekleidete Fußgänger oder Fahrradfahrer, die von herannahenden Autofahrern kaum erkannt werden. In den Monaten Oktober und November 2013 ereigneten sich oberfrankenweit bei Dunkelheit oder Dämmerung 31 Verkehrsunfälle mit Fußgängern. Ein Mensch erlitt bei diesen Unfällen sogar tödliche Verletzungen.

Gerade in der hektischen Zeit des morgendlichen und abendlichen Berufsverkehrs setzen sich viele Passanten durch dunkle Kleidung dem vermeidbaren Risiko aus, in einen Unfall verwickelt zu werden. Das Unfallrisiko ist bei Dämmerung, der Übergangsphase von hell auf dunkel, besonders hoch. Ein unauffällig gekleideter Fußgänger oder Radler ist für den Autofahrer bei Dunkelheit bereits ab einer Entfernung von 25 Metern kaum mehr zu erkennen. Helle, auffällige Kleidung mit reflektierenden Materialien ist für Jeden eine effektive Möglichkeit, für seine eigene Sicherheit zu sorgen. Diese Kleidung wird von den Autofahrern um ein Vielfaches besser gesehen. Reflektoren leuchten sogar noch in einer Entfernung von 150 Metern. Solche nützlichen Accessoires gibt es auch als Anhänger oder Leuchtbänder, die an Jacken oder Taschen angebracht werden können.

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Wildwechsel

Achtung! Unberechenbarer Wildwechsel
Besonders auf Streckenabschnitten, die mit dem Wildwechsel-Warnzeichen (springender Hirsch im roten Dreieck) versehen sind, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Ein verhaltenes Tempo von 70 bis 80 Stundenkilometer sollte in der Dämmerung und zur Nachtzeit das oberste Limit auf Straßen sein, die durch wildreiche Wälder führen. Behalten Sie die Fahrbahnränder und die angrenzenden Wälder und Felder stets gut im Blick. Kritisch sind die Stunden in der Morgen- und Abenddämmerung, mit Spitzenzeiten zwischen 5 und 7 Uhr sowie 20 und 23 Uhr. Im Herbst vergangenen Jahres, von Anfang Oktober bis Ende November, ereigneten sich auf den oberfränkischen Verkehrswegen 1.041 Unfälle mit Wildbeteiligung, wobei zehn Personen verletzt wurden.

Gefährliche Straßenverhältnisse
Nässe, Frost, Laub, verschmutzte Fahrbahnen und bald auch Schnee spielen ebenso bei Verkehrsunfällen eine wesentliche Rolle. Seit kurzem begleiten uns diese witterungs- und saisonbedingten Straßenzustände nahezu täglich. Passen Sie deshalb ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen an. Auch wenn die Sicht durch Regen oder Nebel eingeschränkt ist, gilt: „Fuß vom Gas“! Beachten Sie, dass sich der Bremsweg bei Nässe und schmieriger Fahrbahn erheblich verlängert und halten Sie mehr Abstand zum Vordermann. Planen Sie bei Ihren Fahrten auch entsprechende Zeitreserven ein und fahren Sie rechtzeitig los.

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Schlechte Sicht

Richtige Beleuchtung für mehr Sicherheit
Schalten Sie in den Herbst- und Wintermonaten frühzeitig das Abblendlicht ein oder nutzen Sie das Tagfahrlicht. Bei Sichtweiten unter 50 Metern sollten Sie die Nebelschlussleuchte in Betrieb nehmen. Vergessen Sie aber das Ausschalten bei Sichtweiten darüber nicht, um niemanden durch die starke Blendwirkung dieser Leuchten zu gefährden. Überprüfen Sie generell gerade jetzt alle Beleuchtungseinrichtungen an Ihrem Fahrzeug und nutzen Sie die zahlreichen Angebote der Werkstätten im Rahmen der Beleuchtungswochen.

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Ausreichend Profil

Zeigen Sie ausreichend Profil
Die Fahrzeugreifen müssen mit ausreichendem Profil versehen sein. Der Gesetzgeber schreibt zwar eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor, Fachleute raten aber zu wenigstens drei bis vier Millimetern, auch bei Sommer- und Winterreifen. Der Profiltiefenmesser oder der Silberrand einer Zwei-Euro-Münze (drei Millimeter) geben Ihnen Klarheit über die Profiltiefe Ihrer Reifen. Denken Sie bereits jetzt an den Winter!

Vorsorge treffen hilft Unfälle vermeiden
Auch im Hinblick auf die langen Warteschlangen bei den Werkstätten und Reifenhändlern, die sich stets zum ersten Schneefall bilden, sollten Sie schon jetzt an Winterreifen denken und gegebenenfalls neue ordern. Insbesondere in den höher gelegenen Regionen Oberfrankens müssen Sie schon bald mit ersten Schneefällen rechnen.

Ebenfalls zur Verkehrssicherheit gehören gut funktionierende Scheibenwischer mit schlierenfrei arbeitenden Wischerblättern, eine bereits jetzt mit ausreichend Frostschutz gefüllte Scheibenwaschanlage sowie eine leistungsfähige Fahrzeugbatterie.

Wir wünschen Ihnen eine stets gute und sichere Fahrt! - Ihre Oberfränkische Polizei

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