Der Flugstützpunkt Coburg

Der Flugstützpunkt Coburg
wurde am 6 August 1913 auf der Brandensteinsebene eröffnet

Herzog Carl Eduard war ein großer Förderer der Fliegerei


Das Repro zeigt die im Jahre 1913 gebaute Halle des Flugstützpunktes Coburg auf der Brandensteinsebene




Nach dem 1902 erfolgten ersten Motorflug der Gebrüder Wright, verfolgte die ganze Welt mit großer Aufmerksamkeit die weitere Entwicklung der Fliegerei.

Auch in Coburg gab es viele Anhänger, die mit großem Interesse den Fortschritt verfolgten. Herzog Carl Eduard unterstützte und förderte die Fliegerei in jeder Weise. Bereits im Jahre 1912 weihte er in Gotha eine Flugschule ein, die seinem Namen trug. Vor über 90 Jahren im Jahre 1913 tauchte auch in Coburg der Plan zur Errichtung eines Flugstützpunktes auf.

Dieses Vorhaben wurde von Herzog Carl Eduard lebhaft befürwortet. Durch die Herzogliche Domänenverwaltung ließ der Herzog einen Platz auf der Brandensteinsebene freigeben. Bereits im Juni 1913 konnte mit dem Bau begonnen werden. Die Unterhaltskosten für das zu errichtende Gebäude wurden von der Stadt Coburg übernommen. Bei den Kosten des Hallenbaues beteiligte sich die Stadt Coburg mit 7000 Mark und 12000 Mark übernahm der Reichsfliegerbund.

Die Ausmaße der Halle betrugen in der Länge 31,5 Meter und in der Breite 22 Meter, sie hatte eine Höhe von neun  Meter. Schon am 6. August 1913 konnten die  feierliche Einweihung der Halle und die Eröffnung des Flugstützpunktes Coburg durch Herzog Carl Eduard erfolgen.

In den Zeitungen wurde von 15.000 Schaulustigen aus nah und fern berichtet, die an diesem Tag auf der Brandensteinsebene die Eröffnung mitfeierten und sich an den Flugvorführungen begeisterten.

Nach den Bedingungen, die der Vertrag von Versailles nach dem Ersten Weltkrieg dem Deutschen Reich auferlegte, musst die Halle Anfang 1921 abgebrochen werden. Die abgebrochenen Teile der Halle wurden 1921 vom Zimmergeschäft Heß erworben und zu einer Lagerhalle hinter dem Kalenderweg umfunktioniert.

Bereits 1924 wurde auf der Brandensteinsebene wieder eine neue Flughalle errichtet.


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