REIGEN

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Schauspiel von Arthur Schnitzler
Zum letzten Mal

Er sorgte für einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts: Arthur Schnitzlers „Reigen“. Ab Samstag, dem 23. Februar 2013, ist das Stück in der Reithalle des Coburger Landestheaters zu sehen   Schauspieler Sebastian Pass, der Schnitzlers Rundtanz mit Partnerwechsel in Szene gesetzt hat, gibt mit dieser Produktion sein Regiedebüt in der Vestestadt.

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Szenenfoto: Reigen
Foto: 2013 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

Er hat die Theaterwelt im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus so beschäftigt wie kaum ein anderes Stück: Arthur Schnitzlers „Reigen“. In den Mittelpunkt jener „10 Dialoge“ stellte Schnitzler ein Thema, das die Menschheit seit jeher beschäftigt: den Sex – die körperliche Liebe und all das, was drum herum stattfindet. Zwar spart Schnitzler die konkrete Beschreibung des Aktes aus, doch dass „es“ passiert, daran lässt er keinen Zweifel.

„Ist das Pornographie?“, so fragte sich die Öffentlichkeit denn auch beim Erscheinen des Werkes, das 1903 in einer Auflage von mehreren zehntausend Stück über die Ladentische ging und nichtsdestotrotz durch einen Reigen von Verboten, Tabuisierung und Skandalisierung begleitet wurde.

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Szenenfoto: Reigen
Foto: 2013 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper

Arthur Schnitzlers „Reigen“ stellt ein Panorama von intimen Begegnungen quer durch alle Gesellschaftsschichten dar. Schnitzler, der genaue und unbestechliche Beobachter der Wiener Gesellschaft um die Jahrhundertwende, ihrer Doppelmoral, ihres unterdrückten Begehrens, zeichnet in miniaturähnlichen Szenen fünf Frauen- und fünf Männerfiguren. Jede/r liebt genau zweimal, bei jedem Szenenwechsel darf eine Figur auf der Bühne bleiben, die andere wird ausgetauscht – das ist der titelgebende „Reigen“, der Rundtanz mit Partnerwechsel, der ewig so weitergehen kann und wird… Und dass auch ein Ehepaar miteinander das Bett teilt, überrascht im Zusammenhang des Stückes fast mehr als die vielen anderen zufälligen oder geplanten intimen Begegnungen zwischen Dirne, Soldat, Stubenmädchen, jungem Herrn, junger Frau, Ehemann, jungem Mädchen, Dichter, Schauspielerin, Grafen…

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Szenenfoto: Reigen
Foto: 2013 © Landestheater Coburg/Andrea Kremper


Sebastian Pass, Schauspieler am Landestheater Coburg, gibt mit dem „Reigen“
sein Regiedebüt

In den unterschiedlichen Rollen spielen mit Anna Staab und Nils Liebscher zwei seiner Kollegen aus dem Coburger Schauspielensemble. Schnitzlers Gesellschaftspanorama verdichtet sich durch die Besetzung mit nur zwei Schauspielern zu einem Psychogramm des Beziehungslebens – in welchen Masken spielen wir das Spiel um Lust und Begehren, wie begeben wir uns immer wieder in neue Situationen, neue Rollenbilder, um das Spiel weiterzutreiben?

Und immer wieder: „Dance me to the end of love…“

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Schauspiel von Arthur Schnitzler

Inszenierung
Sebastian Pass

Bühnenbild
Mia Hartmann
Vanessa Singer
Bianca Wilk
(Studierende der Hochschule Coburg)

Kostüme
Pia Wessels

Mit

Anna Staab

Nils Liebscher

Weitere Vorstellungen

Mittwoch, 19.06.2013 - 20:00 Uhr zum letzten Ma 


Weitere Informationen

Landestheater Coburg
Schlossplatz 6, 96450 Coburg
Telefon +49 (0)9561 / 898900
Telefax +49 (0)9561 / 898929
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