Nach Jerusalem

Das Meininger Theater
„Nach Jerusalem“ von Tankred Dorst/Mitarbeit Ursula Ehler
Nur noch zweimal in Meiningen zu erleben

Am Samstag, den 8. Februar und Donnerstag, den 6. März 2014, jeweils um 19.30 Uhr ist das Stück von Tankred Dorst, Mitarbeit Ursula Ehler, dieser einzigartigen Lebens- und Autorenpartnerschaft, in der Regie von Jan Steinbach zum letzten Mal am Südthüringischen Staatstheater Meiningen zu erleben.

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Szenenfoto „Nach Jerusalem“
Foto: 2014 © Theater Meiningen

Ort der Handlung ist der Keller eines im Bau befindlichen Hotelhochhauses. Hier findet sich ein merkwürdiges Personal ein:
Da ist zunächst die junge Frau namens ROSE mitsamt ihrem Begleiter, dem furchtsamen HÄNSCHEN, das wie ein aus der Zeit gefallener Harlekin daherkommt. Sie treffen auf VOSS, den Schnüffler, OTTO, den falschen Arzt und den METEOR, der hier in diesem Keller lebt. Ansonsten ist das Hotel noch unbewohnt, bis auf das Penthaus. Von da oben herab kommt DAGMAR. Sie lebt dort mit ihrem Freund JOCHEN, dem Sohn des reichen Baulöwen. Auf der Suche nach ihm trifft sie auf diese bizarren Gestalten im Keller, von denen sie nur will eines will: dass sie verschwinden. In dieser Situation entspinnen und entwirren sich Geschichten, die seltsame Ereignisse nach sich ziehen, so auch einen Mord.

Der Regisseur Jan Steinbach, der bereits mit seinen Meininger Inszenierungen „Wie ein Stein im Geröll“ und „Wahnfried – Bilder einer Ehe“ zwei bilderreiche Theaterabende geschaffen hat - die beide davon geprägt waren, dass die vermeintliche Gegenwart des jeweiligen Stückpersonals mit ihrer Vergangenheit und in „Wahnfried“ sogar mit ihren Träumen verwoben war -, stellt sich in seiner aktuellen Inszenierung der Frage, was denn das eigentlich sei, die Realität. Ist sie nur die Summe der Geschehnisse, die wir gemeinsam erleben und auf die wir uns grundsätzlich verständigen können, oder wird Realität nicht auch von den vielen Wirklichkeiten bestimmt, die jeder von uns in sich trägt? Letztlich zeichnet „NACH JERUSALEM“ ein tiefgreifendes Bild vom Mikro- und Makrokosmos des Lebens.

„Das Stück handelt von der Sehnsucht nach einer anderen Welt und von dem Ungenügen an dieser“, sagte Tankred Dorst anlässlich einer Lesung dieses Textes.

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Szenenfoto „Nach Jerusalem“
Foto: 2014 © Theater Meiningen

Die letzten Male
„Nach Jerusalem“ von Tankred Dorst/ Mitarbeit Ursula Ehler
SA, den 8.2.2014 und  DO, den 6.3.2014, jeweils um 19.30 Uhr
Einführungen, jeweils um 18.45 Uhr im Foyer
(keine Übernahme durch das Landestheater Eisenach)

Karten und weitere Termine unter:
03693/ 451-222,-137 oder
www.das-meininger-theater.de

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