„Emilia Galotti“

Theater Meiningen
Premieren: „Emilia Galotti“
am 29. und 31. Mai im Großen Haus

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Szenenfoto: „Emilia Galotti“
Von links: Peter Liebaug, Alexandra Riemann, Ulrike Walther
Foto: © ed

Intendant Ansgar Haag inszeniert Gottfried Ephraim Lessings Trauerspiel „Emilia Galotti“. Die Premieren sind am Freitag, 29. und Sonntag, 31. Mai im Großen Haus des Südthüringischen Staatstheaters. Für das Bühnenbild zeichnet Bernd-Dieter Müller verantwortlich, die Kostüme stammen von Annette Zepperitz.

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Szenenfoto: „Emilia Galotti“
Alexandra Riemann und Michael Jeske
Foto: © ed

Eine italienische Provinzhauptstadt
Zwischen Morgen und Nachmittag verkehren sich auf katastrophale Weise Glück in Unglück, Hoffnung in Verzweiflung, Vernunft in Wahnsinn. Zeitknappheit ist das entscheidende Handlungsmotiv, Zeitgewinn das entscheidende Handlungsziel des Prinzen von Guastalla. In Liebe zu Emilia Galotti, der Tochter eines ihm untergebenen Obristen, entbrannt, kennt er sich selbst nicht mehr. Marinellis, des Prinzen Kammerherrn, große Stunde schlägt und sie endet mit einem Fiasko. Denn Marinelli kennt weder den Menschen, noch das Gefühl. Er begreift nicht den Konflikt seines Arbeitgebers, hält ihn für eine der üblichen Amouren, und er verkennt Emilia. „Ja, wenn die Zeit nur außer uns wäre“, räsoniert der eigentliche Bräutigam Graf Appiani noch am Morgen der bevorstehenden Hochzeit. Ja wenn – dann würde Emilia im Prinzen den Menschen und nicht den wollüstigen Verführer sehen, dann könnte sie ihrem Bräutigam, den ihr der Vater und nicht die Liebe bestimmt hat, die Verlobung aufkündigen. Als der Bräutigam durch Mord aus dem Weg geräumt ist, kann sich der Prinz seiner Eroberung nicht mehr erfreuen. Emilia, die sich vor dem Abgrund ihrer Sinne mehr als vor Gott fürchtet, ist dem Tod geweiht.

Lessing sah die Menschen aus allen Ständen als Täter und Opfer,
deren gemeinsames Dilemma darin besteht, dass sie zu viel verschweigen, oft nur in Halbsätzen reden. Dass ihre Augen, ihre Körper, ihre Gesten mehr verraten als ihre Worte. Moderner kann ein klassischer Text kaum sein. Es ist die letzte Schauspielproduktion im Großen Haus in dieser Spielzeit. Alexandra Riemann verabschiedet sich mit der Titelrolle vom Meininger Publikum.

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Premieren: „Emilia Galotti“

Freitag, 29.05., 19:30 Uhr und Sonntag, 31.05., 19:00 Uhr, Großes Haus

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Karten sind an der Theaterkasse unter: 03693/451-222 und 451-137
sowie
www.das-meininger-theater.de erhältlich.

Im Anschluss an die Freitagspremiere findet die öffentliche Premierenfeier
im Theaterrestaurant Herzog Georgs Inn statt.

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