Des Kaisers neue Kleider

Sechs auf einen Streich:
Des Kaisers neue Kleider
Märchenfilm Deutschland 2010
Sonntag, 26. Dezember 2010, 16:05 Uhr im ERSTEN

Kamera: Felix Cramer
Buch: David Ungureit
Regie: Hannu Salonen
Redaktion: Wolfgang Wegmann (WDR)

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Der Finanzminister (Manfred Möck, r) sorgt sich um das Reich. Doch Friedhelm, der fesche Kaiser in der goldenen Badewanne (Matthias Brandt), hat nur Zeit und Geld für die kaiserliche Garderobe
Foto: 2010 © WDR/Frank Schirrmeister

Kaiser Friedhelm, der Fesche, hat bald Geburtstag und nichts anzuziehen
Dabei gibt er sagenhafte Reichtümer für seine Garderobe aus. Doch ihn langweilen all die prächtigen Roben. Ein ausgefallenes Gewand zum Fest muss her, koste es, was es wolle. Wen stört es schon, dass seine Untertanen am Hungertuch nagen. Der Hofstaat indes buckelt und schweigt. Niemand will den Kaiser in seine Schranken weisen und darüber womöglich Amt und Würden verlieren.

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Ist Jakobs (Sergej Moya, hinten links) Plan aufgegangen? Der Kaiser
(Matthias Brandt) scheint sich über die ganz spezielle Gewänder zu freuen

Foto: 2010 © WDR/Frank Schirrmeister

Als der junge Jakob beim Kaiser vorspricht, ist dieser entzückt
Jakob gibt vor, der beste Weber weit und breit zu sein, und will dem eitlen Regenten zum Geburtstag Kleider schneidern, die es kein zweites Mal gibt. Doch der Kaiser sei gewarnt: Wer dumm ist oder seines Amtes nicht würdig, für den sind diese Kleider unsichtbar! Natürlich bekommt Jakob den Auftrag, sehr zum Ärger der klugen Hofschneiderin Adele. Doch Friedhelm, der Fesche, will gerne glauben, was der Fremde ihm erzählt. Mit dieser Robe wird er sofort merken, wer bei Hofe ihm etwas nützt und wer nicht.

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Mithilfe der schönen Näherin Maja (Alissa Jung) und ihrer
kleinen Schwester Greta (Audrey von Scheele) will Jakob
(Sergej Moya) einen raffinierten Plan in die Tat umsetzen
Foto: 2010 © WDR/Frank Schirrmeister

Und so arbeitet Jakob zusammen mit seiner schönen Assistentin Maja und deren kleiner Schwester Greta im Verborgenen an der sagenhaften Robe. Als Jakob dem Kaiser endlich die neuen Kleider präsentiert, fehlen Friedhelm, dem Feschen, die Worte. Denn nicht nur seine buckelnde Entourage, auch Seine Majestät selbst kann rein gar nichts sehen.

Vor dem Schloss warten derweil alle gespannt auf den Anblick von des Kaisers neuen Kleidern. Endlich tritt der Herrscher vor seine Untertanen. In deren Gesichtern macht sich schnell ungläubiges Staunen breit. Doch erst ein Kindermund tut am Ende Wahrheit kund.
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